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pressewoche

S. 3

25. April 2019

Nach

richten

Aus der Traum

Gelder für Nationalpark drastisch gekürzt

Gefahrenhinweis bei der Anfahrt auf der Basisstraße zum Natio-

nalpark Bayerischer Wald.

Foto: red

München – Im nächsten Jahr soll das 50-jährige Bestehen des Nationalparks

Bayerischer Wald groß begangen werden. 2018 hatte der damalige Umwelt-

minister Marcel Huber dem Schutzgebiet dafür eine Summe von 30 Millionen

Euro zugesagt. Da aber im Haushaltsplan der Regierung keine Rede davon ist,

fällt das Geldgeschenk nun viel knapper aus. Lediglich 1,9 Millionen Euro sollen

dem Ausbau der Einrichtungen für die Parkbesucher zugutekommen und nur

anderthalb Millionen Euro dem touristischen Bereich. Etwa 20 Millionen Euro

aber, die man sehnlich für die Verbesserungen der Straßen erhofft hatte, blei-

ben gänzlich aus. Der Traum von der Straßensanierung zwischen Mauth und

Spiegelau fällt somit komplett ins Wasser. Der für das Jubiläumsjahr erwartete

Besucherstrom wird nun mit den qualitativ schlechten Straßen vorlieb nehmen

müssen. Der Landtagsabgeordnete Alexander Muthmann spricht von einem

gebrochenen Wahlkampfversprechen.

red

Verdrehter Tod

Tiere töten und fressen Wilderer

Schutzgebietsbetreuer weisen immer wieder auf die Gefahren

beim Betreten des Krüger-Nationalparks hin.

Foto: shutterstock

Mpumalanga – Einen sonderbaren Aprilscherz spielte das Leben einem Wil-

derer. Als sich am 1. April fünf Männer durch den südafrikanischen Krüger-

Nationalpark stahlen, um illegal Nashörner zu jagen, wurden sie von einem

Elefanten angegriffen. Vier der Wilddiebe konnten sich in Sicherheit bringen,

mussten aber mit ansehen, wie einer ihrer Gefährten von dem wütenden Tier

zu Tode getrampelt wurde. Nachdem der Elefant abgezogen war, beförderten

die Männer ihren toten Jagdkumpanen zu einer Straße, wo sie ihn liegenließen.

Daraufhin verließen sie den Park und informierten die Angehörigen des Getö-

teten über das Unglück. Nach zweitägiger Suche fanden Ranger anstelle des

vollständigen Leichnams nur noch dessen Schädel und Hose. Löwen hatten

die Gelegenheit ergriffen und sich derweil die Leiche des Wilderers schmecken

lassen. Drei der vier übriggebliebenen Wilddiebe wurden schließlich von der

Polizei festgenommen.

red

Von der Schokoladenseite

Deutschland größter Schoko-Produzent der EU

2017 wurden in der Bundesrepublik umgerechnet 13 Milliarden

Standard-Tafeln Schokolade hergestellt.

Foto: red

Luxemburg – Deutschland zeigt sich von seiner Schokoladenseite. Wie das

Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) jüngst bekanntgab, nimmt

die Bundesrepublik im Ranking der EU-Schokoladenhersteller unangefochte

den ersten Platz ein. 2017 produzierte man hierzulande 1,3 Millionen Tonne

dieses Lebens- und Genussmittels. Damit hat die Bundesrepublik als bevölke

rungsreichster EU-Staat fast ein Drittel der Schokoladenproduktion inne. Den

zweiten Platz auf dem Siegerpodest belegt Italien mit einer Produktion von 0,7

Millionen Tonnen. Die Bronzemedaille teilen sich Frankreich und die Nieder

lande mit jeweils 0,4 Millionen Tonnen. In puncto Schokoladenproduktion stel

len alle diese Länder das für seine Schokolade weltberühmte europäische, aber

nicht der EU angehörige Land Schweiz in den Schatten. Nach Angaben des

CHOCOSUISSE-Bulletin für das Jahr 2017 stellte die Eidgenossenschaft nich

ganz 0,2 Millionen dieser Süßigkeit her.

red

Verführung zum Bahnverkehr

Mehrwertsteuer-Senkung für Tickets geplant

Mit einer Mehrwertsteuer-Senkung sollen Bahntickets im Fern-

verkehr deutlich günstiger werden.

Foto: red

Berlin – „Wem es mit demKlimaschutz und demUmstieg von Auto oder Flugzeug

auf die Bahn ernst ist, der muss bei der Steuer ansetzen“, sagte Bundesverkehrs-

minister Andreas Scheuer unlängst im Gespräch mit der Bild-Zeitung. In diesem

Rahmen gab er seinen Plan bekannt, die Mehrwertsteuer für Bahnfahrkarten von

derzeit 19 Prozent auf 7 Prozent herabzuschrauben. Scheuer hofft damit, den

Bahnverkehr als Pendel- und Reisealternative anziehender zu gestalten und ins-

gesamt 150 Millionen Fahrgäste zum Zugfahren zu verführen. Bei einer Ersparnis

von rund 400 Millionen Euro müsste die Gesamtheit der Bahnfahrenden für Tic-

kets nicht mehr so tief in die Tasche greifen. Scheuer scheint die Maßnahme einer

Steuersenkung sinnvoller und sympathischer als das Aussprechen von Verboten,

Festsetzen von Geschwindigkeitsbegrenzungen, Erheben und Einstreichen von

CO2-Abgaben oder Verteuerungen von Benzin und Diesel.

red

Schwere und leichte Lektüre

Kuriose Bücher-Rekorde

Allerhand Lesestoff: Mehr als 70 000 Buchtitel erscheinen jedes

Jahr in Deutschland.

