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NEWS

wirtschaft

06. September 2018 -

info@pressewoche.de

S. 7

Berlin – Kaufen, öffnen, wegwer-

fen: Verpackungen haben meist

ein kurzes Leben, bevor sie in

der Tonne landen. Und allen

Appellen zum Trotz produzie-

ren die Deutschen unverändert

viel Verpackungsmüll. 220,5 Kilo

pro Kopf und Jahr waren es im

Jahr 2016, wie das Umweltbun-

desamt bekannt gab.

Das machte 18,16 Millionen Tonnen

insgesamt – und damit etwa gleich viel

wie im Vorjahr, nämlich 0,05 Prozent

mehr. Der Verpackungsverbrauch

in Deutschland liegt damit weiter-

hin deutlich über dem europäischen

Durchschnitt von 167,3 Kilo pro

Kopf. Knapp die Hälfte, nämlich 47

Prozent, ging auf das Konto privater

Verbraucher.

Für Umweltschützer ist die Sache

klar. „Wir produzieren viel zu viel Ver-

packungsmüll – ein trauriger Spitzen-

platz in Europa“, kommentierte die

Präsidentin des Umweltbundesamts

(UBA), Maria Krautzberger, die Zah-

len. Müll müsse vermieden werden

durch den Verzicht auf unnötige und

unnötig materialintensive Verpackun-

gen. Auf Platz zwei in Europa liegt

Luxemburg mit 211,9 Kilogramm

pro Kopf – basierend auf Werten aus

dem Jahr 2015. Irland liegt auf Platz

drei mit 209,1 Kilogramm pro Kopf

(2015). Laut Umweltbundesamt ha-

ben sich diese Werte innerhalb eines

Jahres nicht deutlich verändert.

Warum fällt überhaupt so viel Verpac-

kungsmüll an? Die Bundesbehörde

nennt mehrere Gründe: zusätzliche

Funktionen wie Dosierhilfen, aufwen-

dige Verschlüsse, kleinere Portionen

für Single-Haushalte, den Online-Ver-

sandhandel und den Trend zum „To

go“-Konsum.

In der öffentlichen Debatte ist derzeit

vor allem Plastik ein Thema – aus-

gelöst durch schockierende Bilder

verschmutzter Strände und riesiger

Müllstrudel im Meer. Pro Kopf ging

der Plastik-Verpackungsmüll bei Pri-

vatpersonen sogar ein klein wenig zu-

rück auf 24,9 Kilo pro Kopf und Jahr

– 2015 waren es 25 Kilo.

Doch das alleine hilft nicht: „Dafür

wurden mehr Glas- und Aluminium-

verpackungen verwendet, was auf

einen Ersatz der Kunststoffverpackun-

gen schließen lässt“, teilte das UBA

mit. Gerade Glas und Aluminium sei-

en in der Herstellung aber sehr ener-

gieintensiv. „Kunststoff durch andere

Verpackungsmaterialien zu ersetzen,

ist nicht immer ökologisch sinnvoll“,

mahnte Krautzberger.

Dass so viele Verpackungen produ-

ziert und weggeworfen werden, ist

in Deutschland vor allem ein Problem

der Rohstoffverschwendung und des

Energieverbrauchs. In der Natur oder

im Meer landet deutscher Müll nur

selten.

Mehr als 70 Prozent des deutschen

Verpackungsmülls wurden 2016 re-

cycelt. Allerdings waren die Quoten

ganz unterschiedlich: 85,5 Prozent

bei Glas, 87,9 Prozent bei Alu, 88,7

Prozent bei Papier und Karton und

sogar 92,1 Prozent bei Stahl, aber nur

49,7 Prozent bei Kunststoff und 26

Prozent bei Holz.

Die Bundesregierung hofft auf die

Wirkung des neuen Verpackungsge

setzes, das ab Januar 2019 in Kraft

tritt. Dann steigen nicht nur die ver

pflichtenden Recycling-Quoten. Die

Lizenzgebühren, die Hersteller für

ihre Verpackungen und deren Entsor

gung zahlen, müssen sich dann auc

danach richten, wie leicht eine Ver

packung recycelt werden kann.

