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pressewoche

S. 13

28. Februar 2019

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Kino

Das Kulturmagazin

Austrofred – Das Phänomen

„Der coolste Hund von Wien“

Austrofred ist ein Phänomen:

Seit 2002 ist der gutaussehende

Oberösterreicher mittlerweile

aktiv, und dabei noch genauso

getrieben und voller Power wie

zu Beginn seiner Karriere, al-

lerhöchstens das Deckhaar ist

eine Spur ökonomischer gewor-

den und der Bauch einen Hauch

männlicher.

Wer selber ohne Alterserscheinung

ist, der werfe den ersten Stein. Filme

hat er in dieser Zeit gedreht, Fernse-

hen, fünf hocherfolgreiche Bücher ge-

schrieben, an die 700 Lesungen und

Konzerte absolviert, Politveranstal-

tungen und Modeschauen moderiert,

Handtücher entworfen und darüber

hinaus das Comeback der öster-

reichischen Sprache in der Popmu-

sik und des Wiener Schnitzels in der

Gastronomie wegweisend befördert.

Und dabei hat er immer brilliert. Der

Champion, wie ihn seine Fans liebe-

voll nennen, ist „too big to fail“.

Aber bei allem, was der umtriebi-

ge Tausendsassa so hocherfolgreich

treibt – zur absoluten Höchstleistung

läuft er bei seinen Konzerten auf. Da

passiert etwas, das mit Worten nicht

zu beschreiben ist, da wird Austro-

fred zu mehr als der Summe seiner

Körperteile. Die zur Trademark ge-

wordene Mischung aus Queen-Musik

und Austropop-Texten wirkt auf den

ersten Blick krude und komisch, auf

den zweiten frech und charmant, auf

den dritten einfach nur mehr grandi-

os. Wer den Text von „Märchenprinz“

zu „Bohemian Rhapsody“ singt und

„Schifoan“ zu „We will rock you“, der

ist entweder ein Genie oder ein Ge-

nie. Dazu ein Freddie-Mercury-Outfit

auf Madame Tussaud’s-Niveau, ausge-

suchte Wembley-Moves und ein ge-

pflegter Schnauzbart – Austrofred hat

eindeutig das, was der Rock’n’Roller

Jerry Lee Lewis „Great Balls of Fire“

nennt:

große

Feuer-Eier.

red

Der Gruppe Queen hat Austrofred sein Bühnendasein gewidmet. Und das mit Haut und Haa-

ren.

Foto: Ingo Pertramer

Ein hoch

sympathischer

Wahnsinniger

Rock the Circus – Musik für die Augen

Mitreißend, spektakulär, einzigartig

Menschen, Songs & Sensatio-

nen: Hier wächst zusammen,

was zusammengehört – atem-

beraubende Artistik und kraft-

volle Rockmusik aus fünf Jahr-

zehnten.

Kreativität und Risikobereitschaft,

virtuose Fingerfertigkeit und der Mut

zur großen Emotion: Das verbindet

die Welt des Rock´n´Roll seit jeher

mit der Welt des Zirkus. Ob unter

der Kuppel eines Zirkuszeltes oder

auf den Bühnenbrettern, die die

Welt bedeuten – Künstler aus bei-

den Disziplinen eint die Freude am

großen Auftritt und der Sinn für ful-

minantes Entertainment.

Ob die Finger eines Gitarristen über

die Saiten fliegen oder ein Jongleur

die Bälle tanzen lässt: Schon immer

staunen wir alle gerne über Kreati-

vität und Können, Tempo und Wa-

gemut – sei es in der Konzerthalle

oder rund um die Manege.

Ebenso naheliegend wie überzeu-

gend daher die Idee des britischen

Star-Choreographen Stuart Glover,

Zirkus und Rock endlich zusammen

zu denken. Glover hat für weltbe-

kannte Popkünstler ebenso gear-

beitet wie für erfolgreiche TV- und

Bühnenshows – und hat nun eine

Show kreiert, die legendäre Rock-

songs mit vielseitigen Showelemen-

ten, Tanzperformances und hoch-

klassiger Artistik verschmelzen lässt.

ROCK THE CIRCUS – eine Show,

die die Augen tanzen lässt!

7. April / Ku‘Ko / 19 Uhr

Zirkus und Rock

waren sich noch

nie näher

Eine Mischung aus Akrobatik, Jonglage und Magie sorgt für gute Unterhaltung.

Foto: Oliver Lückmann

Termin

Austro-Pop von Leiwaund

zu Gast im Bürgerhaus

Raubling am Freitag,

22. März um 20 Uhr

Hamburg-St. Pauli in den Siebzigerjahren: Auf den ersten Blick ist Fritz „Fie

te“ Honka ein bemitleidenswerter Verlierertyp. Seine Nächte durchzech

der Mann mit dem kaputten Gesicht in der Kiezkaschemme „Zum Goldenen

Handschuh“ und stellt einsamen Frauen nach. Keiner der Stammgäste ahnt,

dass der scheinbar harmlose Fiete in Wahrheit ein Monster ist.

Fatih Akins Horrorfilm DER GOLDENE HANDSCHUH basiert auf dem wah

ren Fall sowie dem gleichnamigen Roman von Heinz Strunk. Er erzählt die

Geschichte des Frauenmörders Fritz Honka und seiner Stammkneipe, „Zum

Goldenen Handschuh“, wo deutsche Schlager zu Tränen rühren und der Suff

gegen Sehnsucht und Schmerz helfen soll.

Der goldene

Handschuh