Background Image
 1 / 16 Next Page
Basic version Information
Show Menu
1 / 16 Next Page
Page Background

Ab sofort im teilnehmenden

Handel - nur solange

der Vorrat reicht

.

*A IST DENN SCHON

7EIHNACHTEN

nur

39,

95

Top

Angebot

die ganze Familie!

Angebote für

Und viele

Stylische

Schuhe & Mode

zu bezahlbaren Preisen!

Am Aussichtsturm 1 | 83512 Wasserburg

City-Center-Poing | Alte Gruber Str. 2-6 | 85586 Poing

Wendelsteinstr. 9-11 83714 Miesbach

www.kernschuhe.de

Viele neue Bilder eingetroffen!

Staatsstraße 25 • 83059 Kolbermoor

Telefon 0 80 31/999 13

Mo.-Fr. 10.00-19.00 • Sa. 10.00-18.00

Inhaber:

Toni Klaus

und Jürgen Schwarz

www.toju.de

NEU BEI TOJU

Sofa Kaito

Kommode Kinzo

KOSTENLOS

AUSGABE NUMMER:

415

02. November bis 15. November 2018

Das grosse

14-tägliche Zeitungsmagazin

Für Nachrichten, Wirtschaft und Kultur

R O S E N H E I M M i e s b a c h T r a u n s t e i n E b e r s b e r g M ü h l d o r f K u f s t e i n

13. Jahrgang

Das nächste Mal erscheint die

pressewoche

kostenlos am 15. November 2018

Sie möchten die

pressewoche

geliefert bekommen? Abo-Hotline: 08031/233 86 - 29,

info@pressewoche.de

Seiten

Blick

Von Sabine Schreiber

... wird

präsentiert von:

Den Marsch geblasen...

hat der BGH einem trompetenfeindlichen Nachbarn

Meggle Gründerpreis 2018

Eine geniale Idee ist wichtig für den Erfolg von Unternehmensgründern, ihre Umsetzung ist aber ebenso entscheidend. Toni Meggle weiß das aus eigener Erfah-

rung. Als Chef der weltweit tätigen Meggle Gruppe ist es ihm eine Herzensangelegenheit gerade junge Gründer zu unterstützen und zu fördern. Und so wurde

der von ihm und seiner Frau Marina ins Leben gerufene Meggle Gründerpreis nun bereits zum siebten Mal im historischen Ambiente des Wasserburger Rathau-

ses im Beisein von viel Prominenz aus Politik und Wirtschaft verliehen. Dotiert ist er mit einem Preisgeld von insgesamt 50 000 Euro. Die Auswahl fiel der Jury

nicht leicht, hatten dieses Jahr doch besonders viele Jungunternehmer ihr Dossier eingereicht.

Mehr dazu auf Seite 2

Das

WETTER

für Oberbayern

vom 01. November bis 14. November 2018

08

0

/02

0

12

0

/01

0

16

0

/05

0

07

0

/05

0

12

0

/03

0

07

0

/06

0

14

0

/09

0

Do FR SA SO MO DI MI

18

0

/06

0

14

0

/07

0

15

0

/05

0

13

0

/06

0

20

0

/09

0

08

0

/05

0

11

0

/02

0

Do FR SA SO MO DI MI

www.pressewoche.de

Sie finden jede Ausgabe der

pressewoche

unter:

Wie aus Geistesblitzen erfolgreiche

Unternehmer werden

Färberstraße 4 a / Rosenheim

www.schmidt-und-stein.de

Öffnungszeiten

Mi – Fr. 9:30 – 13:30 & 15:00 –18:30

Sa 9:30 – 16:00

17. November ab 14:00 Uhr

„Literatur und Weingenuss“

nur 1,90

Oh, was war ich im zarten Alter von

sechs bis zehn Jahren eine leiden-

schaftliche Blockflötistin. Anders als

wohl viele Kinder, die in der Grund-

schule den Unterricht am Standard-

Anfänger-Instrument als

elterliche Kampfansage

verstanden und mit

Boykott reagierten,

ging ich vor allem beim

häuslichen Üben im Flö-

tenspiel regelrecht auf.

Ich liebte meine beige

Kunststoffflöte, aus der

stets früher oder später

gurgelnd der Speichel

troff. Die Möglichkeit,

meinen Ansichten und Gefühlen nicht

nur verbal, sondern auch musikalisch

Ausdruck zu verleihen, erfüllte mein

hochemotionales

Jungmädchen-

herz mit süßer Genugtuung – und

die Ohren meines Publikums nicht

selten mit schrillem Schmerz. Mein

Großvater beispielsweise wünschte

sich irgendwann einmal von mir, dass

ich ihm zum Geburtstag nichts wei-

ter zu schenken bräuchte, als auf das

obligatorische Flötenständchen zu

verzichten. Es wurde wohl etwas er-

träglicher, als ich meinen Speichelfluss

besser zu kontrollieren wusste und

darum eine wohlklingendere Holzflö-

te bekam. Aber dennoch werde ich

nie den gequälten Ausdruck meines

Vaters vergessen, als er seinen Kopf

in mein Zimmer streckte, in dem ich

hingebungsvoll flötend den Refrain von

„Hang down your head, Tom Dooley“

interpretierte, und meinte: „Sabine,

zwei Stunden üben pro Tag reichen

vollkommen.“ Der BGH sieht das laut

eines Urteils vom 25. Oktober diesen

Jahres etwas entspannter. Das Gremi-

um sprach sich, anders als das Amts-

und das Landesgericht zuvor, wohl-

wollend für das Recht eines

am Staatstheater Augsburg

engagierten Profitrompeters

aus, auch zu Hause üben zu

dürfen. Jahrelang lag dieser

mit seinen Nachbarn im

Streit, denen es vor allem

um eins ging: dass „es leise

ist“. Die niederen Instanzen

verpassten dem Musiker

strenge Auflagen: Musizier-

Verbannung auf den Dach-

boden und häusliches Musikunterricht-

verbot. Der Bundesgerichtshof aber

erklärte nun als groben Richtwert bis

zu drei Stunden wochentags und bis

zu zwei Stunden an Feiertagen Mu-

sikmachen in privaten Wohnräumen

– außerhalb der Ruhezeiten versteht

sich – als absolut zulässig. Weil nämlich

das häusliche Musizieren „einen we-

sentlichen Teil des Lebensinhalts bilden

und von erheblicher Bedeutung für die

Lebensfreude und das Gefühlsleben

sein“ könne. Mein von ehemaligem

Flötenspielenthusiasmus erfülltes Herz

begann nachträglich vor Genugtuung

zu hüpfen. Endlich jemand der mein in

Flötenextase schwelgendes und bisher

unverstandenes Kinder-Ich rehabili-

tiert. Damit konfrontiert, grinste mein

Vater nur etwas gequält und erwiderte

meine späte Gegenwehr damit, dass

er gestern seinem fünfjährigen Enkel,

meinem Sohn, feierlich eine Blockflöte

überreichte...