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NEWS

wirtschaft

pressewoche

S. 7

25. April 2019

Betrieblicher Ansporn zur sozialen Verantwortung

Es ist Ferienzeit in Bayern. Während sich die Schüler wohl ausnahmslos auf die freien Tage freuen, müssen berufstätige Eltern oft eine

Betreuung für ihre Kinder finden. Von der Kooperation des Mehrgenerationenhauses (MGH) mit MEGGLE profitieren Schüler, deren El-

tern und die Azubis der Molkerei. Für Magda, Leo und Benedikt ist dies kein gewöhnlicher Arbeitstag. Für die Auszubildenden der Was-

serburger Molkerei ging es an diesem Morgen nicht in die Megglestraße, sondern in den Stadtteil Burgau. Genauer gesagt in das Mehrge-

nerationenhaus. Dort unterstützen sie das Team des MGH bei der Ferienbetreuung der angemeldeten Schulkinder. Die Kooperation be-

steht schon seit einigen Jahren. Die Molkerei MEGGLE stellt dafür ihre Azubis von den regulären Aufgaben im Betrieb für die Tätigkeiten

im MGH frei. „Wir sind sehr froh, dass MEGGLE uns allein in den Osterferien sechs Auszubildende ausleiht. Nur dadurch können wir so

viele Betreuungsplätze anbieten“, freut sich Maria Hessdörfer, die Leiterin des Wasserburger Mehrgenerationenhauses. Normalerweise

arbeiten die Azubis im Labor, im Büro oder in der Werkstatt. In diesen Schulferien nun malen, basteln oder spielen sie mit den begei-

sterten Kindern. Auch sind die Auszubildenden für das Mittagessen zuständig – also für den Einkauf und das Kochen. Dem Wasserburger

Familienunternehmen MEGGLE ist wichtig, dass die jungen Erwachsenen auch außerhalb ihres eigentlichen Aufgabengebiets soziale Ver-

antwortung übernehmen. Das machen sie aber gerne, denn die Azubis können sich freiwillig für die Betreuung der Schulkinder melden.

Auch in den Pfingstferien werden die MEGGLE-Azubis wieder einige Tage im MGH aushelfen. Anmeldungen für die Ferienbetreuung

nimmt das Mehrgenerationenhaus telefonisch unter 08071 – 9035530 entgegen.

red

MEGGLE-Azubis helfen im Wasserburger Mehrgenerationenhaus

Lobenswertes Engagement – Auch in den Osterferien springen MEGGLE-Azubis bei der Schulkinderbetreuung ein.

Foto: MEGGLE

Mikroplastik-Alarm in der Isar

München – Der SPD-Umweltexperte Florian von Brunn fordert anhand

der hohen Mikroplastik-Belastung in der Isar schnelles Handeln von der

bayerischen Staatsregierung: Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 hat sich

die Belastung in der Isar bei Moosburg gegenüber anderen Messpunkten

flussaufwärts verzehnfacht. Die SPD-Landtagsfraktion hat dazu Anfang

April einen Antrag in den Umweltausschuss des Landtags eingebracht.

Ziel sei, so von Brunn, dass „die Herkunft der Mikroplastikpartikel in bay-

erischen Flüssen, Bächen und Seen, aber auch im Grund-, Trink- und Ab-

wasser sowie generell in der Umwelt Bayerns besser erforscht wird und

so gezielt gegen die Mikroplastik-Belastung vorgegangen werden kann.

Wichtig ist auch, dass Kläranlagen so aufgerüstet werden, ihre Filtersyste-

me der Abwasseranlagen in der Lage sind, kleinste Kunststoffpartikel auch

unter schwersten Bedingungen wie bei Starkregen vollständig aus dem

Abwasser herauszufiltern.“

red

Streckenweise Verzehnfachung der Belastung

Es gilt, die Herkunft von Kunststoffpartikeln in bayerischen

Gewässern zu klären.

Foto: fotolia

Weiter auf dem Erfolgsweg

sieht sich der Kreisverband

der Volksbanken und Raiffei-

senbanken in Rosenheim und

Umgebung. Trotz der heraus-

fordernden Rahmenbedingun-

gen im Bankwesen und in der

Wirtschaft haben die sechs

Banken mit einem dynami-

schen Wachstum beeindruckt.

Die Kernbotschaft des Vor-

standsvorsitzender

Hubert

Kamml anlässlich der Kreis-

verbandssitzung lautete: Ein

gesundes Wachstum in allen

Bereichen. Daran dürfte sich

auch 2019 wenig ändern.

Das erfolgreich abgeschlossene

Jahr 2018 sieht der Vorstandsvor-

sitzende nicht nur als die Summe

verlässlicher und guter Arbeit, son-

dern auch als Vertrauensbeweis

der Kunden in eine Bank vor Ort

mit einem überzeugenden Ge-

schäftsmodell und individueller

Kundenberatung. Und so konnten

die sechs Volks- und Raiffeisenban-

ken der Region in allen Geschäfts-

bereichen gegenüber dem Vorjahr

noch einmal zulegen. Bis Ende

2018 stieg auch die Mitgliederzahl

des Bankenverbundes auf 101 399.

