Noch so eine Business-Plattform, die am Ende nicht hält, was sie verspricht? Xing scheint da ein bisschen anders zu sein, wird der Geschäftskontakte-Anbieter doch bundesweit von der Presse – vom Stern über die Zeit bis hin zur Financial Times - bejubelt und steht als Unternehmen auch ökonomisch auf festem Boden. Bis 2006 hieß die Online-Plattform noch openBC. Der Namenswechsel scheint ihrem Erfolg keinen Abbruch zu tun: Rund 2,65 Millionen Benutzer zählt Xing inzwischen weltweit; in Deutschland, Österreich und der Schweiz tummeln sich geschätzte zwei Millionen „Xingler“. Schlagzeilen machte die Hamburger Xing AG (bis 2007 Open Business Club AG), die Niederlassungen in Istanbul, Beijing und Barcelona mit insgesamt über 100 Mitarbeitern unterhält, als sie im Dezember 2006 als erstes Web 2.0 Unternehmen an die Börse ging. Was Xing ausmacht, ist das auf die teilnehmenden Unternehmer, Geschäfts- und Fachleute, Wissenschaftler und Freiberufler zugeschnittene, sogenannte Social Networking: Die Kontakte gehen zwar oft über viele Ecken, doch am Ende ist die (Geschäfts-) Welt meist klein wie ein Taschentuch – da kennt einer jemanden, der jemanden kennt, der… am Ende ergeben sich vielleicht nicht nur neue kreative Ideen, sondern Geschäftsbeziehungen oder Vertriebswege. Und das über sämtliche Ländergrenzen hinweg: Die Community, die sich auf über 200 Länder verteilt, kommuniziert bei Bedarf in 16 Sprachen. Oft geht es aber einfach nur ums gepflegte Zusammenkommen von Gleichgesinnten vor Ort, schließlich braucht nicht jeder Kontakte nach China oder Südafrika.
Überregional vernetzt
Roland Oliver Fürbas organisiert die Veranstaltungen der Regionalgruppen „Alpenregion Oberbayern“ und „Alpenregion Austria“ von Xing, die derzeit zusammen über 1700 Mitglieder zählen: „Bei unseren Treffen geht es vor allem um den persönlichen Austausch, ums Kennenlernen. Geschäftliches ergibt sich meist von selbst, dazu besteht aber kein Zwang.“
Verpönt ist dabei, die Treffen für aggressive Kundenakquise zu nutzen – dezente Eigenwerbung per Visitenkarte ist natürlich erlaubt. „Unser Ziel ist vor allem, dass sich die Unternehmer vernetzen.“ Sie könnten sich fachlich untereinander helfen, ehemalige Kollegen oder Kommilitonen finden, ihr Auftreten professionalisieren. Besonderes Augenmerk legt Fürbas auf die überregionale Vernetzung der Gruppen, weshalb regelmäßig Oberbayern und Österreicher zusammenkommen. Rund 30 Veranstaltungen planen die Regionalgruppen für 2008.
Die nächsten Termine:
Am 20.2. in Salzburg, 21.2. in Wasserburg, am 26.2. in Innsbruck und am 5.3. in Rosenheim.
Informationen zu den Regionalgruppen im Internet unter:
www.xing.com/net/alpenbayern
www.xing.com/net/alpenaustria
Von Elisabeth Reiche
Foto (fkn): Roland Oliver Fübas






