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20. September 2018 -

info@pressewoche.de

S. 3

Nach

richten

Gefiederte Freunde in Gefahr

Vogel-Todes-Virus nun auch in Bayern

Lebensbedrohung für die insgesamt fast zwei Millionen baye-

rischen Amseln durch den Usutu-Virus.

Foto: dpa

Nürnberg – Vor sieben Jahren raffte das Usutu-Virus die Hälfte der Wiener Am-

seln hin. Nun konnte der für andere Vogelarten ebenfalls lebensgefährliche Erreger

auch in Bayern nachgewiesen werden. Bei vier im RaumNürnberg aufgefundenen

Vogelleichen – zwei Amseln, einem Kleiber und einem Bartkauz – konnte eine

Infektion mit dem Virus festgestellt werden. Wie die Biologin Sophia Engel, Vize-

Geschäftsführerin des Landesverbunds für Vogelschutz (LBV) in München, meint,

könnte die Verbreitung des von Stechmücken übertragenen und ursprünglich in

afrikanischen, südostasiatischen und südamerikanischen Gefilden beheimateten

Erregers durch die diesjährige tropische Sommerhitze begünstigt worden sein. In

äußerst seltenen Fällen können sich auch Menschen mit dem Virus infizieren. Beim

Aufsammeln verendeter Vögel sollten die Hände von daher durch Einmal-Hand-

schuhe oder übergestülpte Plastikbeutel geschützt sein.

red

Kampf der Vernachlässigung!

Kinder-Demo gegen handysüchtige Eltern

Mit selbstgebastelten Plakaten demonstrierten Kinder gegen

den Handy- und Smartphone-Spleen ihrer Eltern.

Foto: dpa

Hamburg – Mit dem Aufkommen von Mobiltelefonen vor etwa zwanzig Jahren

kam auch der Witz in den Umlauf, das Wort Handy käme aus dem Schwäbischen:

„Ja, hän di koi Kabel?“. Was handysüchtige Eltern betrifft, könnte man in gleicher

Mundart fragen: „Ja, hän di koine Kinder?“ Unter dem Motto „Spielt mit mir! Nicht

mit euren Handys!“ haben Kinder im Hamburger Stadtteil St. Pauli unlängst ei-

nen Protestmarsch gegen die Handy-Versessenheit ihrer Eltern abgehalten. Damit

wollen sie bezwecken, dass Erziehungsberechtigte ihren Handy-Konsum reduzie-

ren und sich mehr mit ihren Kindern beschäftigen. Mit der rhythmisch immerfort

ausgerufenen Parole „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr auf eure Handys schaut!“

marschierten sie durch die Straßen und hielten selbstgebastelte Transparente in die

Höhe. Initiator der Aktion war der siebenjährige Emil Rustige. Seine Eltern hatten

den Protestmarsch für ihn behördlich angemeldet.

red

Risiko für Stewardessen

Flugpersonal erkrankt eher an Krebs

Erhöhte Strahlenwerte und ein ungesunder Lebensrhythmus

gehen nicht spurlos am Bordpersonal vorbei.

Foto: fotolia

Boston – Gemäß einem Bericht der Fachzeitschrift „Environmental Health“ wer

den bei Flugbegleitern in den USA allgemein häufiger Krebserkrankungen festge

stellt als beim Bevölkerungsdurchschnitt. Das Arbeitsteam um die Wissenschaftlerin

Eileen McNeely an der Harvard School of Public Health ermittelte, dass bei über

fünfzehn Prozent der untersuchten, vor allem weiblichen Personen Krebs diagno

stiziert wurde. Im Vergleich zu Altersgenossen aus anderen Berufsgruppen werden

bei Flugbegleitern somit fast 1,5 mal so oft Brust- und Gebärmutterhalstumore,

mehr als 1,7 mal so viele Darmtumore, mehr als doppelt so viele bösartige Haut

geschwülste und mehr als viermal so viele andere Hautkrebsformen festgestellt.

Mit ihrem Arbeitsalltag hoch über den Wolken sind Stewardessen, Stewards und

Piloten angesichts der erhöhten kosmischen und ultravioletten Strahlung einem hö

heren Krebsrisiko ausgesetzt.

red

Second-Hand-Service bei Ikea

Konzern kauft gebrauchte Möbel zurück

Ganz im Sinne der Nachhaltigkeit bietet Ikea nunmehr den

Rückkauf seiner gebrauchten Fabrikate an.

Foto: dpa

Hofheim – Jeder hat eine zweite Chance verdient. Der Möbel-Konzern Ikea for-

dert dies nun auch für seine eigenen Fabrikate. Wie das Unternehmen in Hofheim

bei Frankfurt mitteilte, können Kunden ab Anfang September ihre gebrauchten

Ikea-Möbel dem Einrichtungsgiganten zum Rückkauf anbieten. Die Bezahlung

erfolgt dabei nicht in Bargeldform, sondern per Warengutschein. Über Internet

kann vorab ein unverbindliches Preisangebot ausgehandelt werden. Die Inspizie-

rung der Gebrauchtware erfolgt dann vor Ort. Generell kommen nur Waren in

einwandfreiem bis gutem Zustand für den Rückkauf in Frage. Diese sollen dann in

der Fundgrube der Möbelmärkte ohne aufgeschlagenen Preis, aber mit zusätzlicher

Mehrwertsteuer erneut feilgeboten werden. Das Unternehmen möchte mit die-

ser Vorkehrung ihren Beitrag zumNachhaltigkeitsgedanken leisten. Die Aktion läuft

derzeit im Rahmen einer Pilot-Aktion in fünf Ikea-Märkten.