Foto: red

Frankfurt am Main – Zur Einstimmung auf den Weltbuchtag am 23. April hatte

der Marketing- und Verlagsservice des Deutschen Buchhandels GmbH (MVB)

eine Art Rekord-Buch veröffentlicht. Darin geht es um die Superlative der im

letzten Jahr in Deutschland erschienenen Bücher. Der Titel „Murals of Tibet“,

ein viele Bilder enthaltender Band über tibetanische Wandfresken, nimmt mit

einem Gewicht von 23 Kilogramm den ersten Platz auf dem Siegerpodest der

schwersten Bücher ein. Der aufgrund seiner Unhandlichkeit nötige, mitge-

lieferte hölzerne Buchständer wiegt satte 37 Kilogramm. Die Leichtgewichte

unter den Büchern sind die Werke „Meine 111 besten Einkaufstipps“ mit 17

Gramm und „Digitalisierung. Worüber wir jetzt reden müssen“, ein vom wis-

senschaftlichen Beirat der Bundesregierung herausgegebenes Sachbuch mit 19

Gramm. Letztgenanntes Werk steht mit einem Umfang von nur vier Seiten auf

dem ersten Platz der dünnsten Bücher.

red

Tropen-Mücken-Invasion

Immer mehr Tropenkrankheiten in Europa

Blutsaugende Insekten aus wärmeren Klimazonen finden in Eu-

ropa heimelige Lebensbedingungen vor.

Foto: shutterstock

Amsterdam – Auf dem diesjährigen Europäischen Kongress für klinische Mikro

biologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) machten Wissenschaftler auf eine

besorgniserregende Folgeerscheinung der Klimaerwärmung und Globalisierung

aufmerksam. Immer mehr tropische und subtropische blutsaugende Insektenar

ten dringen nach Europa vor und lösen bei Menschen zum Teil schwerwiegende

Krankheiten aus. So treten seit den letzten zehn Jahren in Frankreich und Kroati

en Fälle von Dengue-Fieber auf, das zuvor nur in tropennahen Ländern grassier

te. Menschen erkranken in Griechenland an Malaria und in Italien und Frankreic

an Chikungunya, einer Fieberkrankheit, die sich früher auf den afrikanischen und

südostasiatischen Raum beschränkte. In Süd- und Mitteleuropa infizieren sich

mehr und mehr Menschen mit dem West-Nil-Fieber. Allein von letzterem wur

den 2018 innerhalb der EU mehr als 1500 Fälle gemeldet.

red

Tod beim Klettern auf Waggon

Jugendliche übersahen Oberleitung

Starkstrom führende Oberleitungen wurden einem waggonklet-

ternden Jugendlichen zum Verhängnis.

Foto: red

Osterhofen – Als einige Jugendliche nachts auf dem Gelände des Osterhofe-

ner Bahnhofs in Niederbayern abhingen, um den Geburtstag eines Freun-

des zu feiern, entstand der Einfall, auf einen abgestellten Kesselwagen – so

nennt man Güterwagen zum Transportieren von Flüssigkeiten und Gasen

– zu klettern. Zwei Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren setzten diese

Idee in die Tat um. Oben angekommen kamen beide mit der offenbar in

der Dunkelheit übersehenen Oberleitung in Berührung. Beide erlitten ei-

nen elektrischen Schlag. Der 16-Jährige verstarb sofort, der andere zog sich

beim Herabstürzen lebensgefährliche Verletzungen zu. Ein ganz ähnliches

Unglück hatte sich in der Nacht zuvor auf dem Bahnhof in Haar bei München

zugetragen. Auch bei diesem Vorfall kam ein Jugendlicher beim leichtsinnigen

Klettern auf einen Waggon ums Leben. Lesen Sie hierzu unsere regionale

Kurznachricht auf Seite 4.

red

Entnazifizierter Hundename

Polizeihund „Rommel“ wurde umbenannt

Ein amerikanischer Personen-Spürhund muss nicht länger einen

geschichtlich belasteten Namen tragen.

Foto: shutterstock

Miami – Unter dem Namen „Rommel“ wurde ein zehn Wochen alter Hund in

einer Twitter-Nachricht des Polizeibüros als Neuzugang und zukünftiger Perso

nen-Spürhund willkommen geheißen. Der Namen des Tiers sorgte für einen

Aufschrei der Entrüstung. Die Namensvetterschaft mit dem NS-Militärbefehls

haber Rommel empfanden viele Kommentierende als geschmacklos (Erwin

Rommel war Generalfeldmarschall der Deutschen Wehrmacht und hatte das

Oberkommando über das Afrikakorps inne. Seine militärischen Erfolge tru

gen ihm den propagandistisch-reißerischen Kampfnamen „Wüstenfuchs“ ein).

Das Sheriff-Büro reagierte beschwichtigend auf den Protest der Follower. Der

Name „Rommel“ sei in keinster Weise nazistisch motiviert, sondern stamme

vom Tierhändler, der den Hund nach einem Haustier aus dessen Kindheits

tagen benannt habe. Im Police-Office aber habe man sich entschlossen, den

Hund nicht länger „Rommel“, sondern „Scout“ zu nennen.

red

Klären Sie Ihr Kind darüber auf, wie

gefählich es sein kann, bei fremden

Menschen ins Auto zu steigen!

Danke

Lass

Dich nicht

locken!