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NEWS

wirtschaft

pressewoche

S. 8

28. Februar 2019

Coole Plattform für Geschäftsreisen

Schutzengel inklusive

Die Welt scheint unsicherer ge-

worden zu sein. Geopolitische

Risiken und Klimakatastrophen

häufen sich. Die aktuellen Aus-

prägungen des internationalen

Terrorismus zeigen, wie schnell

Städte und ganze Regionen in

unberechenbare Entwicklungen

hineingezogen werden können.

Das Thema Sicherheit spielt da-

her nicht nur für Privatreisende,

sondern auch für Business-Rei-

sende eine zunehmend wichtige

Rolle. Firmen haben gegenüber

ihren Mitarbeitern zudem eine

Sorgfaltspflicht, die sogenannte

Duty of Care. Wie das mit dem

führendendigitalenAnbieter für

Serviced Apartments zusam-

menhängt, erklärt Acomodeo

Co-Gründer und Geschäftsfüh-

rer Eric-Jan Krausch.

Eric-Jan, wer steckt hinter dem Start-

Up Acomodeo? Ihr seid ja inzwischen

mit Preisen gut dekoriert.

Krausch (lacht): Wir sind ein Start-up,

das inzwischen schon eher einGrown-

up ist. Ich habe es mit meinem dama-

ligen Mitbewohner David im März

2015 in Frankfurt am Main gegründet.

Er hatte damals eine Agentur, mit der

er für Großkunden wie die BBC und

das ZDF bei Großereignissen Apart-

ments vermittelte. Da die Kosten pro

Buchung immer sehr hoch waren,

rechneten sich kleinere Anfragen für

Einzelreisende nicht. Für sie blieb nur

das Suchen, Finden und Buchen von

professionell geführten Apartments in

Eigenregie. E-Mail-Anfragen und Onli-

ne-Kataloge ohne Direktbuchung wa-

ren da die Regel. Wir haben daraufhin

eine technische Lösung als Plattform

entwickelt. Mittlerweile haben wir 46

Mitarbeiter in Frankfurt, eine Mitarbei-

terin in Indien und einen Mitarbeiter

in Mexiko. Unser digital buchbares

Portfolio professionell betriebener

und geprüfter Serviced Apartments

umfasst inzwischen 400 000 Ver-

tragseinheiten in 120 Ländern, 200

000 weitere stehen in den Startlö-

chern.

Klingt gut, doch was unterscheidet

Euch von Plattformen wie Airbnb?

Krausch: Da gibt es einen klaren Un-

terschied: Wir sind rein für Firmen-

kunden da, die eine temporären Un-

terkunft von einer Nacht bis zu zwei

Jahren benötigen. Wir halten uns bei

der Auswahl der Apartments genau

an die Reiserichtlinien des jeweiligen

Unternehmens, bieten professionel-

le Zahlungsmöglichkeiten und Stan-

dards. Ein weiterer Unterschied ist

die Länge des Aufenthalts. Bei uns

sind es im Durchschnitt 77 Tage.

Wer sind Eure Kunden?

Derzeit nutzen 300 kleinere und

mittlere Unternehmen (KMUs), wie

beispielsweise Automobilzulieferer,

Fußballvereine oder Architektur-

büros, unseren Service. Wir haben

aber auch vier Großkonzerne, da-

von sind zwei im DAX, als Kunden.

Siemens beispielsweise bucht alle

Mitarbeiter-Aufenthalte, die länger

als sieben Nächte dauern, über uns.

Und jetzt zum Schutzengel: Ihr arbei-

tet seit kurzem mit Krisenwarnexperten

A3M aus Tübingen zusammen, das

auch Reiseveranstalter wie die TUI nut-

zen. Warum?

Krausch: Das ist natürlich eine Erwei-

terung unseres Service-Angebotes für

unsere Großkunden, mit dem wir

uns von Mitwettbewerbern abhe-

ben. Wir wollen aber vor allem un-

seren Geschäftsreisen weltweit ein

Höchstmaß an Sicherheit bieten.

Durch die Schnittstelle zum Global

Monitoring-System von A3M ist ein

automatisierter Abgleich von Rei-

sedaten aus dem Buchungssystem

mit drohenden Gefahrenquellen

möglich. Unsere Kunden bezie-

hungsweise deren Travel-Manage-

ment können genau sehen, wie

sich Krisen weltweit entwickeln.

Die Anbindung ist bereits bei ei-

nem Dax-Unternehmen in Betrieb

gegangen – weitere werden in Kür

ze folgen.

Können Sie die Funktionsweise an ei

nem Beispiel erläutern?