Einen Schwerpunkt legte das Bundes

amt auf ein Umweltproblem, das bis

her nicht viele auf dem Schirm haben:

Verpackungen, die Magnete beinhal

ten. Sie seien zwar eine „Nischener

scheinung“, aber rohstoffpolitisch in

teressant, hieß es da. Der Grund sei,

dass Magnete oft das Metall Neodym

enthalten, bei dessen Abbau radioak

tives Thorium und Uran freigesetzt

würden. Solche Magnete werden für

wiederverschließbare Pralinen- oder

Zigarettenschachteln verwendet.

dpa

Deutschland vorne bei Verpackungsmüll

Keiner produziert in Europa soviel Müll: In der Bundesrepublik werden 220,5 Kilo pro Kopf weggeworfen.

Die Deutschen verbrauchen mehr als 220 Kilo Verpackungen pro Kopf im Jahr – der europäische

Durchschnitt liegt bei 167,3 Kilo.

Foto: Stefan Sauer

Schockierende Bilder

von Müllstrudeln im

Meer

Wichtiges zur Grunderwerbsteuer

Die Experten der Kanzlei Haubner, Schäfer & Partner informieren über:

Beim Immobilienkauf ist die

Grunderwerbsteuer ein nicht zu

unterschätzender Kostenfaktor.

DasWichtigste zu dieser Steuer-

art habenwir für Sie zusammen-

gefasst.

Allgemeines:

Die Grunderwerbsteuer entsteht am häu-

figsten bei Abschluss eines Kaufvertrags über

ein inländisches Grundstück. Dabei löst be-

reits der notarielle Kaufvertrag die Grunder-

werbsteuerpflicht aus, unabhängig vom Ei-

gentumserwerb bzw. der Grundbuchum-

schreibung. Die Grundbuchumschreibung

kann erst dann erfolgen, wenn das Grund-

erwerbsteuerfinanzamt die Bezahlung der

Grunderwerbsteuer bestätigt hat.

Aber auch ohne Kaufvertrag ist der Über-

gang des Eigentums eines inländischen

Grundstücks grunderwerbsteuerpflichtig.

Dies gilt beispielsweise bei:

•Meistgebot im

Zwangsversteigerungsverfahren

•Übergabe an einenTreuhänder

•Erwerb von Erbbaurechten

bzw.

Geäuden auf fremdenGrundstüc-

ken

Schuldner der Grunderwerbsteuer sind

laut Gesetz bei einem„normalen“ Veräuße-

rungsgeschäft (Ausnahmen z.B. Zwangsver-

steigerungen) der bisherige Eigentümer und

der Erwerber gemeinsam. Üblicherweise

wird im Kaufvertrag aber vereinbart, dass

der Erwerber die Kosten der Grunder-

werbsteuer zu tragen hat.

Die wichtigsten Ausnahmen von

der Besteuerung

Grundstückswert maximal

EUR 2.500

• Schenkungen und Erwerb

vonTodeswegen

• Erbauseinandersetzungen

• Grundstückserwerb durch:

- Ehegatten/Lebenspartner

oder

- in gerader Linie Verwandte

sowie

- den früheren Ehegatten /

Lebenspartner imRahmen

der Scheidung

Höhe der Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer beträgt beispiels-

weise in Bayern 3,5% des Kaufpreises

(Grundstück und Gebäude ohne Möblie-

rung, Küche, etc.). In den übrigen Bundes-

ländern ist der Steuersatz wesentlich höher,

wie Sie der nachstehenden Tabelle entneh-

men können.

Bundesland

Steuersatz

Baden-Württemberg

5,0%

Bayern

3,5%

Berlin

6,0%

Brandenburg

6,5%

Bremen

5,0%

Hamburg

4,5%

Hessen

6,0%

Mecklenburg-Vorpommern

5,0%

Niedersachsen

5,0%

Nordrhein-Westfalen

6,5%

Rheinland-Pfalz

5,0%

Saarland

6,5%

Sachsen-Anhalt

5,0%

Schleswig-Holstein

6,5%

Thüringen

6,5%

Anja Schmid Steuerberaterin bei der Kanzlei Hauber, Schäfer & Partner.

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