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Die Zeit, in der wildwachsen-

de Himbeeren gesammelt und

vom Strauch genascht werden

können, ist längst vorbei. Bee-

renfreunde trösten sich derzeit

mit der nicht minder köstlich

schmeckenden Brombeere und

ihrer blaubereiften Schwester,

der Kratzbeere. Doch liegt nun

auch deren Saison in den letz-

ten Zügen.

Dass diese Beeren Verwandte sind,

ist ihnen deutlich anzusehen. Him-,

Brom-, Kratz- und die eher unan-

sehnliche und unergiebige Steinbee-

re und ihre nordischen Verwandten

Molte- und Akerbeere sind allesamt

Arten aus der Gattung Rubus inner-

halb der Rosengewächse. Strengge-

nommen handelt es sich bei diesen

Früchten aber nicht um Beeren, son-

dern um Sammelsteinfrüchte.

Während es sich bei wildwachsen-

den Himbeeren empfiehlt, jede

Frucht auf Wurmbefall zu untersu-

chen, sind Brom- und Kratzbeeren

in den allermeisten Fällen appetit-

lich und „unbewohnt“. Weshalb

ausgerechnet Waldhimbeeren im

Vergleich zu ihren Verwandten sehr

oft wurmbefallen zu sein scheinen,

erklärt im Folgenden der in Wasser-

burg am Inn lebende Diplom Biologe

Herr Liebel, warum findet man

in Himbeeren weit öfter Wür-

mer als in anderen verwandten

Beerenarten?

Aus biologischer Sicht gesehen sind

Himbeeren nicht wurmig. Die klei-

nen wurmähnlichen Schädlinge, die

oft in Himbeeren zu finden sind,

sind die Larven des Himbeerkäfers.

Obwohl der Himbeerkäfer diesen

Namen trägt, ist er keineswegs so

wählerisch, wie es den Eindruck

macht. Theoretisch kann auch eine

Reihe anderer Obstsorten und auch

Brombeeren vom Himbeerkäfer be-

fallen werden. Warum der Himbeer-

käfer Himbeeren vorzieht, ist eine

Frage des Timings. Der Fortpflan-

zungszyklus des Schädlings ist an die

Blütezeit der meisten Himbeerarten

hervorragend angepasst. Die Weib-

chen legen ihre Eier im Juni ab und

die Larven schlüpfen meist innerhalb

einer Woche. Sie entwickeln sich

dann in den Früchten und sind aus-

gewachsen, wenn die Himbeeren

geerntet werden. Wenn die Wür-

mer dann in den geernteten Beeren

zu finden sind, haben sie den für sie

entscheidenden Zeitpunkt verpasst:

Nach knapp eineinhalb Monaten

verlässt die Larve die Frucht und lässt

sich zu Boden fallen, wo sie sich ver-

puppt. Der Käfer schlüpft dann nach

wenigen Wochen, überwintert aber

bis ins nächste Frühjahr.

Die meisten Brombeerarten blühen

etwas später als die Himbeeren.

Während erste Himbeeren je nach

Sorte teilweise schon Ende Juni ge-

erntet werden können, sind die frü-

hen Brombeeren erst ab etwa Ende

Juli reif. Selbst bei diesen frühen

Brombeeren bleibt der Larve – sollte

es zu einem Befall gekommen sein

– oft genug Zeit, die Brombeere zu

verlassen. Oft blühen die Brombee-

ren aber auch so spät, dass sie gar

nicht mehr von den Käfern befallen

werden, da die Blütezeit der Pflan-

ze einfach nicht mehr mit dem Fort-

pflanzungszyklus des Käfers zusam-

menfällt. Diese Tatsache können sich

auch Himbeer-Liebhaber zunutze

machen. Der Gartenfachhandel bie-

tet spättragende Himbeerarten an,

die erst im frühen Herbst geerntet

werden. Dementsprechend sind sie

durch ihre spätere Blüte ebenfalls

vor dem Himbeerkäfer geschützt.

pw

wirtschaft

S. 10

20. September 2018 -

info@pressewoche.de

&

leben

stil

Neueste Trends aus Paris

Messeeindrücke exclusiv für Sie eingefangen von TOJU Wohnen

Pink und Rosa als absolute

Trendfarben auf der Pariser

Messe, die Mädels freut´s,

viele Herren der Schöpfung

werden eher zurückhaltend

reagieren. Da diese Farben in

unserer Zeit mit den Attribu-

ten zart und feminin verbun-

den werden.

Dabei war das vor gar nicht so lan-

ger Zeit komplett anders, denn da-

mals war die Farbe Rosa den Män-

nern vorbehalten. Rosa wurde auch

das „kleine Rot“ genannt, und weil

Rot als Signalfarbe der Männlichkeit

gilt, ordnete man Rosa folgerichtig

den jungen Männern und Knaben

zu. Auf vielen Gemälden von der

Renaissance bis hin zu einem Fami-

lienbild von Königin Victoria ist diese

Zuordnung noch ganz klar: Knaben

tragen rosa und Mädchen hellblau.

Dazu passt auch, dass die ersten Tri-

kots des 1897 gegründeten Fußball-

vereins Juventus Turin rosa waren.

Im Jahr 1918 schrieb eine ameri-

kanische Frauenzeitschrift : Rosa sei

nun mal „die kräftigere und damit für

Jungen die geeignetere Farbe“. Die

Mädchenfarbe war in dieser Zeit

Blau. Auf vielen Heiligenbildern trug

die Jungfrau Maria blau, also war

Hellblau, „ das kleine Blau“ die Farbe

für die Mädchen.

Selbst 1927 war laut dem „Time

Magazin“ die empfohlene Farbe

für Männer noch immer Rosa. Die

Wende kam erst in den 1940er

Jahren als Arbei-

ter und Matrosen

begannen Blau zu

tragen. Es wird

auch vermutet,

dass das Aufkom-

men der Bluejeans

Mode dabei eine Rolle gespielt hat.

Natürlich muss nicht alles ab so-

fort Pink oder Rosa sein, aber Ihre

Wohnwelt lässt sich mit trendigen

Accessoires, wie zum Beispiel: Bil-

dern, Kissen, Windlichtern oder

Teppichen frisch und zeitgemäß

gestalten. Die neuen und tren-

digen Farbtöne sind auch mit den

momentan aktuellen Grautönen

der Polstermöbel und Wandfarben

perfekt kombinierbar.

Unabhängig von der Trendfarbe

Rosa kann man generell eine Ten-

denz zu mehr Farbe feststellen.

Diese Entwicklung hat sich seit de

Frühjahrsmesse noch verstärkt und

gefestigt. Bunt ist Trend und erlaubt

ist was gefällt, die Lust an der Farbe

ist zurück und wird ausgiebig gefei

ert!

Davon kann man sich bei TOJ

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Vitamine am Wegesrand

Der allmähliche Endspurt der Beerensaison

Martin Liebel, Diplom Biologe, Fachrichtung „Molekulare Biologie“