Das entspricht einem Zuwachs von

1964 Mitgliedern gegenüber dem

Vorjahr. Das betreute Kundenvo-

lumen, also die Summe der bilan-

ziellen und außerbilanziellen Kun-

denkredite und Kundeneinlagen,

erhöhte sich um 400 Millionen

Euro auf 13,6 Milliarden Euro. Das

bedeutet ein Plus von drei Prozent

gegenüber 2017. Die kumulierte

Bilanzsumme aller sechs Genos-

senschaftsbanken im Kreisverband

wuchs um 3,6 Prozent auf 6,6 Mil-

liarden Euro. Erfreulich dabei: Das

für die Sicherheit der Bank wichtige

Eigenkapital stieg ebenfalls um 3,6

Prozent auf 854 Millionen Euro an.

Eine Ausnahmeentwicklung war

2018 nicht. „Unsere Kundenkre-

dite und Kundeneinlagen wachsen

auf solider Basis“, bestätigte Kamml.

Die Kreisverbandsbanken seien

damit ein verlässlicher Partner für

die mittelständische Wirtschaft und

ihre Privatkunden und erinnern da-

bei auch an den Förderauftrag nach

dem Genossenschaftsgesetz.

Seit jeher Partner der heimi-

schen Wirtschaft

Blickt man genauer auf die Zah-

len, bestätigt sich das positive Bild.

Die Region ist wirtschaftlich breit

aufgestellt und investierte im ver-

gangenen Jahr kräftig. So konnten

im Kreditgeschäft um sechs Pro-

zentpunkte mehr Kredite ausge-

geben werden als 2017. Die Ge-

samtsumme stieg damit auf knapp

fünf Milliarden Euro. Parallel dazu

wuchsen die Kundeneinlagen trotz

der langanhaltenden Niedrigzins-

phase ebenfalls um 2,9 Prozent auf

knapp fünf Milliarden Euro. Das ist

vor dem Hintergrund der großen

internationalen Herausforderun-

gen im Bankgeschäft eine sehr gute

Leistung, denn derzeit gibt es viele

Krisenherde, die auch der expor-

torientierten Wirtschaft Deutsch-

lands Sorgen bereiten. „Die bei-

den größten Volkswirtschaften der

Welt, USA und China, befinden

sich weiterhin in einem Handels-

krieg. Ein möglicher ungeregelter

BREXIT und die stark unterschied-

liche Wirtschaftskraft innerhalb der

EU sind ernste Themen“, bestätigte

daher auch Kamml.

Positive Entwicklung auf gan-

zer Linie

In den anderen Geschäftsbereichen

der Banken hat sich die Wertschöp-

fung ebenfalls verbessert. So haben

die acht Raiffeisen-Lagerhäuser

einen Warenumsatz von 48 Mil-

lionen Euro erwirtschaftet. Diese

sehr gute Leistung war durch den

Einsatz von 86 Mitarbeitern mög-

lich. Auch mit dem Immobilienge-

schäft war man, trotz der knappen

Angebotssituation in der Region,

sehr zufrieden. Insgesamt wurden

243 Immobilien vermittelt.

Überdurchschnittliche Bilanz

der Volksbanken Raiffeisen-

banken in Bayern

Auch über die Grenzen der Region

hinaus haben die Raiffeisenbanken

in Bayern eine sehr gute Arbeit ge

leistet. Besonders erwähnenswert

auch hier das haftende Eigenkapi

tal. Seit 2008 hat es sich von 9,3

Milliarden Euro auf 17,6 Milliar

den Euro nahezu verdoppelt. Das

scheinen Kunden zu honorieren,

denn auch die Bilanzsumme ist um

47 Prozent angestiegen. Vor allem

die Kredite an Firmenkunden mach

ten einen großen Sprung mit einem

Plus von insgesamt 79 Prozent. Mit

52 Prozent lag der Anstieg bei den

Einlagen niedriger als bei den Kre

diten, fiel aber deutlich höher aus

als bei anderen Bankengruppen.

„Dort liegen sie bei acht Prozent

und 20 Prozent“, so Kamml. Diese

Zahlen würden daher sehr deut

lich das nachhaltige und erfolgrei

che Wirtschaften der bayerischen

Genossenschaften unterstreichen,

betonte der Vorstandsvorsitzen

de. Zudem setze man sich auch

auf politischer Ebene stark für eine

„verhältnismäßige Regulierung“ der

Regionalbanken ein, betonte der

stellvertretende Kreisverbandsvor

sitzende Christian Trattner. Offen

sichtlich mit Erfolg, denn man hab

bereits eine spürbare Entlastung

erreichen können, so Trattner wei

ter.

Soziale Verantwortung für die

Region

2018 feierten die Volksbanken den

200. Geburtstag von Friedrich Wil

helm Raiffeisen. Der soziale Ge

danke war dem Gründer wichtig.

Das ist auch heute noch so, un

so flossen rund eine Million Euro i

Form von Stiftungsgeldern, Spen

den und Sponsoring in soziale Be

reiche, Bildung, Sport und Kultur in

die Region. Mit 10,8 Millionen Euro

Gewerbesteuerzahlungen, Investi

tionen in Höhe von rund 15 Mil

lionen Euro und rund 55 Millione

Euro an Löhnen und Gehälter für

die rund 1219 Mitarbeiter sind und

bleiben die Volks- und Raiffeisen

banken daher ein starker Pfeiler der

Region.

bb

Viele schaffen mehr

Kreisverbandssitzung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Rosenheim und Umgebung

Sichtlich stolz, die Millionengrenze für Spenden, Sponsoring und Stiftungen überschritten zu haben.

Von links: Christian Weber, Anton Wendlinger, Hubert Kamml, Christian Trattner, Florian Kreuz und Werner Strasser

Der soziale Gedanke war

dem Gründer wichtig

Die Bilanzsumme wuchs

um 3,6 Prozent

auf 6,6 Milliarden Euro