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pressewoche

S. 3

23. Mai 2019

Nach

richten

Verschärftes Stichwaffengesetz

Erlaubte Klingenlänge soll halbiert werden

Das Mitführen von Messern mit einer Klingenlänge von mehr als

sechs Zentimetern soll verboten werden.

Foto: red

Berlin – Wie Oliver Malchow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der

Polizei (GdP), mitteilte, würden Polizeimeldungen fast jeden Tag über zuwei-

len tödlich endende Messerattacken berichten. Um dem entgegenzuwirken,

haben die Bundesländer Bremen und Niedersachsen dem Bundesrat un-

längst einen Gesetzesantrag vorgelegt, das Mitführen von Messern mit einer

Klingenlänge von mehr als sechs Zentimeter an vielfrequentierten Orten wie

Bahnhöfen oder Einkaufszentren und bei besucherreichen Veranstaltungen

zu untersagen. Damit würde sich die bislang erlaubte Maximalklingenlänge

von zwölf Zentimetern halbieren. Nach bisheriger Rechtslage gelten Messer

innerhalb dieses Klingenlängenspektrums noch nicht als Waffen. Niedersach-

sen hofft damit, die vermehrten Delikte mit Stichwaffeneinsatz einzudäm-

men. 2018 soll es in diesem Bundesland zu mehr als 3700 Straftaten dieser

Art gekommen sein.

red

Trügerische Beliebtheit

Große Freundeskreise machen oft krank

Beliebte Jugendliche mit vielen Freunden haben es später im Le-

ben in vielen Fällen nicht leichter.

Grafik: stock

Lange meinte man, möglichst viele Freunde zu haben trage positiv zur Ge-

sundheit und zu einem geglückten Leben bei. Einer über zehn Jahre laufenden

Langzeitstudie zufolge jedoch soll das Eingebunden-Sein in großen Cliquen ne-

gative Auswirkungen auf die körperliche sowie psychische Gesundheit haben.

Wie im Fachjournal „Child Development“ berichtet, wurden Personen von

ihrem 15. bis zu ihrem 25. Lebensjahr in Bezug auf ihre Freundschaften be-

obachtet. Dabei zeigte sich, dass viele von denen, die in ihrer Jugend die Stars

im Klassenzimmer waren, später keineswegs zu den Erwachsenen mit dem

zufriedensten Lebensgefühl gehörten. Diejenigen hingegen, die als Teenager

nur wenige, dafür intensive Freundschaften pflegten, erkrankten später deutlich

seltener an Depressionen. Wer in seiner Jugend nicht in einer großen Clique

eingebettet war, ging später vielfach mit einer ganz anderen Sicherheit durchs

Leben.

red

Blaues Wunder

Heidelbeeren fördern Blutgefäßfunktion

Täglich eingenommen mindern Heidelbeeren das Risiko von

Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Foto: red

London – Wie eine Studie der Abteilung für Ernährungswissenschaften am

King´s College zeigt, wirkt sich der tägliche Verzehr von Heidelbeeren günstig

auf den Blutdruck und die Blutgefäße aus. Testpersonen erhielten einen Mona

lang täglich dasselbe Kontrollgetränk. Für jedes Getränk der einen Probanden

gruppe wurden 200 Gramm frische Heidelbeeren verarbeitet, das Getränk

der anderen Gruppe hingegen enthielt lediglich einen an Heidelbeeren erin

nernden Farbstoff. Wie Blut,- Urin,- Blutdruck- und Blutflussuntersuchunge

schließlich zeigten, hatte sich der Blutdruck der Heidelbeer-Gruppe nach ein

monatigem Konsum um 5 Millimeter Quecksilbersäule gesenkt. Bereits zwei

Stunden nach Einnahme des heidelbeerhaltigen Getränks hatte man bei ih

positive und mehrere Stunden währende Effekte feststellen können. Bei den

Konsumenten der Pseudo-Heidelbeergetränke blieben diese Auswirkungen

jedoch aus.

red

Trockener Wein im Nassen

Winzer versenkt Weintanks im Bodensee

Mit einem Experiment möchte man die Praktikabilität von Wein-

lagerung unter Wasser testen.

Foto: stock

Bregenz – Über den zweifellos feuchtesten Weinkeller verfügt der mit 3,5 Hekt-

ar Anbaufläche größte österreichische Bodenseeweinbauer Josef Möth. Um

herauszufinden, wie sich Druck- und Lichtverhältnisse, Sauerstoffarmut und die

gleichbleibende Temperatur von vier Grad am Grunde eines tieferen Gewässers

auf die Reifung von Wein auswirken, hat der Winzer unlängst zwei 1000 Liter

umfassende Edelstahltanks mit Rot- beziehungsweise Weißwein im Bodensee

versenkt. Bei 60 Meter Tiefe soll der Rebensaft für ein halbes Jahr lagern. Bei an-

schließender Verkostung und Analyse soll untersucht werden, wie sich die Lage-

rungsbedingungen auf die Qualität und den Geschmack des Weines auswirken.

Um das Versinken des Lagerguts im schlammigen Gewässergrund zu vermeiden,

musste zuvor eigens ein mit Stelzen versehenes Halterungsgerüst für die Edel-

stahlweinbehälter entwickelt und hergestellt werden.

red

Zunehmender Rechtsruck

Mehr fremdenfeindlich motivierte Straftaten

Die Zahl von Straftaten aus fremdenfeindlichen Beweggründen

hat in der Bundesrepublik zugenommen.

