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06. September 2018 -

info@pressewoche.de

S. 3

Nach

richten

Das Niederbrüllen von Krach

Start-up stellt Lärmtilgungstechnik vor

Feuer mit Feuer bekämpfen – Nach diesem Prinzip soll Lärm mit

Schallwellen neutralisiert werden.

Foto: fotolia

Hamburg – Schon als Student der Elektrotechnik war Marc von Elling mit dem phy-

sikalischen Prinzip der destruktiven Interferenz vertraut. Dieses besagt, dass einer

Lärmeinwirkung mit einem gegenläufigen Signal entgegnet werden kann. Im Ideal-

fall treffen Lärm und Gegensignal ebenbürtig aufeinander und neutralisieren sich ge-

genseitig, so dass eine völlige Stille eintritt. Im Freien, um zum Beispiel Straßenlärm

zu reduzieren, funktioniert dieses Vorgehen nicht. Im genau abgesteckten Umfeld

einer abgeschlossenen Kabine aber, wie zum Beispiel in Fahr- und Flugzeugen,

kann Motorenlärm nach diesem Prinzip merklich gedrosselt werden. Auf Fachmes-

sen präsentiert derzeit die von Marc von Elling gegründete RecalmGmbH eine mit

einer Lärmtilgungsanlage versehene Baggerkabine. „Wir schaffen momentan eine

Reduktion des Motorengeräuschs für den Fahrer um bis zu 75 Prozent“, sagt von

Elling auf brand eins.de.

red

Umweltkatastrophe in Florida

Massensterben von Meerestieren

Traurige Auswirkung der giftigen „roten Flut“: Massen von to-

ten Delfinen an der Golfküste Floridas.

Foto: dpa

Tampa – Ein Anblick, der Tier- und Naturfreunden ans Gemüt geht: Seit Wochen

bereits werden halbtote Delfine, Meeresschildkröten, Fische und andere Meeres-

bewohner an der Küste Floridas angespült, wo sie schließlich vollends eingehen.

Über hundert Tonnen verendete Tiere wurden allein im August eingesammelt.

Diese fielen der sogenannten „roten Flut“ zum Opfer. Experten vermuten, dass

von einzelligen Mikroorganismen ausgeschiedene toxische Gase das Massenster-

ben der Meeresbewohner verursachen. Bislang kann noch nicht auf aussagekräftige

Laborbefunde zurückgegriffen werden. Die rote Flut erstreckt sich gegenwärtig auf

einem Küstenverlauf von mehr als 300 Kilometern. Ähnlich wie die Blaualgenplage

sei diese Umweltkatastrophe der landwirtschaftsindustriellen Überdüngung sowie

der unsachgemäßen Entsorgung von Abfällen geschuldet, so die Vermutung eini-

ger Experten.

red

Und ewig droht die Armut

Einelternfamilien oft einkommensschwach

Fast ein Drittel der Alleinerziehenden ist dem Risiko ausgesetzt,

in Armut zu geraten.

Foto: dpa

Berlin – Wenn auch in den letzten Jahren einige situative Verbesserungen reali

siert werden konnten, leben alleinerziehende Eltern nach wie vor vielfach unter

herausfordernden finanziellen Bedingungen. Das lässt sich an Zahlen ersehen, di

das Statistische Bundesamt unlängst veröffentlichte. Mittlerweile handelt es sich

bei neunzehn Prozent der Familien um Alleinerziehenden-Haushalte. Die Wahr

scheinlichkeit, in Armut zu geraten, ist für Einelternfamilien viel eher gegeben als

für die durchschnittliche Bevölkerung. 2016 waren nahezu 33 Prozent der Fami

lien mit nur einem Elternteil akut von diesem Risiko betroffen. Statistisch werden

Personen als armutsgefährdet eingestuft, wenn sie weniger als sechzig Prozent des

Durchschnittseinkommens beziehen. Insgesamt gehen nur 27 Prozent der allein

erziehenden Mütter bis zu Beginn des vierten Lebensjahres ihres Kindes einem

Broterwerb nach.

red

Existenzbedrohende Dürre

Landwirten wurde Nothilfe zugesagt

Deutschlandweite Dürrekrise – etwa vier Prozent der Landwirte

bangen um ihr Auskommen.

Foto: dpa

Berlin – Landwirten, die gravierende Einbußen aufgrund der wochenlangen Dürrepe-

riode zu beklagen haben, wurde ein staatliches Nothilfepaket von bis zu 340 Millionen

Euro zugesagt. Zur Kompensation von Ernteschädenmöchte der Bund diesenmit 150

bis 170 Millionen Euro unter die Arme greifen, so die Zusage der Agrarministerin Julia

Klöckner. Die anderen fünfzig Prozent des Nothilfepakets soll von den Ländern beige-

steuert werden. Deutschlandweit sind bis zu 10 000 Landwirtschaftsbetriebe, also etwa

vier Prozent, in einem existenzbedrohenden Ausmaß betroffen. Im Dürrejahr 2003,

als der Bund zuletzt Dürrehilfen leisten musste, war eine geringere Zahl von Betrie-

ben davon betroffen. Angesichts der Lage gelte es, unverzüglich zu reagieren, meinte

Klöckner. Nothilfe werde geleistet, sobald ein Betrieb mehr als dreißig Prozent der Jah-

resdurchschnittserzeugung eingebüßt hat. Zudemmüsse eine Existenzbedrohung des

jeweiligen Betriebs festgestellt werden.

red

Kugelblitz-Verdacht

Blitz fährt über Teichpumpe in Wohnhaus

Nur noch die Ahnung von einem Gartenteich. Der Hausherr

spricht von einem „Horrorfilm-Szenario“.

