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NEWS

wirtschaft

pressewoche

S. 7

17. Januar 2019

bei uns

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Leasingrate: 87,– €, Gesamtkreditbetrag: 22.725,– €, effektiver Jahreszins: 0,99 %,

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Jahr): 10.000.

* Summe aus Leasingsonderzahlung und monatlichen Leasingraten sowie geson-

derter Abrechnung von Mehr- und Minderkilometern nach Vertragsende (Freigrenze

2.500 km). Händler-Überführungskosten in Höhe von 749,– € sind nicht enthalten und

müssen an Autohaus Englhart GmbH separat entrichtet werden.

Ein Angebot der Opel Leasing GmbH, Mainzer Straße 190, 65428 Rüsselsheim, für die

Autohaus Englhart GmbH als ungebundener Vermittler tätig ist. Nach

Vertragsabschluss steht Ihnen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Alle Preisangaben

verstehen sich inkl. MwSt.

Kraftstoffverbrauch³ in l/100 km, innerorts: 7,0-6,9;

außerorts: 4,8-4,6; kombiniert: 5,6-5,4; CO

2

-Emission,

kombiniert: 128-125 g/km (gemäß VO (EG) Nr. 715/2007,

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7HO

Auch abseits vom freien

Markt fehlt bezahlbarer

Wohnraum vor allem in und

um München. Was hilft?

Mehr Bauland ausweisen

und Neubauten vereinfa-

chen. Doch auch häufiger

neue Wege zu gehen, würde

die Wohnungsnot lindern.

Drei von vier Menschen in

Deutschland machen sich Sor-

gen um die steigenden Mieten,

so eine Umfrage der Caritas.

Das Problem der Lücke beim

bezahlbaren Wohnraum ist allen

bekannt, neu ist nur, dass immer

mehr Menschen aus der Mittel-

schicht darin Risiken für sich se-

hen.

Wohnungsnot als gesell-

schaftlicher Sprengstoff

Eine bezahlbare Wohnung in

München, Rosenheim oder

Ebersberg ist inzwischen nicht

nur für Geringverdiener schwie-

rig. Der Wohnungsmangel als

Problem hat die Mittelschicht

erreicht. Steigende Mieten tref-

fen inzwischen nicht länger nur

Menschen mit geringem Ein-

kommen. Auch Krankenschwes-

tern, Polizisten, Handwerker

oder Erzieherinnen spüren, dass

bezahlbarer Wohnraum mitt-

lerweile Mangelware ist. Wohl-

fahrtsverbände wie die Caritas

sehen Bund, Länder und Kom-

munen stärker in der Pflicht.

Lösungsmöglichkeit: Mehr

neues Wohnen nach dem

Tiny-Tall-Shared Prinzip

Doch Grundstücke in Ballungs-

räumen lassen sich nicht beliebig

vervielfältigen. Facharbeiter am

Bau sind Mangelware. Wie lässt

sich dennoch eine Lösung aus

dem Dilemma finden? Die De-

batten laufen seit längerem heiß

um die Fragen, wie bauen wir

schneller und kostengünstiger –

und vor allem wo? Muss es wie-

der Großsiedlungen wie in den

70iger Jahren geben, die oft zu

Sammelbecken für gesellschaft-

liche Verlierer wurden? Oder

kann man serielles Bauen auch

anders denken, wie beispiels-

weise in Singapur, wo Straßen

und Bahnen überbaut werden

und die Apartments mit kleine-

ren Grundflächen auskommen?

Professor Dr. Thomas Jocher

von der Universität Stuttgart

sieht vor allem im stark gestie-

genen Flächenanspruch einen

großen Hebel. Waren es 1972

noch 25 Quadratmeter Wohn-

fläche pro Person, so sind es

heute über 45 Quadratmeter.

Kombiniert mit immer noch

steigenden Bodenpreisen und

hohen gesetzlichen Vorgaben

könne das nur zu steigenden

Mieten führen. Einen weiteren

Problemkreis sieht er in der zu-

nehmenden Technik in den Ge-

bäuden. Das sei zwar spannend

im Sinne der Digitalisierung,

aber eben auch kostenintensiv.

Man müsse daher vieles wie-

der minimalistischer und prag-

matischer umsetzen, so seine

Forderung. Indem man kleinere

Wohnungen (tiny) baut, Räume

gemeinsam (shared) nutzt und

auch Themen wie Nachverdich-

tung und Aufstockung (tall) nicht

außenvorlässt, könnte man die

Spirale durchbrechen.