Foto: shutterstock

Berlin – 2018 wurden in der Bundesrepublik etwa 7700 fremdenfeindlich mo-

tivierte Straftaten registriert, also rund 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im

etwa gleichen Maße stiegen auch die judenfeindlich getriebenen Vergehen. Fast

90 Prozent der insgesamt 1799 im Vorjahr registrierten antisemitisch motivier-

ten Delikte seien nach Aussage des Bundesinnenministers Horst Seehofer dem

„Phänomenbereich rechts“ anzurechnen. Eine noch steilere Zunahme hatte

sich bei Straftaten im Kontext zu internationalen politischen Konflikten ergeben.

So kam es nach dem Beschuss des syrischen Distrikts Afrin durch türkische

Panzer im vergangenen Jahr zu Angriffen auf Einrichtungen, die vornehmlich

von türkischstämmigen Menschen aufgesucht werden. Die Zahl von radikal

islamistisch motivierten Straftaten war indes zurückgegangen. Vermutungen zu-

folge liegt dies am Zurückdrängen des Islamischen Staats (IS) in Syrien und im

Irak.

red

Brutstätte Rheinufer

Feldzug gegen Asiatische Tigermücke

Die heimisch gewordene Asiatische Tigermücke kann Tropen-

krankheiten wie Chikungunya übertragen.

Foto: shutterstock

Speyer – Seit März unternimmt die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Be

kämpfung der Schnakenplage (Kabs) verstärkte Bemühungen im Kampf gegen die

aus subtropischen Gefilden eingewanderte Asiatische Tigermücke. Nach Anga

ben des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis konnte der Krankheiten übertragende

Blutsauger entlang des Rheins und zuletzt bei Heidelberg bislang auf „90 Prozent

der Bekämpfungsfläche erfolgreich ausgelöscht werden.“ Der Namensbestand

teil der Aktionsgemeinschaft – nämlich „Schnakenplage“ – mag dabei zur Ver

härtung eines weitverbreiteten Missverständnisses beitragen. Die wohlbekannte

schlacksig-langbeinige und wie eine übergroße Mücke aussehende Kohlschnake

ist ein völlig harmloses Tier. Sie besitzt weder einen Stachel noch Saugwerkzeu

ge. Eine Kohlschnake, die sich ins Haus verirrt hat, kann ohne Gefahr mit der

bloßen Hand eingefangen und wieder ins Freie gebracht werden.

red

Obwohl er im Freien stand ...

Grill verpestet Wohnung mit Kohlenmonoxid

Auch wenn der Grill im Freien steht – Kohlenmonoxid kann den-

noch in die Wohnräume dringen.

Foto: red

Laupheim – Auch wenn ein Grill mit noch glühenden Kohleresten im Außen-

bereich steht – das ausströmende Kohlenmonoxid verflüchtigt sich dabei nicht

immer ins Freie. Diese schmerzliche Erfahrung mussten zwei 36-jährige Frauen

und zwei Kinder im Alter von einem und vier Jahren machen. Arglos hatte man

das noch nicht erloschene Gerät nach Beendigung der Grillsession in der Nähe

eines geöffneten Fensters beiseite gestellt. Während die vier Personen in der

Wohnung schliefen, drang nach und nach Kohlenmonoxid durch das Fenster

ins Innere und vergiftete die Schlafenden. Im halb bewusstlosen Zustand hat-

te es eine der Frauen am folgenden Morgen noch zuwege bringen können,

den Rettungsdienst zu rufen. Die Einsatzkräfte konnten jedoch nicht sogleich

agieren, sondern mussten die Feuerwehr hinzuziehen. Mit Atemschutz ausge-

stattet konnten Feuerwehrkräfte die restlichen Personen gerade noch lebend

bergen.

red

Unzufrieden wegen Haarfarbe

Friseurkundin wählt Polizeinotruf

Die Notrufnummer 110 der Polizei ist keine Beschwerdehotline

für unzufriedene Friseurkunden.

Foto: red

Lübeck – Not und Eitelkeit machen erfinderisch. Weil sie sich nach einem

Friseurbesuch verschandelt fühlte, hatte sich eine Frau über die Notrufnum

mer 110 an die Polizei gewandt und dem diensthabenden Beamten ihre Ver

zweiflung geschildert. Obwohl man ihre Haarpracht im Salon schon dreimal

umgefärbt habe, sei sie über das Ergebnis nach wie vor unglücklich. Anstelle

der wohl erhofften Anteilnahme und polizeilichen Unterstützung erhielt die

Anruferin jedoch eine scharfe Zurechtweisung. Das Notrufsystem sei näm

lich nur für wirkliche Notfälle vorgesehen. Für Schmerzensgeld- und Scha

densersatzforderungen gegen ihren Hairstylisten solle sie sich gefälligst an

ihren Rechtsanwalt wenden. Der diensthabende Beamte wies die Anruferin

auch unmissverständlich darauf hin, dass sie sich mit ihrem Vorgehen des

Notrufmissbrauchs verdächtig mache und sich ohne Weiteres eine Anzeige

einhandeln könne.

red

Klären Sie Ihr Kind darüber auf, wie

gefählich es sein kann, bei fremden

Menschen ins Auto zu steigen!

Danke

Lass

Dich nicht

locken!