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13. Dezember 2018

S. 3

Nach

richten

Heilsame Gewissensbisse

Immer mehr Schweden empfinden „Flugscham“

Der Flugverkehr wird für immer mehr Schweden zu einem wort-

wörtlich beschämenden Reizthema.

Foto: stock

Ein Schamgefühl ist zur Modeerscheinung geworden. Immer mehr Schweden

empfinden bei dem Gedanken, eine Flugreise zu unternehmen, „Flygskam“, also

„Flugscham“.

Mit pro Kopf siebenmal mehr Flügen im Vergleich zum Weltdurchschnitt, sind die

Schweden zwar nach wie vor ausgesprochene Vielflieger. Dennoch sind sie als

besonders fortschritts-, gesundheits- und umweltbewusste Europäer bekannt. So

tauschen sich Bürger des skandinavischen Landes regelmäßig in den Sozialen Netz-

werken über die Problematik des Flugreiseverkehrs aus. Eine Facebook-Gruppe,

die sich dem Thema Bahnreisen widmet, ist innerhalb kürzester Zeit um etwa

30000 Mitglieder angewachsen. Der Trend „Flygskam“ macht sich auch imUmsatz

der schwedischen Bahngesellschaft Statens Järnvägar (SJ) bemerkbar. Die Zahl der

Reisenden im Nachtzugverkehr zwischen Südschweden und Lappland soll inzwi-

schen bis zu 60 Prozent angestiegen sein.

red

Kinder halbnackt vor die Tür gesetzt

Eine gestresste Mutter setzte ihre drei, nur mit Unterwäsche

bekleideten Kinder kurzerhand vor die Tür.

Foto: red

Peine – „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Das wohl dachte eine überforderte Mut-

ter in der niedersächsischen Stadt Peine und setzte an einem Samstag im Dezem-

ber entnervt ihre drei nur mit Unterwäsche bekleideten Kinder vor die Tür. Die

Geschwister – drei, vier und sieben Jahre alt – mussten zum Glück nicht lange in

dieser Situation ausharren. Eine Nachbarin nahm die halbnackten Kinder zu sich

und benachrichtigte die Polizei. Auch der Bereitschaftsdienst des Jugendamtes wur-

de über diesen Vorfall in Kenntnis gesetzt. Dieser entschied, dass die Kinder solange

bei ihrem Großvater unterkommen sollen, bis definitiv festgesetzt werde, wo sie

dauerhaft wohnen sollen. Was genau zu dem Verhalten der 31-jährigen Mutter

geführt hatte, konnte im näheren Zeitraum des Vorfalls nicht geklärt werden. Aller-

dings war die Frau bei den Behörden bislang noch nicht bekannt, hieß es in einer

Berichterstattung auf ndr.de.

red

Scharf und sauer

Neue Erkenntnisse über Ingwer und Zitrone

Ingwer und Zitrone ergänzen sich nicht nur geschmacklich, son-

dern auch bei der Erhaltung der Gesundheit.

Foto: red

München – Wie eine Studie eines Teams der Technischen Universität (TU) in Zu

sammenarbeit mit dem Leibniz-Institut zeigt, fördern Ingwer und Zitrone im Zu

sammenspiel die Abwehrkräfte im Speichel.

Der Speichel ist das erste Bollwerk gegen von außen eindringende krankmachende

Keime. Verschiedene darin enthaltene Moleküle wirken gegen Mikroben wie Bak

terien, Viren und Pilze. Die Aufnahme von Zitrone und Ingwer bewirkt vorteilhafte

Veränderungen des Keime bekämpfenden Milieus im Mundraum.

Der im Ingwer enthaltene Stoff 6-Gingerol steigert die Herstellung des Mikrobe

abtötenden Stoffes Hypothiocyanat. Zitronensäure kann den Lysozym-Gehalt im

Speichel mitunter verzehnfachen. Lysozym ist ein antibakteriell wirkendes Enzym

im Immunsystem von Menschen, Tieren, Pflanzen und Pilzen, das auch in den Bak

teriophagen enthalten ist. Letztere sind für den Menschen ungefährliche, Bakterien

bekämpfende Viren.

red

Gefahrenzone Kinderzimmer

Viele Kinderprodukte bergen Risiken

Fast 30 Prozent aller Erzeugnisse für die Kleinsten sind alles an-

dere als kindersicher.

Foto:fotolia

Berlin – Erschreckende Bilanz der Stiftung Warentest: 28 Prozent der Produkte für

Kinder halten den Kriterien in den Warentest-Laboren nicht stand. In puncto Un-

fallgefahren, Schadstoffgehalt oder Datensicherheit stellen sie für die Verbraucher-

gruppe Kinder ein Risiko dar. So können die Kleinen bei fünfzig Prozent der Kinder-

hochstühle unter demHaltebügel herausgleiten, mit dem Kopf hängen bleiben und

sich möglicherweise strangulieren. Manche Fahrradsitzgurte lassen sich kinderleicht

öffnen und sind von daher alles andere als kindersicher. Einige der mit dem Handy

verbundenen Spielzeugroboter und Plüschtiere haben ungesicherte Funkverbin-

dungen. Dies ermöglicht Abhörangriffe und Manipulationen durch Unbefugte. In

den Warentestlaboren können dabei lange nicht alle Produkte geprüft werden.

Aufgrund der vielen Neuerscheinungen auf demMarkt erfolgen die Tests nur stich-

probenweise.

red

Jahresrückblick: Clevere Lösung

Bio-Direkt-Stempel ersetzt Verpackung

Mit einem direkt aufgedrückten Stempel kommen Bio-Süßkar-

toffeln gänzlich ohne Verpackungsmaterialien aus.

