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NEWS

wirtschaft

S. 8

13. Dezember 2018

Rosenheim – Wenn es um gutes

Bier geht, dann hat die Flötzin-

ger Brauerei in Rosenheim ein

Wörtchen mitzureden. Wie man

es schafft, eine derart konstan-

te Qualität zu brauen, hat uns

Andreas Steegmüller-Pyhrr er-

klärt.

„Die Qualitätssicherung beginnt in

der Brauerei bereits bei der Aus-

wahl der Rohstoffe. Bayerische

Braugerste und Brauweizen sowie

Hallertauer und Tettnanger Hopfen

bilden zusammen mit dem Brau-

wasser aus unserem eigenen Brun-

nen die Grundlage für unser gutes

Bier. Die Hefe, der vierte wichtige

Bestandteil bei der Bierherstellung,

züchten wir in unserer eigenen

Reinzuchtanlage, wobei wir die

Vitalität und Sauberkeit der Hefe

laufend unter dem Mikroskop kon-

trollieren.

Chemisch-technische

und biologische Analysen begleiten

die einzelnen Produktionsschrit-

te bei der Bierherstellung von der

Malzanlieferung bis zur abgefüllten

Flasche.

Wir verlassen uns bei der Qualitäts-

kontrolle aber nicht nur auf techni-

sche Analysen, sondern legen bei

täglichen Verkostungen auch Wert

auf den feinen Geschmack der

Flötzinger Biere. Wir legen auch

ein besonderes Augenmerk auf die

Funktionstüchtigkeit unserer Pro-

duktions- und Abfüllanlagen. Mit

regelmäßigen Kontrollen und War-

tungsplänen versuchen wir Störun-

gen an den Aggregaten zu vermei-

den. Jeder einzelne Sud wird vom

Sudhaus bis in die Flasche oder

das Fass überwacht. Dazu werden

nach einem ausgefeilten Plan stän-

dig Proben gezogen, die dann im

Labor weiter untersucht werden.

Der Braumeister überprüft hier

bei die Stammwürze, die Farbe,

die Bittere, den Vergärungsgrad,

die Reifung, die Mikrobiologie, den

Schaum..... Und natürlich imme

den Geschmack und den Geruch

des Bieres.

Aber was wäre ein Unternehmen

ohne seine Mitarbeiter? Qualität

bedeutet stets eine Mannschaft, auf

die man sich verlassen kann und

die sich ihrer Verantwortung bei

der Herstellung unseres „Grund

nahrungsmittels“ bewusst ist. So

haben wir auch in diesem Jahr bei

unserer Betriebsversammlung im

Bräustüberl zwei besonders ver

diente Mitarbeiter ehren dürfen.

Beide Jubilare, Roland Diener als

Bierfahrer und Simon Polz als Zelt

meister, sind jedes Jahr feste Grö

ßen auf dem Rosenheimer Herbst

fest und Teil unserer 475-jährigen

Firmengeschichte.

Flötzinger Bräu: Qualität auf hohem Niveau

Warum es sich lohnt, zum besseren Bier zu greifen

Ehrung der Mitarbeiter v.l. Franz und Martha Steegmüller, Roland Diener (20 Jahre), Angelika Wildgruber (Personalleitung), Simon Polz (30 Jahre),

Wolfgang Dichtl (Prokurist), Marisa und Andreas Steegmüller-Pyhrr.

„Das Brauwasser aus

unserem Brunnen ist

die Grundlage für

unser gutes Bier.“

„Wir züchten Hefe in

unserer eigenen Rein-

zuchtanlage.“

Das Kernelement von KI-Sy-

stemen ist die Fähigkeit des

eigenständigen Lernens. Durch

die Nutzung und Beobachtung

großer Datenmengen ist es

einer künstlichen Intelligenz

möglich, Zusammenhänge zu

erkennen und die gewonnenen

Erkenntnisse auf zukünftige Ar-

beitsschritte zu projizieren. In

der Regel werden einer KI so-

genannte Trainingsphasen ge-

stattet, in der sie mit Daten ge-

füttert wird und daraus lernen

kann.

Wolfgang Janhsen, Leiter der Ro-

senheimer Geschäftsstelle der IHK

für München und Oberbayern ist

sich sicher: „Für die Wirtschaft er-

geben sich nicht nur völlig neue Ge-

schäftsmodelle sondern auch hoch-

innovative Möglichkeiten, Prozesse

und Abläufe zu verbessern und die

Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.“

Künstliche Intelligenz gibt es in zahl-

reichen Erscheinungsformen. Bei

den aktuell bereits im Einsatz be-

findlichen Lösungen handelt es sich

um sogenannte „schwache KI“ (Ar-

tificial Narrow Intelligence). Wobei

man sich von dem Begriff „schwach“

nicht täuschen lassen sollte. Auch

diese Lösungen verfügen über un-

glaubliches Potenzial und eine enor-

me Leistungsfähigkeit. Ihr besonde-

res Merkmal ist, dass sie jeweils auf

spezifische Aufgaben ausgerichtet

sind, die sie hervorragend ausführen

können. Bekannte Beispiele solcher

Technologien sind unter anderem

autonome Fahrsysteme, Suchalgo-

rithmen, Gesichtserkennung oder

Sprachsteuerungssoftware.

