Background Image
Previous Page  6 / 16 Next Page
Basic version Information
Show Menu
Previous Page 6 / 16 Next Page
Page Background

S. 6

20. September 2018 -

info@pressewoche.de

wirtschaft

NEWS

Für die Interessen der Bürger

Großkarolinenfeld – Der Neubau des Brenner-Nordzulaufs bedroht

massiv den Lebensraum für Mensch und Natur in Großkarolinenfeld.

Hinter dem harmlosen Begriff „Bahntrasse“ verbergen sich eine Hoch-

geschwindigkeitsstrecke mit bis zu 100 Meter breiten Schneisen, 14

Meter hohe Brückenbauwerke und rund zwei Millionen Quadratmetern

Flächenverbrauch. Um die Interessen der Betroffenen zu vertreten, ha-

ben Menschen die Bürgerinitiative „Brennerdialog Großkarolinenfeld &

Umgebung“ gegründet.

Ziel ist die Klärung der von Fragen und Ungereimtheiten bei der Entschei-

dung für neue Trassen, die Mitarbeit im Gemeindeforum-Nord der DB

sowie eine sachliche Bürgerinformation.

Als erste Aktion wurde ein Informationsblatt verteilt und als nächstes ist

eine öffentliche Bürgerinformation geplant. Die Menschen und die Natur

stehen bei uns im Vordergrund und werden durch die enge Zusammen-

arbeit mit den anderen Bürgerinitiativen gegenüber Politik und der DB

wirksam vertreten.

red

Bürgerinitiative zur Brenner-Trasse in Großkarolinenfeld

Die Köpfe der BI: Georg Weichselbaumer (Sprecher), Josef

Bachmeier (Beisitzer), Dominik Ellmayr (Sprecher), Resi Mai-

er (Kassenwärterin), J. Benitz-Wildenburg (Kommunikation)

und Jakob Wallner (Beisitzer) (von links).

Meggle spendet für Wunschbaum

Wasserburg – Fleißig wurde vom Meggle-Umweltteam für den gu-

ten Zweck gesammelt, jetzt wurde der Spendenerlös an den Ver-

ein „Wasserburger Wunschbaum“ übergeben. Der Vereinsvorstand

nahm den Scheck stellvertretend entgegen und freute sich über

2000 Euro.

Das Geld kam beim Umwelt- und Gesundheitstag auf dem Betriebs-

gelände von Meggle zusammen. Die komplette Belegschaft spendete

mit dem Kauf von Kaffee und Kuchen für das soziale Projekt.

Der Wasserburger Wunschbaum e.V. finanziert sich ausschließlich

durch Spenden von Privatleuten, Unternehmen und Vereinen. Ziel

des Wunschbaums ist es, auch Kindern aus sozial benachteiligten Fa-

milien beispielsweise ein Weihnachtsgeschenk zu ermöglichen.

Scheck über 2000 Euro übergeben

„Erhitztes“ Betriebsklima bei Playmobil

Keine Einigung im Hitzepausen-Streit

Nürnberg – Für den Playmobil-

Hersteller Geobra Brandstätter

und dessen Betriebsrat hat der

heiße Sommer ein gerichtliches

Nachspiel: Vor dem Nürnber-

ger Amtsgericht beantragte das

Unternehmen den Ausschluss

von acht Mitgliedern des Gre-

miums.

Ihnen wird zum Vorwurf gemacht,

dass sie in einem Werk in Mittelfran-

ken eigenmächtig und ohne Beschluss

zu zehnminütigen Hitzepausen aufge-

rufen hätten. Am Montag scheiterte

der Versuch einer gütlichen Einigung

in dem Amtsenthebungsverfahren.

Die Richter wollen nun am 24. Januar

2019 eine Entscheidung treffen.

Der Aufruf der Betriebsräte sei eine

grobe Pflichtverletzung und stelle das

Vertrauensverhältnis infrage, argu-

mentierte Arndt Reckler, der Anwalt

des fränkischen Spielfiguren-Herstel-

lers. Die betroffenen Betriebsräte

und IG-Metall-Mitglieder wiesen die

Vorwürfe zurück. Man habe nie die

Absicht gehabt, „einen Konflikt vom

Zaun zu brechen“, sagte deren An-

walt Daniel Marx. Seine Mandanten

seien ihrer Pflicht nachgekommen

die Mitarbeiter zu informieren.

Die Betriebsräte berufen sich auf die

Arbeitsstättenverordnung zur Raum

temperatur, in der unter anderem

auch sogenannte Entwärmungspha

sen bei Temperaturen von mehr als

35 Grad aufgeführt sind. Auch die

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und

Arbeitsmedizin empfiehlt auf ihrer

Webseite kurze Pausen. „Das ist dann

aber dem Betrieb überlassen ob und

wie er dies umsetzt“, erklärte ein

Sprecher.

Das Unternehmen mit Sitz in Zirndorf

hatte betont, dass es wegen der Hitze

frühzeitig zahlreiche Maßnahmen er

griffen habe - etwa Lüftungssysteme

verändert und Wasserspender aufge

stellt. In anderen größeren Betrieben

gibt es laut IG Metall Betriebsverein

barungen zu dem Thema. Bei Geobra

Brandstätter gebe es keine Regelung,

sagte Bianka Möller von der IG Metall

Mittelfranken.

Das Unternehmen wolle nun mit dem

Verfahren IG-Metall-Betriebsräte los

werden. Reckler erklärte vor Gericht,

es sei „Unsinn“, dass mit dem Prozess

ein Feldzug gegen die Gewerkschaft

geführt werden solle. Zwischen dem

Unternehmen und der IG Metall hatte

es in den vergangenen Jahren mehr

fach Auseinandersetzungen gegeben.

dpa

Die Sommerhitze sorgte bisweilen für eine unerträgliche Temperatur in den Produktionshallen von Playmobil.

Foto:dpa

Peter Fichter (3.v.l.) freute sich über den Scheck für den Was-

serburger Wunschbaum. Stellvertretend für MEGGLE waren

bei der Übergabe dabei (v.l.): Lucas Knauer (Umweltteam),

Thomas Ranft (Hauptorganisator des Umwelt- und Gesund-

heitstages), Laura Meilinger (Umweltteam), Harald Rüegg

(stv. Fachkraft für Arbeitssicherheit) und Murat Serbeci (stv.

Betriebsratsvorsitzender).