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02. November 2018 -

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Wasserburg – All jenen, die im-

mer herummäkeln, dem Mittel-

stand in Deutschland fiele nichts

Neues mehr ein, hilft ein Blick

auf die Sieger des siebten Meggle

Gründerpreises, denn sie bewei-

sen: unsere Region ist eine Regi-

on der Tüftler und Erfinder.

Und das ist sogar amtlich: In keinem an-

deren Bundesland werden so viele Pa-

tente von freien Erfindern angemeldet

wie in Bayern. Dass ausgerechnet Ei-

erlikör dazugehört, das hätte sich Gerd

Maas, Sprecher der Jury des Meggle

Gründerpreises, und seine Kollegen

wohl eher nicht träumen lassen. Doch

Eierlikör, einst süßer Inbegriff der Spie-

ßigkeit der 50iger und 60iger Jahre, der

bei Kaffeekränzchen in Waffelbechern

gereicht wurde, ist plötzlich wieder in

aller Munde. Sie meinen, da piept’s ge-

waltig? Ganz richtig! Eines der Patente

heißt nämlich „Gackerl“ und ist ein inno-

vativer, alkoholreduzierter Eierlikör aus

der Region.

Erfunden hat ihn Gitti Riedl, die auf dem

Zehatmoarhof in Jakobsbaiern (Land-

kreis Ebersberg) daheim ist. Auf dem

Hof, der seit Generationen als Fami-

lienbetrieb von der Familie Riedl be-

wirtschaftet wird, laufen seit 2009 über

5000 putzmuntere Hühner herum. Die

Familie stellte damals den Milchviehbe-

trieb komplett auf Freiland-Hühnerhal-

tung um. Irgendwann wurden die Eier

zu viel und Gitti hatte den Geistesblitz

mit dem „Gackerl“, dem alkoholischen

Mischgetränk aus frischen Freilandeiern

und Sahne, wie er genau heißt. Denn

„Eierlikör“ durfte sie das Getränk wegen

des niedrigeren Alkoholgehaltes im Ver-

gleich zum klassischen Likör nicht nen-

nen. Bei den Riedels will man aber auch

genau wissen, was im Ei drin ist, und so

werden die Eier hausintern und nach

gründlicher Qualitätskontrolle geköpft

und verarbeitet. „Uns war von Anfang

an Qualität und Regionalität wichtig“, so

Gitti und Hans Riedl. „Unsere Hühner

fühlen sich bei uns mehr als wohl. In

Freilandhaltung verfügen sie über genü-

gend Auslauf und danken uns dies mit

ihren besten Eiern.“ Als Gitti dann noch

die Verpackung in der 2 cl Version im

Eierkarton einfiel, gab es kein Halten

mehr. Inzwischen ist das Gackerl der

Hit auf Partys und Festen – nicht nur bei

den Damen. Die Jury hob besonders

den Produktionsprozess und die origi-

nelle Verpackung der kleinen Gläser in

Eierkartons hervor und belohnte die in-

novative Idee mit 10000 Euro und dem

dritten Platz.

Richtig erhellend wurde es dann beim

zweiten Platz. Der ging an Michael Härtl

und die Laternix GmbH & Co.KG in

Traunstein. Produktentwicklungen und

Innovationen hat der Wirtschaftsingeni-

eur bei einem führenden Leuchtenher-

stellers schon mehrere gemacht und

dort auch den Wandel zur LED-Tech-

nologie maßgeblich vorangetrieben.

Doch seit 2013 tüftelt er für sein eige-

nes Unternehmen nach ressourcen-

schonenden, energiesparenden Tech-

nologien im LED-Bereich für technische

Beleuchtungen weiter. Und so sorgt

der Wirtschaftsingenieur nun durch

seine Erfindungen für kostengünstigere

und effizientere Straßenbeleuchtungen

für Städte und Gemeinden. Am Stadt-

platz in Traunstein beispielsweise kann

man sich davon ein Bild machen. Hier

leuchten die Lampen bereits mit den

innovativen Leuchtsystemen von Härtl.

Besonders die positive und starke Ent

wicklung von Umsatz und Mitarbeitern,

um die sich auch seine Frau Dr. Petra

Härtl engagiert kümmert, ließ die Jury

gute Zukunftsaussichten erkennen und

dotierte den Preis mit 15000 Euro.

Der erste Preis mit 25000 Euro gin

an ein Mühldorfer Start-Up. Andreas

Gölkel, Richard Michel und Christop

Trautbeck machen der Datenflut und

dem Chaos beim Bildermanagement

ein Ende. Sie entwickelten mit pixx.io

eine Software-Lösung, mit der Bilder,

Videos und Grafikdateien einfach und

unkompliziert geordnet und struktu

riert werden können, so dass sie für alle

Berechtigten sicher von überall in der

aktuellen Version zugänglich sind. Dies

sei eine langfristige, zukunftsträchtige

Geschäftsidee, so Maas. Zudem sei der

Jury die vorbildliche Markterschließung

positiv aufgefallen.

Stolz können Toni und Marina Meggle

und die Jury auch auf die Preisträger

des vergangenen Jahres sein. Weinfurt

ner Metallbau aus Riedering mit ihrem

Kugelblitz-Grill, der inzwischen sogar

nach Südafrika verkauft wurde und auf

dem bald auch Alfons Schubeck in einer

TV Sendung kochen wird, die Geped

GmbH aus Egmating und die Unter

nehmensberatung Wanner GmbH aus

Mühldorf konnten alle ihre Unterneh

men ausbauen und mehr Personal ein

stellen.

bb

7. Meggle Gründerpreis

Erfolgsgeschichten „Made in Bavaria“

Der Gewinner des siebten Meggle Gründerpreises ist pixx.io. Die jungen Unternehmer beweisen, dass Deutschland durch den Opti-

mismus seiner Startup-Gründer überzeugt. Unternehmen wie Meggle leisten mit dem Preis einen wichtigen Anreiz.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn (re.), ehemaliger Chef des Ifo-Instituts und Lehrstuhlinhaber an der LMUMünchen und Prof. Dr. med.

Bruno Meiser, Leiter des Transplantationszentrums der LMU und Mitglied des Meggle-Aufsichtsrates, analysierten die Situation Europas.

Dr. phil. Sonja Lechner führte charmant durch den Abend.

Die Preisverleihung fand vor in einem vollen Rathaussaal statt.

Toni Meggle vergab den siebten Meggle-Gründerpreis.

Großer Anreiz: Als

Preisgeld lockten

insgesamt 50000 Euro

Meggle ist es eine

Herzensangelegenheit,

junge Gründer zu

unterstützen