Auch

Schach- und Go-Programme basie-

ren auf dieser Technologie.

Eine „starke KI“(Strong Artificial In-

telligence) ist das eigentliche Ziel

der Entwicklung, denn sie soll eines

Tages das Maß der menschlichen

Intelligenz erreichen. Prognosen er-

warten diese jedoch erst in zwei bis

drei Jahrzehnten.

Aber auch die heute in der Praxis

befindlichen Anwendungen über-

zeugen Kunden und Unternehmen

gleichermaßen durch ihren Nut-

zen. Beispiel Navigationssysteme:

herkömmliche Modelle arbeiten

mit fest hinterlegten Karten und in-

tegrieren Statusmeldungen, in der

Regel aus dem Verkehrsfunk, in die

Routenplanung. Abgesehen von der

zeitlichen Verzögerung können vor

allem Folge- und Wechselwirkungen

nicht berücksichtigt werden. Web

bzw. Cloudbasierte Navigationssy-

steme werten dagegen permanent

unglaubliche Mengen von aktuellen

Fahrzeug- und Verkehrsdaten aus

und können quasi live auf sich verän-

dernde Verkehrssituationen reagie-

ren. Bei Bedarf sogar individuell auf

Ebene eines einzelnen Fahrzeugs.

Unglaubliche Fortschritte haben KI

Systeme auch im Kundenservice

erzielt. Dies gilt vor allem für Ser-

viceanfragen, die Unternehmen

in elektronischer Form erreichen,

etwa per E-Mail, in Web-Chats oder

über Soziale Medien. Moderne Lö-

sungen beantworten heute bereits

bis zu 80 Prozent dieser Anfragen

vollautomatisch. Und dies in kür-

zester Zeit und natürlich rund um

die Uhr. Die Service- und Kunden-

dienstmitarbeiter können sich dank

der technischen Unterstützung auf

die komplexen und schwierigen Fäl-

le konzentrieren, die gegebenenfalls

auch eine persönliche Rücksprache

mit den Kunden erfordern.

Künstliche Intelligenz hat aber auch

in der Produktion und Logistik Ein-

zug gehalten. So zum Beispiel die

automatische Qualitätssicherung,

die nicht nur per Bilderkennung

fehlerhafte Teile automatisch er-

fasst und aussortiert, sondern diese

Informationen auch an die Ferti-

gungsmaschinen zurückspielt, um

weitere Fehler zu reduzieren bezie-

hungsweise zu vermeiden. Oder in

der Logistik, in der im Rahmen der

automatischen Lagerhaltung nicht

nur Etiketten oder Barcodes er-

fasst werden, sondern zudem auch

Größe, Form oder Farbe der Arti-

kel. Durch die Kombination dieser

Informationen können Fehler, wie

zum Beispiel falsch aufgebrachte La-

bel frühzeitig erkannt und behoben

werden.

Smarte Zukunft

Künstliche Intelligenz (KI) ist einer der Megatrends der Digitalisierung.

Die Künstliche Intelligenz bietet hochinnovative Möglichkeiten, um Prozesse und Abläufe zu verbessern.

Innovationspreise

für vier oberbayeri-

sche Start-ups!

Vier der sieben Preisträger des

diesjährigen Bayerischen In-

novationspreises kommen aus

Oberbayern. Bei der Preisver-

leihung am 26. November. im

Deutschen Museum sagte IHK-

Präsident Eberhard Sasse: „Mit

ihren genialen Entwicklungen

unterstreichen unsere erfolgrei-

chen Start-ups den Erfindungs­

reichtum im Freistaat. Ein be-

sonderer Glückwunsch geht an

unsere vier oberbayerischen

Unternehmen, die heuer von

der Fachjury ausgewählt wur-

den.“

Der Innovationspreis Bayern

wurde im Jahr 2012 als ge-

meinsame Initiative des Bayeri-

schen Wirtschaftsministeriums,

des Bayerischen Industrie- und

Handelskammertags und der

Arbeitsgemeinschaft der bay-

erischen Handwerkskammern

ins Leben gerufen und wird im

Zwei-Jahres-Turnus vergeben.

Die Jury ist mit Vertretern aus

Wirtschaft,Wissenschaft und des

Deutschen Patent- und Marken-

amts hochkarätig besetzt.

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Die genannten Beispiele zeigen aber

nur einen kleinen Ausschnitt der Ein-

satzmöglichkeiten. Und das Potenzial

ist bei weitem noch nicht ausge-

schöpft. Durch KI ergeben sich in den

nächsten Jahren unzählige Chancen,

da sind sich alle Experten sicher. Dies

gilt auch für die Unternehmen in der

Region. Denn anders als bei früheren

technischen Innovationen sind die

nötigen Investitionen auch für Klein-

betriebe und mittelständische Unter-

nehmen machbar. Dies spiegelt sich

auch in der großen Zahl an Start-ups

wieder, die sich in ihren Geschäftsmo-

dellen mit KI Themen beschäftigen.

wj