red

Watten um Geld erlaubt

Neuregelung um Traditions-Kartenspiel

Für die bayerischen Turnierspieler ist das „Watten“ mit Geldein-

sätzen nunmehr rechtmäßig

Foto: fotolia

München – Die bayerischen Turnier-Kartenspieler dürfen jubeln. Seit neuestem ist

das Watten um Geld bei einem Höchstgewinn von 200 Euro rechtmäßig. „Watt-

Turniere, die in einem traditionellen Rahmen veranstaltet werden, werden von

den Aufsichtsbehörden geduldet und sind deswegen unbedenklich“, erklärt der

bayerische Innenminister Joachim Hermann. In der Zusammenarbeit von Innen-

und Justizministerium sind Rahmenbedingungen für Watt-Turniere mit Geldeinsatz

festgesetzt worden. Dazu gehört, dass diese nicht periodisch in einem allzu gerin-

gen Zeitabstand abgehalten werden dürfen. Watten wurde bislang als Glücksspiel

erachtet, weil während eines Durchgangs nicht alle Karten im Spielumlauf sind, wie

es zum Beispiel beim anderen Traditionsspiel, dem Schafkopfen, der Fall ist. Somit

stellt sich nun die Frage, ob bayerische Spielkarten fortan ein Banner mit dem Hin-

weis „Glücksspiel kann süchtig machen“ tragen müssen.

red

Erleichterung für Ferkel

Kastration bald nur noch unter Betäubung

Manche Politiker wollen, dass Ferkel-Buben weiterhin ohne Be-

täubung entmannt werden dürfen.

Foto: dpa

Berlin – Mit Beginn des nächsten Jahres darf laut Vorschrift des Tierschutzgesetzes die

Kastration von Ferkeln nur noch mit Betäubung erfolgen. Einige Bundesländer hatten

sich zuvor zusammengetan und sich vor dem Bundesrat für eine Verlängerung der

bisherigen Praxis eingesetzt. Gemäß dieser haben Ferkel den Eingriff ohne jegliche

Betäubung zu durchleiden. Der Agrarausschuss des Bundesrats hat nun den Antrag

dieser Länder abgelehnt. Die Bundesländer Bayern und Mecklenburg-Vorpommern

hatten dafür plädiert, die gängige Praxis für weitere fünf Jahre aufrechtzuerhalten,

Niedersachsen hatte sich für eine dreijährige Fristverlängerung ausgesprochen. Der

Bauernverband sieht der neuen Tierschutzgesetzregelung skeptisch entgegen, da es

für die Landwirte keine bezahl- und umsetzbaren Alternativen gebe. Grünen-Politiker

Friedrich Ostendorff kritisiert, dass die Bundesregierung es im Vorfeld versäumt habe,

den Landwirten bei der Umstellung zu helfen.

red

Trump-Phobie

Deutsche fürchten sich vor US-Präsidenten

Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger fühlen sich durch Do-

nald Trumps Politik massiv bedroht.

Foto: dpa

Wie die neue, vom R+V Versicherungs-Konzern initiierte Studie „Die Ängste der

Deutschen“ zeigt, fühlt sich die überwältigende Mehrheit der Bundesbürger ange

sichts der politischen und persönlichen Exzentrik des amerikanischen Präsidenten

Donald Trump sehr unbehaglich. Damit wird die Angst vor Terroranschlägen, die

von 59 Prozent der insgesamt 2400 Befragten gehegt wird, die von 57 Prozen

geteilte Furcht vor dem politischen Extremismus und die von 56 Prozent gehegte

Besorgnis über Naturkatastrophen weit überstiegen. Die Mehrheit der Deutschen

fühlt sich Trump und den USA mittlerweile mehr bedroht als beschützt. Doch nich

nur die Bundesbürger empfinden so. „Die ganze Welt zittert vor seinen Entschei

dungen, die von keinerlei Konventionen, Kenntnissen oder Moral geleitet werden“,

wird in der tz die globale Meinung über den amerikanischen Präsidenten und seine

politischen Kapriolen zusammengefasst.

red

Klerikaler Kindesmissbrauch

Opfer vorwiegend männliche Minderjährige

Nur einer von insgesamt 1670 katholischen Geistlichen, denen

Kindesmissbrauch zur Last gelegt wird.

Foto: dpa

Bonn – Im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz wurden mehr als 38 000

Personal- und Handakten aus den 27 deutschen Bistümern ausgewertet. Für den

Zeitraum von 1946 bis 2014 seien dort sexuelle Vergehen an 3677 überwiegen

männlichen Minderjährigen protokolliert worden, hieß es in dem „Spiegel“-Vorab.

Insgesamt 1670 Kleriker hätten diese Taten begangen. 4,4 Prozent aller Kleriker

der deutschen Bistümer waren demnach mutmaßlich Missbrauchstäter. Mehr als

jedes zweite Opfer sei höchstens 13 Jahre alt gewesen, in jedem sechsten Fall sei

es zu Formen der Vergewaltigung gekommen. Der bei der DBK für Missbrauchs

fragen zuständige Trierer Bischof Stephan Ackermann sagte, die Kirche wisse um

das Ausmaß des Missbrauchs. „Es ist für uns bedrückend und beschämend.“ Die

erwähnten Fälle sind vermutlich nur ein Teil dessen, was tatsächlich geschah. Bislang

wurden noch keine Dunkelziffern genannt.

dpa/red

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