Foto: Angela Friedl

Hamburg – Bio-Ware muss eindeutig gekennzeichnet werden, um sie ohne Wei-

teres von konventioneller Ware unterscheiden zu können, lautet die amtliche For-

derung. Oft sind es Plastikverpackungen, die als stoffliche Grundlage für die Bio-

Zertifizierung dienen. Dass aber ausgerechnet umweltschonend produzierte Bio-

Ware kunststoffverpackt angeboten wird, empfinden viele als widersprüchlich. In-

zwischen gibt es erfindungsreiche Ansätze zur Lösung dieses Problems. So beliefert

das Fruchtkontor des Edeka-Konzerns seine Märkte mit in geflochtenen Sichtkar-

tons verpackten Bio-Tomaten. Größere Früchte hingegen wie Süßkartoffeln oder

Zitronen werden mit einem direkt aufgebrachten Stempel gekennzeichnet und als

lose Ware angeboten. Mit letzterem Vorgehen werden sämtliche Materialien wie

Aufkleber, Pappe oder Plastik vermieden. „Eine phantastische Lösung“, lobt Angela

Friedl, Inhaberin des Edeka-Markts Breitsameter in Pfaffing.

red

Schneeballschlachten erlaubt

Altes Schneeball-Wurfverbot aufgehoben

Spaßbremserei – Fast hundert Jahre lang waren Schneeball-

schlachten in einer US-Gemeinde verboten.

Foto: fotolia

Severance – In der Gemeinde im US-Bundesstaat Ohio hat der neunjährige Schü

ler Dane Best das Aufheben eines nahezu hundertjährigen Schneeballwurfverbot

bewirkt. Der Gemeinderat hatte den Antrag des Drittklässlers einstimmig ange

nommen. Danes Argumentation lautete universal: „Jeder in Severance sollte in der

Lage sein, eine Schneeballschlacht zu haben – wie überall auf der Welt.“ Wie es

genau zu dem Verbot gekommen war, ist nicht mehr nachzuzeichnen. Vermutlich

steht es imZusammenhang mit einer Regelung, die 1921 in die Gemeinderegelung

aufgenommen worden war. Gemäß dieser durften seither keine Wurfgeschosse

– und damit auch keine Schneebälle – mehr gegen Menschen, Tiere, Gebäude,

Bäume oder Fahrzeuge geschleudert werden. 1921 war das private sowie öffent

liche Spielen von Darts, Bowling und Billard sogar nur gegen die Zahlung eine

Gebühr von 1000 Dollar gestattet gewesen.

red

Obszön billig

Flugreisen nach Mallorca unter zwei Euro

Ein Cent Trinkgeld für den Piloten inklusive – so viel kostet bei

Ryanair ein Flug nach Mallorca.

Foto: red

Swords – Aberwitziger Dumping-Preiskampf zur Vorweihnachtszeit – Bei der iri-

schen Billigfluggesellschaft Ryanair gibt es derzeit Flüge von deutschen Flughäfen

nach Mallorca ab einem Preis von sage und schreibe 1,99 Euro. Bei anderen An-

geboten der Fluggesellschaft ist ab einem Preis von 4,99 Euro der Rückflug mit

inbegriffen. Mit diesen Niedrigpreis-Verlockungen möchte das Unternehmen neue

Kunden ködern. Damit sind Flugreisen billiger geworden als die U-Bahnfahrt zum

Flughafen oder ein Glas Bier am Urlaubsort. Arne Feldmann, Leiter der Verkehrs-

politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz BUND, ist entsetzt: „Das ist einfach

kein fairer Preis.“ Wie er sagt, ist Fliegen nachweislich die „klimaschädlichste Art der

Fortbewegung“. Wenn durch solche Dumpingpreise noch mehr Menschen zum

Fliegen verführt werden, trägt das zur Beschleunigung der ohnehin schon beträcht-

lichen Klimaschädigung durch den Flugverkehr bei.

red

Verstörendes Dufterlebnis

Schuhgestank für Leichengeruch gehalten

Stinkendes Schuhwerk sorgte für einen alles andere als stink-

langweiligen Polizeieinsatz.

Foto: red

Suhl – Schuhgerüche kommen in verschiedenen Stärkegraden vor. Dass intensiver

ausfallende Noten eine geradezu irreführende Wirkung innehaben können, zeigt

sich unlängst bei einem Polizeieinsatz in der Stadt Suhl im Bundesland Thüringen.

Ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses setzte die Polizei über einen im Hausflur

wahrnehmbaren verstörenden Geruch in Kenntnis. Dahinter stand seine Besorg

nis, ein Wohnungsinhaber könnte innerhalb seiner eigenen vier Wände verstorben

sein und zu verwesen begonnen haben. Polizeibeamte machten sich daraufhin auf

den Weg, wohl in der mulmigen Befürchtung eines schlimmen Anblicks. Die Quel

le des Übelgeruchs konnten jedoch recht bald ausfindig machen: Es handelte sic

um Schuhe, die vor einer Nachbarswohnung im Hausflur herumlagen. Die besag

ten Wohnungsinhaber – offensichtlich an diesen Geruch gewöhnt – erfreuten sich

dabei guten Wohlergehens.

red

Adlerweg 25 wegen Inventur vom 21.12. bis 06.01.19 geschlossen.

Ausstellung imWerkhaus geöffnet!

Ab in die Kälte!