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nur 1,90 €

KOSTENLOS

AUSGABE NUMMER:

422

28. februar bis 13. märz 2019

Das kostenlose

14-tägliche Zeitungsmagazin

Für Nachrichten, Wirtschaft und Kultur

R O S E N H E I M M i e s b a c h T r a u n s t e i n E b e r s b e r g M ü h l d o r f K u f s t e i n

14. Jahrgang

Das nächste Mal erscheint die

pressewoche

kostenlos am 14. März 2019

Sie möchten die

pressewoche

geliefert bekommen? Abo-Hotline: 08031/233 86 - 29,

info@pressewoche.de

Seiten

Blick

Von Beatrix boutonnet

Das Kulturmagazin

wird

präsentiert von:

Da läuft was schief!

Der Wirtschaft geht es gut, aber die Kluft zwischen Arm und

Reich wird immer größer. Zeit zum Handeln.

Lasst das mal den Biber machen

Angenagte und gefällte Bäume, gestaute Bachläufe – Frisch bezogene Biberreviere wirken auf den ersten Blick chaotisch. Lässt man den Biber aber gewähren, ent-

wachsen daraus intakte Ökosysteme mit einer verblüffenden Vielfalt tierischer und pflanzlicher Arten.

Mehr dazu auf Seite 2

Foto: shutterstock

08031 - 21 92 30 |

Ellmaierstraße 2-4 | 83022 Rosenheim

www.hartl-bestattungen.de

Christoph Kuntze

-

Trauerberater

... gemeinsammit

Tradition

,

Herz

und

Erfahrung

!

„Ich nehme keine Trauer,

aber ich helfe Ihnen

diese zu verstehen.“

Das

WETTER

für Oberbayern vom 28. Feb. bis 13. März

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Do FR SA SO MO DI MI

Es sind erschreckende Zahlen. Fast

jede zweite Rente in Deutschland liegt

unter 800 Euro. Frauen sind dabei die

ärmeren Rentner. Zwei Drittel aller

Bezieher von Niedrigrenten sind weib-

lich. Kein Wunder: Frauen sind öfter

nicht berufstätig als Männer,

arbeiteten mehr Teilzeit,

unterbrechen häufiger we-

gen Kindererziehung und

Pflege ihre Erwerbsarbeit

und verdienen im Schnitt

immer noch weniger. All das

hat Konsequenzen für die

finanzielle Alterssicherung.

Steuerlich und rechtlich ist

das korrekt, gerecht ist es nicht. Wenn

eine Friseurin 40 Jahre lang zum Min-

destlohn gearbeitet hat, gerade einmal

514 Euro Rente bekommt, ist das vor

allem eins: unwürdig. Nicht mehr und

nicht weniger. Szenenwechsel: Die

gewerkschaftsnahe Böckler-Stiftung hat

ermittelt, dass ein Topmanager eines

Dax-Unternehmens durchschnittlich

71-mal so viel verdient, wie ein durch-

schnittlicher Mitarbeiter seines Unter-

nehmens. 2005 lag dieser Wert noch

bei 42. Vertraglich gibt’s daran nichts zu

rütteln. Aber sachlich begründbar sind

Millionengehälter nicht immer. Sze-

nenwechsel: Am Rande des Weltwirt-

schaftsgipfels in Davos veröffentlichte

Oxfam wieder aktuelle Zahlen. Sie be-

legen, dass das Vermögen der Reichen

sprunghaft angestiegen ist, während

– trotz Verbesserung - immer noch 736

Millionen Menschen in extremer Armut

– also von maximal 1,90 US-Dollar pro

Tag - leben. Ist Reichtum also unmo-

ralisch? Nicht per se. Die moralische

Beurteilung von Reichtum hängt vor

allem davon ab, wie man ihn einsetzt.

Denn: Eigentum verpflichtet, so steht

es in Artikel 14, Abschnitt 2 des Grund-

gesetzes. Dieser gilt übrigens auch für

Großkonzerne, die Steuerschlupflö-

cher nutzen und die Gehälter

auf Mindestlöhne drücken.

Die Gerechtigkeit, genauer

gesagt die soziale Gerech-

tigkeit, ist vielen Menschen

wichtig – vor allem bei öko-

nomischen Themen. Das

dort zunehmende soziale

Ungleichgewicht macht da-

her immer mehr Menschen

wütend. In der Politik erleben wir des-

halb auch Debatten in neuer Wucht.

Sie wirken aber eher wie Nebelker-

zen, um zu verhüllen, dass seit Jah-

ren mehr Rückschritte als Fortschritte

gemacht werden. Denn kommt eine

vernünftige Idee für mehr soziale Ge-

rechtigkeit, Umwelt-, Gesundheits-,

und Klimaschutz, wird sie meist sofort

im Keim erstickt. Es braucht auch keine

neuen Zahlenspiele und Studien mehr,

sondern eine grundsätzliche Haltung in

der Politik und der Wirtschaft, sich wirk-

lich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Diese sollten auch wir Bürger wieder

vermehrt an den Tag legen, statt immer

nur zu meckern. Dazu gehört auch,

dass wir bereit sind, gerechte Preise zu

zahlen. Haltung hat viel mit Anstand zu

tun. Anstand ist nicht immer schwarz

oder weiß – es gibt auch Schattie-

rungen. Doch unsichtbar ist er nie. Das

bedeutet auch: Leistung hat ihren Preis.

Deshalbmüssen endlich alle verdienen,

was sie wirklich verdienen.

Dann senden Sie uns Ihre Bewerbung an:

pressewoche

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Wendelsteinstr. 19a • 83098 Brannenburg

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