Die Renaissance der Werks-

wohnungen

Umgesetzt hat Jocher das schon

mit einem Entwurf für die B&O

Gruppe. Dr. Ernst Böhm, B&O-

Aufsichtsratsvorsitzender, setzt

wie Jocher ebenfalls auf weit-

sichtige, solide und bezahlbare

Bauprojekte. Und so entstand in

dem neuen Mixed Use Wohn-

gebiet in Nord-Schwabing auf

dem Gelände der alten Funker-

kaserne am Domagkpark ein

Gebäude, das dem Prinzip Tiny-

Tall-Shared entspricht. Die Stadt

München will mit dem Pilotpro-

jekt das Thema Werkswohnun-

gen neu beleben. Entstanden ist

ein ungewöhnliches Holz-Hy-

brid-Haus, das sich nahtlos in die

Umgebung einpasst. Interessant

dabei sind hier die Clusterwoh-

nungen, eine Art „WG de luxe“,

bei der sich sechs bis sieben

Bewohner Küche, Balkon und

ein großes Wohnzimmer teilen,

selbst aber einen eigenen Wohn-

raum mit Nasszelle haben. „Es

ist an der Zeit, die Rahmenbe-

dingungen für die Schaffung von

neuem Wohnraum offen und mit

der notwendigen Konsequenz

zu diskutieren“, unterstreichen

Böhm und Jocher. Nur so könne

der Aufbruch zu bezahlbarem

Wohnen gelingen. Ihr Credo: Es

muss eine neue Bescheidenheit

beim Wohnen und Bauen in den

Ballungsgebieten einziehen. Es

gelte, sich auf das Wesentliche

besinnen. Zudem müsse der

Wohnungsbau wieder als das

sozial- und stadtpolitische In-

strument genutzt werden, das

er einst war.

Holz-Hybrid-Bauten und seri-

eller Wohnungsbau der neuen

Generation können dazu bau-

technische Hilfestellungen bie-

ten, denn das Bauen geht hier

schnell voran. Das spart Kosten

und macht eine schnellere Ver-

mietung möglich. Ein weiterer

Vorteil: Durch die schlankeren

Wände benötigt man weni-

ger Fläche. Parallel dazu ist die

Qualität höher, da die Fertigung

in der Fabrik erfolgt. Besonders

bei Fertig-Bädern wirke sich dies

sehr positiv aus. In den nach In-

dustrie 4.0 ausgelegten Anlagen

ist die Fertigung nach Stückzahl

bereits heute möglich. Moderne

Software-Systeme helfen von

der Planungsseite (zum Beispiel

von B&O das Programm bo.om

und verschiedene Apps). So

kann schnell und kostengünstig

gebaut werden.

bb

Wohnungsmangel in Bayern

Interesse geweckt?

pressewoche

VerlagsGmbH

Wendelsteinstr. 19a • 83098 Brannenburg

E-Mail: info@

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Teilzeit mit ca. 20 Std. wtl.

Wohnen macht immer mehr Menschen in Ballungszentren arm

BezahlbaresWohnen:

Große Lücke

An den Fakten gibt es nichts zu

rütteln. Es wurden und werden

immer noch zu wenig bezahlbare

Wohnungen gebaut. Am höch-

sten war die Quote in den 60er-

Jahren, seither geht es bergab.

Dabei gibt einen riesigen Bedarf

– vor allem in Metropolregionen.

Vom Wohnungsmangel und den

hohen Mieten sind immer mehr

Haushalte betroffen, zunehmend

auch Haushalte mit mittleren

Einkommen. Kein Wunder: Eine

Million bezahlbare Wohnungen

fehlen in Deutschland laut Mie-

terbund. Bis 2021 müssten jährlich

400 000 Wohnungen gebaut wer-

den, um den Bedarf zu decken,

davon mindestens 140 000 im

bezahlbaren Bereich und im so-

zialen Wohnungsbau. Doch die

Fördersysteme laufen vielerorts

ins Leere, privaten Investoren ist

die Rendite zu gering. Von politi-

scher Seite läuft die Ankurbelung

des bezahlbaren Wohnens sehr

zögerlich an.

Viel Grün, der Baustoff Holz und intelligente Wohnungszuschnitte sorgen für hohe Lebensqualität

Innovative Werkswohnungen in Holz-Hybrid-Bauweise

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