Krausch: Das Team von A3M erfasst

kontinuierlich aufkommende Risiken

weltweit. Sie greifen dabei auf mehr

als 500 Nachrichtenquellen vo

News-Agenturen über Social Media

bis hin zu Erdbeben- oder Hurrikan-

und Tsunami-Zentren zurück. Eine

Redaktion analysiert dann die Daten

und speist sie in das eigens entwi-

ckelte Warnsystem ein. Befindet sich

ein Mitarbeiter beispielsweise in einer

Stadt, in der akut politische Unruhe

drohen wie derzeit in Caracas/Vene

zuela, informiert Global Monitorin

den Mitarbeiter und dessen Arbeit

geber per Abgleich seiner Buchungs

daten automatisch via E-Mail oder

SMS über die Gefahrenquelle und

liefert entsprechende Verhaltenstipps.

Gleichzeitig gibt es auch ein Team, das

mit Rat und Tat zur Seite steht.

Vielen Dank für das Gespräch.

Infos:

www.acomodeo.com

*2017 bekam das Acomodeo-Tea

den „Best Practice Award“ des Travel

Industry Club (TIC), kurz darauf ga

es die „Best Agent 2017“-Auszeich

nung der Jury der International Hospi

tality Media für den globalen Markt der

Serviced Apartments. Vergangenes Jahr

wurde das Frankfurter Start-Up als Teil

des German Accelerator Programm

vom deutschen Wirtschaftsministerium

ausgewählt.

bb

Alle Azubis bekommen

bei uns jedes Jahr

Einkaufsgutscheine

im Wert von fast 500€.

Informier dich jetzt über

deine Ausbildung bei uns:

rossmann.de/ausbildung

Jan-Eric Krausch hebt den Markt der Serviced-Appartments ins digitale Zeitalter.

Im Jahr 2013 erhielten die ROSS-

MANN-Marken enerBiO und Al-

terra Naturkosmetik erstmals das

GREEN

BRANDS-Gütesiegel.

Nach den erneuten Auszeichnun-

gen in 2015 und 2017 können

sich beide ROSSMANN-Marken

auch 2019 über den Award freuen.

Die unabhängige und selbständi-

ge Organisation GREEN BRANDS

bekennt sich zu den ökologischen

Grundpfeilern Umweltschutz, Kli-

maschutz und Nachhaltigkeit. Da-

bei werden vor allem die Marken

geehrt und gefördert, die die Nach-

haltigkeit und den Schutz des Klimas

und der Umwelt ernst nehmen und

durch eine aufwendige und strenge

Validierung belegen können.

Hohe Auszeichnung

enerBiO und Alterra Naturkosmetik erhalten den

GREEN BRANDS-Award

– Anzeige –

München – Nach Mitteilungen

des Sozialreferats wird die durch-

schnittliche Miete im neuen Miet-

spiegel 2019 im Vergleich zum

Mietspiegel 2017 um 4,1 Prozent

steigen. Somit wird Realität, was

der Mieterverein München be-

fürchtet hatte: Die Mieten stei-

gen stärker als der Verbraucher-

preisindex (Inflationsrate).

„Nach dem Index wäre der Mietspiegel

lediglich um 3,49 Prozent nach oben

gegangen. Und die Erhöhung hätte alle

Münchner Mieter gleich belastet in den

Stadtteilen“, sagt Volker Rastätter, Ge-

schäftsführer des Münchener Mieter-

vereins.

Die durchschnittliche Miete steigt laut

Sozialreferat von 11,23 Euro pro Qua-

dratmeter auf 11,69 Euro pro Qua-

dratmeter. „Dieser durchschnittliche

Preis sagt aber noch nichts darüber aus,

wie die Mieter in den unterschiedlichen

Bezirken betroffen sind. Es ist davon

auszugehen, dass die Steigerung etwa

in den Lagen innerhalb des Mittleren

Rings deutlich höher ausfällt“, sagt Ra-

stätter. Laut einer Übersichtskarte des

Sozialreferats liegt die durchschnittliche

Nettomiete in den Innenstadtbereichen

bei bis zu 12,51 Euro. Der endgültige

Mietspiegel mit allen Details soll am 14.

März im Sozialausschuss verabschiedet

und dann veröffentlich werden. Laut

Rastätter können sich die Mieter erst zu

diesem Zeitpunkt ausrechnen, welch

Steigerungen für ihre konkrete Lage

und ihre Wohnung mit allen Zu- un

Abschlägen auf sie zukommen. De

Mieterverein München unterstützt alle

Initiativen und Bemühungen, die eine

Änderung der Gesetzeslage zum qua

lifizierten Mietspiegel auf Bundesebene

antreiben. Denn: „Momentan ist der

Mietspiegel eine Farce: Er ist in Wahr

heit ein Mieterhöhungsspiegel“, sagt

Rastätter. Um das zu ändern, müsste

alle Bestandsmieten in den Mietspiegel

aufgenommen werden. „Und nicht nu

die Mieten von Neuvermietungen ode

Mietänderungen der letzten vier Jahre“.

Laut Rastätter treibe das die Preise im

mer mehr nach oben.

red

Schlimmste Befürchtungen ...

Mietpreise in München steigen stärker als Verbraucherpreise