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NEWS

wirtschaft

15. November 2018 -

info@pressewoche.de

S. 7

Grenzüberschreitender Informationstag

Ausbildung, Studium und Arbeiten in der Grenzregion Bayern - Tirol

Wir bieten Informationen über

o

Ausbildung und Studium

o

Arbeitsuche und Arbeitsmög-

lichkeiten in Österreich

o

deutsch/österreichisches

Sozialversicherungsrecht

Grenzgängereigenschaft

o

Suchmöglichkeiten im Internet

Agentur für Arbeit Rosenheim

Wittelsbacherstr. 57, 83022 Rosenheim; E-Mail:

Rosenheim.EURES-T@arbeitsagentur.de

Der

offene Beratungstag

findet am Dienstag,

dem

27.11.2018

, von 10.00 – 13.00 Uhr in der

Agentur für Arbeit Rosenheim, im BiZ Raum 294,

statt.

Um 10.00 Uhr beginnt die Gruppeninfo „Arbeiten

in der Grenzregion“. Vertreter des AMS Kufstein

und der Agentur für Arbeit Rosenheim stehen

danach für persönliche Gespräche zur Verfügung.

Rosenheim – Die Arbeitsmärkte in

Grenzregionen wachsen immer mehr

zusammen, so auch in der Grenzre-

gion zwischen Oberbayern und Tirol.

Gleichzeitig steigt der Informations-

bedarf zum Thema „Arbeiten in der

Grenzregion“. In diesem Zusammen-

hang laden die Agentur für Arbeit Ro-

senheim und der Arbeitsmarktservice

(AMS) Kufstein am Dienstag, 27. No-

vember, zu einer Informationsveran-

staltung ein.

Darin stellt der EURES-Assistent des

AMS Kufstein, Wolfgang Zaglacher,

praxisnah den e-Job-Room des AMS

sowie das EURES-Netzwerk vor, und

informiert über die Möglichkeit der

Arbeitsaufnahme im Nachbarland.

Die öffentliche Informationsveranstal-

tung, zu der alle Interessierten herz-

lich eingeladen sind, beginnt um 10

Uhr im BiZ der Agentur für Arbeit,

Raum 294, zweiter Stock, Wittelsba-

cherstraße 57, 83022 Rosenheim.

Im Anschluss daran steht das EURES-

Expertenteam bis 13 Uhr für individu

elle Fragen und Einzelgespräche zu

Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht

erforderlich.

red

Karrierechancen in Österreich

Ausbildung, Studium und Arbeiten in der Grenzregion: Sondersprechtag

in der Agentur für Arbeit Rosenheim mit Arbeitsmarktservice Kufstein

Arbeiten über Grenzen hinweg: Die Agentur für Arbeit infor-

miert.

Foto:

fotolia

Berlin – In den ersten deutschen

Supermärkten gibt es jetzt Eier

aus einer neuen Methode gegen

Kükentöten zu kaufen.

„Mit diesem Verfahren gibt es für

das Töten der männlichen Legehen-

nenküken auf Dauer keinen Grund

mehr“, sagte Landwirtschaftsministe-

rin Julia Klöckner (CDU) in Berlin.

Derzeit werden bei der Zucht von

Legehennen allein in

Deutschland jährlich

45 Millionen männ-

liche Küken getötet,

da sie keine Eier le-

gen und nicht so viel

Fleisch ansetzen wie

Masthähnchen.

Das an der Universität Leipzig entwic-

kelte Verfahren sei eine Weltneuheit

und ein Durchbruch auf dem Weg,

das massenhafte Töten männlicher

Küken zu beenden, sagte Klöckner.

Das Geschlecht wird dabei vor dem

Ausbrüten im Ei erkannt. Mit einem

Laser wird ein winziges Loch in die

Schale gebrannt. So kann dem Ei Flüs-

sigkeit entnommen werden, die auf

Geschlechtshormone getestet wird.

Männliche Küken schlüpfen damit erst

gar nicht, ihre Eier werden zu Tierfut-

ter verarbeitet. Noch ist die Methode

aber nicht serienreif, kann also nicht in

allen Brütereien eingesetzt werden.

Wann das so weit sein könnte, wollte

Klöckner nicht sagen. Es stehe auch

noch nicht fest, ob die Betriebe zur

Nutzung der neu-

en Methode ver-

pflichtet

würden.

Zunächst will die

Ministerin auf eine

„freiwillige Verpflich-

tung“ setzen. „Wenn

Brütereien sagen,

das ist uns egal, kommen wir in eine

andere rechtliche Bewertung der Sa-

che“, erklärte sie.

Für die Brütereien sollen keine zu-

sätzlichen Kosten entstehen, kündig-

ten die Anbieter des Verfahrens an.

Stattdessen verlangen sie vom Handel

eine Lizenzgebühr. Dadurch werden

Eier von Legehennen, die mit der

neuen Methode gezüchtet wurden,

etwas teurer.

Diese Eier sollen zunächst in 223 Ber-

liner Supermärkten der Ketten Rewe

und Penny angeboten werden, bis

Ende 2019 soll es sie in allen 5500

Supermärkten der Ketten geben. Das

6er-Pack koste zehn Cent mehr als

ein 6er-Pack Freilandeier, sagte der

stellvertretende Vorstandschef der

Rewe-Gruppe, Jan Kunath. „Das sind

Preissprünge, die die Verbraucher ak

zeptieren.“

Die Geflügelwirtschaft zeigte sich

skeptisch wegen des neuen Verfah

rens. „Es gilt unser uneingeschränktes

Bekenntnis zum schnellstmöglichen

Ausstieg aus dem Töten männlicher

Eintagsküken, sobald eine wirkliche

Alternative vorliegt“, erklärte der Ver

band. Dafür müsse das System aber

praxistauglich und schneller sein als

bisher geplant. Der Bauernverband

dagegen begrüßte den Vorstoß: „Die

se Verfahren sollten baldmöglichst

praxisreif gemacht werden und flä

chendeckend in allen Brütereien zum

Einsatz kommen“, erklärte Generalse

kretär Bernhard Krüsken.

Tierschützer dagegen halten das Aus

sortieren männlicher Küken nicht fü

sinnvoll. „Das ist keine Lösung im Sin

ne einer verantwortungsvollen Tier

zucht, denn Hennen müssen auch

weiterhin Höchstleistung erbringen“

erklärte der Bund für Umwelt und

Naturschutz (BUND). Die Geflügel

wirtschaft müsse so umgestellt wer

den, dass Hühner sowohl zur Eier- als

auch zur Fleischproduktion geeignet

seien. Dann könnten männliche Kü

ken aufgezogen und ihr Fleisch ver

marktet werden.

Schon jetzt kann man im Handel auch

Eier aus Brütereien kaufen, in denen

sowohl weibliche als auch männliche

Küken aufgezogen werden. Die so

genannten Bruderhahn-Eier sind aber

teurer und damit laut Handel nicht

massentauglich.

dpa

Gutes Gewissen beim Einkauf

Eier aus neuer Methode gegen Kükentöten kommen in den Handel

Legen keine Eier und setzen zu wenig Fleisch an: Deswegen werden Millionen männliche Hühnchen in Deutschland getötet.

Foto: Peter Ending

Die Eier von Hennen, die mit der neuen Methode gezüchtet wurden, werden nur etwas teurer.

Foto: Ralf Hirschberger

Das Geschlecht wird

vor dem Ausbrüten

im Ei erkannt