Foto: privat

Pfaffing – Zu einer frühen Abendstunde Ende August ereignete sich im Ortsteil

Graben ein kurioser Blitzeinschlag. Der Blitz fuhr in einen Gartenteich und bahnte

sich über die Umwälzpumpe den Weg in das damit verbundene Wohnhaus, wo

er im Erdgeschoss regelrecht die Stromkabel aus der Wand sprengte. Über die

Erdungskabel fuhr die elektrische Entladung zudem derart gewaltig in die Stahlträ-

gerkonstruktion des Gebäudes, dass Trägerschrauben wie Gewehrkugeln durch

die Zimmerdecke herabschossen. Bei der Sichtung des Schadens wurde die Ver-

mutung laut, dass es sich um einen „kalten Kugelblitz“ gehandelt habe, zumal der

Einschlag gänzlich ohne Brandspuren vonstattenging. Auch überlebten die meisten

Teichfische die atmosphärische Entladung. Glücklicherweise hatte sich während des

Einschlags niemand im Garten oder im Erdgeschoss befunden. Andernfalls hätte

der Vorfall ohne weiteres Todesopfer fordern können.

red

Kampf den Alko-Hooligans!

CSU will Viktualienmarkt „trockenlegen“

Hat das noch mit Gemütlichkeit zu tun? Der Viktualienmarkt als

Schauplatz alkoholischer Exzesse.

Foto: fotolia

München – Die CSU setzt sich für eine Neuregelung für den Konsum von alkoho

lischen Getränken auf dem Viktualienmarkt ein. Dieser soll bald nur noch innerhalb

der definierten Gastro- und Freischankflächen erlaubt sein. Markthändler äußern sich

mit zunehmendem Unmut über das alkoholisch enthemmte Treiben insbesonder

rund um den Liesl-Karlstadt-Brunnen. „An manchen Tagen wird der Marktbetrieb

negativ beeinflusst“, sagt Stadtrat Hans Theiss im Gespräch mit der tz. Heuer und im

letzten Jahr war das Treiben bereits mehrmals ausgeartet. Verkäufer und Marktkun

den wurden von alkoholisierten Personen bedroht und angepöbelt. Die Polizei mus

ste hinzugezogen werden. Einer Händlerin, die 2017 die Stirn hatte, das Verhalten

einiger Alkoholisierter öffentlich anzuprangern, wurde am Tag darauf der Marktstand

beschädigt. Die CSU-Fraktion des Münchener Stadtrats stellte im August einen Eil-

Antrag, der im Feriensenat thematisiert werden soll.

red

Quallen-Alarm in Bayern

Massenhaftes Auftreten der Süßwasserqualle

Die Süßwasserqualle (Craspedacusta sowerbii) in nur leicht ver-

größerter Ansicht.

Foto: xxx

München – Beim Stichwort „Quallen“ denken die meisten sofort an salziges Meer-

wasser. Dass aber auch eine Quallenart einheimische Badegewässer zum Lebens-

raum hat, ist den meisten unbekannt. Normalerweise ist die Zwei-Euro-Stück-gro-

ße Süßwasserqualle, auch Süßwassermeduse genannt, sehr selten. Aufgrund der

langanhaltenden warmenWitterung tritt sie derzeit sehr häufig auf. Dies ist nicht un-

problematisch, zumal sie als Verzehrer von Zooplankton in Nahrungskonkurrenz

zu einigen Fischarten steht. Die anderen Wasserbewohner, auf die sie nach wie vor

befremdlich wirkt, machen einen weiten Bogen um sie. Somit hat die Süßwasser-

qualle auch keinerlei Fressfeinde. Eine Berührung mit diesem glitschigen Tier ist für

Menschen absolut harmlos. Die LMU München bittet darum, Sichtungen der Süß-

wasserqualle zu melden: per E-Mail unter

katrin.schachtl@bio.lmu.de

oder unter

der Telefonnummer 089/218074213.

red

Tod durch Lithium-Akkus

29-Jähriger stirbt nach Ladegerät-Explosion

Schon zuvor hatten akkubetriebene Elektrogeräte Gebäude-

brände und Brandverletzungen verursacht.

Foto: fotolia

Hamburg – Dass mit Lithium-Ionen-Akkus betriebene Geräte wie Smartphones,

Kopfhörer und E-Bikes in Flammen aufgehen können, ist bislang bekannt. Als Folge

einer Explosion eines Akku-Ladegerätes in einem Bürogebäude im Stadtteil St. Pauli

ist unlängst ein 26-jähriger Mann ums Leben gekommen. Nach vor Ort durchge

führten Wiederbelebungsmaßnahmen wurde er in ein Krankenhaus gebracht, w

er schließlich seinen Verletzungen erlag. Schleierhaft blieb, wie es zu der Explosion

kommen konnte, beziehungsweise um welches Fabrikat es sich dabei handelte.

Das Landeskriminalamt hat diesbezüglich sofortige Ermittlungen aufgenommen.

Der Süddeutschen Zeitung konnte ein Polizeisprecher bald mitteilen, dass es sich

um ein kompaktes Ladegerät für Lithium-Ionen-Akkumulatoren gehandelt habe.

Für die rund 25 geschockten Unfallzeugen wurde nach Angaben der Feuerwehr

eine psychologische Betreuung angefordert.

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