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osenheim – Vereinfacht ge-

agt wird bei der Bestäubung

on Samenpflanzenmännlicher

lütenstaub auf das weibliche

mpfangsorgan, die Blüten-

arbe, übertragen. Bei einigen

flanzenarten geschieht diese

bertragung durch den Wind,

ei Wasserpflanzen über das

edium Wasser. Die meisten

rten jedoch sind dabei auf

lütenbesuchende

Insekten

ngewiesen.

ei bestäubenden Insekten denkt

an vor allem an Honig- und Wild-

ienen. Doch auch andere Grup-

en wie Wespen, Hummeln und

chwebfliegen und die überaus

rtenreiche Familie der Schmetter-

inge leisten unverzichtbare Dien-

te als Bestäuber. Dabei suchen sie

icht nur Wildblumen und blühen-

e Bäume auf. Vor allem die Blüten

andwirtschaftlich ausgesäter Pflan-

en sind auf die Besuche bestäu-

ender Insektenarten angewiesen.

ebenbei bemerkt: Hummeln,

espen und Hornissen fliegen –

m Gegensatz zu Bienen – auch bei

schlechtem Wetter Blüten an.

Dass nun ausgerechnet die blüten-

besuchenden Insekten immer we-

niger werden, gibt berechtigten An-

lass zur Sorge. Dieser Rückgang hat

dabei verschiedene Gründe. Die

Varroa-Milbe, ein aus Asien einge-

schleppter, krankmachender Parasit,

befällt ausgewachsene Bienen und

deren Brut. Ein ganzer Bienenstock

kann dadurch innerhalb kürzester

Zeit dahingerafft werden.

In der konventionellen Landwirt-

schaft eingesetzte Pflanzenschutz-

mittel, die Neonictotinoide enthal-

ten, bewirken bei den bestäubenden

Insekten meist eine tödlich endende

Schwächung des Allgemeinzustands

und ebenso fatale neurologische

Schädigungen. Letztere führen oft

zum völligen Verlust des Orientie-

rungssinnes, was für Bienen, Wes-

pen und Hummeln als staatenbil-

dende und ortsgebundene Insekten

das Todesurteil bedeutet.

Vor allem aber hat der monokul-

turelle Agrartrend der letzten Jahr-

zehnte zum Insektensterben und

Artenschwund beigetragen. Wild-

kräuter sind auf konventionell be-

wirtschafteten Ackerflächen nicht

mehr willkommen. Einzig Raps und

Obstbäume liefern als Kulturpflan-

zen örtlich ausreichend Pollen und

Blütennektar. Wenn aber im Som-

mer schließlich deren Blüte vorüber

ist, beginnt für die bestäubenden In-

sekten eine entbehrungsreiche Zeit.

Nach Versiegen dieser Nahrungs-

quellen werden sie immer schwä-

cher und ausgezehrter.

Im Gegensatz zu früher stellen Wie-

sen und Weiden für die hungerlei-

denden Insekten keine klassische

Nahrungsgrundlage mehr dar. Da

die Mahd immer öfter vor der Blüte

erfolgt, wird die Grünflächen-Flora

immer artenärmer.

Aber auch die Blumenkästen und

Pflanzkübel auf Balkons eignen sich

kaum als Nahrungsquellen. Zwar

sind Balkonblumen wie Gerani-

en, Fleißige Lieschen und Petuni-

en hübsch anzuschauen. Aufgrund

ihrer Überzüchtung jedoch liefern

sie kaum oder gar keinen Nektar

mehr.

An diesem Punkt des katastrophalen

und uns alle betreffenden Missstands

nun setzt die große Pflanzaktion an,

die wir in Zusammenarbeit mit dem

Mineralwasserabfüller St. Leonhards

durchführen möchten. Dabei geht es

nicht nur darum, ein deutliches Zei-

chen zu setzen. Auch die praktische

Mithilfe der

pressewoche

-Leser ist

gefragt. Wenn Sie einen wirkungs-

vollen und maßgeblichen Anteil an

dieser Akton haben wollen und mit

eigenem Zutun zum Überleben

vieler Insekten beitragen möchten,

lesen Sie bitte den unten stehenden

Informationskasten. Helfen Sie mit.

Ihr persönliches Engagement ist ge-

fragt.

pw

Die Varroa-Milbe rafft

ganze Bienenvölker dahin

xxx

Borretsch

Dill

Kornblume

Koriander

Malve

Ölrettich

Schwarz-

kümmmel

Ringelblume

Weißer Senf

Bienenweide

Große Pflanzaktion mit St. Leonhards

Gemeinsam mit Ihnen wollen wir einen Hektar

Wildblumenwiese pflanzen

MIT DER NATUR IM REINEN

Ein Hektar voller Nektar: 10 000 Quatratmeter Wildblumenwiese schaffen Nahrung für Millionen von Insekten. Egal ob Biene, Schmetterling, Käfer oder Sie selbst – jeder profitiert von dieser Aktion.

Helfen Sie mit!

Wenn wir an das Wohl unserer Kinder denken, müssen wir handeln.

Fotos: sutterstock

Fleißige Bestäuber: Hummeln fliegen auch bei kühleren Temperaturen und leichtem Regen.

Wir brauchen Ihre Hilfe!

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir noch in diesem Jahr einen Hektar, das heißt 10 000 Quadratmeter Na-

turblumenwiese aussäen. Allein damit wären Millionen von Bienen, Schmetterlingen und anderen blütenbesu-

chenden Insekten mit Futter versorgt.

Helfen Sie mit und pflanzen Sie einen Quadratmeter Wildblumen in Ihrem Gar-

ten oder Grundstück.

Senden Sie einfach ein mit 70 Cent frankiertes und mit Ihrer Anschrift versehenes Rückkuvert an die unten

stehende Adresse. In IhremRückumschlag verpackt bekommen Sie von uns 10 Gramm lose Samenmischung

aus Koriander, Malve, Borretsch, Schwarzkümmel, Kornblume, Weißer Senf, Dill, Ölrettich, Ringelblume und

auch der Bienenweide, einer Pflanze mit einem im Sinne der Aktion sehr aussagekräftigen Namen.

Machen Sie mit. Pflanzen Sie eine bis in den November blühende Futterinsel, in der unsere blütenbesuchen-

den Freunde bis spät ins Jahr hinein Nahrung finden.

pressewoche

VerlagsGmbH, Wendelsteinstr. 19a, 83098 Brannenburg

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