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KOSTENLOS

AUSGABE NUMMER:

409

26. Juli bis 22. August 2018

Das grosse

14-tägliche Zeitungsmagazin

Für Regionales, Wirtschaft und Kultur

R O S E N H E I M M ü h l d o r f T r a u n s t e i n M i e s b a c h E b e r s b e r g K u f s t e i n

13. Jahrgang

Das nächste Mal erscheint die

pressewoche

kostenlos am 23. August 2018

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pressewoche

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Seiten

Blick

Von Peter Weikl

... wird

präsentiert von:

Ziel verfehlt!

Die Ritualisierung der Satire

Der Mittelstand zahlt die Zeche

Foto: Fotolia

Satire ist keine Selbstverständ-

lichkeit. In manchen Ländern

ist sie obrigkeitlich verboten.

Dabei lassen sich mit ihrer Hilfe

nicht nur politische Missstände

und Widersprüche aufdecken.

Spannend und zugleich beängsti-

gend nimmt es sich aus,

wenn es ihr mit Stilmit-

teln der Ironie und der

grotesken Übersteige-

rung gelingt, die in der

gesellschaftlichen Wirk-

lichkeit schlummernde

Grausamkeit herauszu-

schälen und kenntlich

zu machen.

Als eine Art psychologisches

Skalpell lässt sich Satire auch

auf das Individuum selbst an-

setzen. Kaum eine Kunstgattung

ist so wunderbar in der Lage,

das in einem selbst tiefsitzende

Mangelhafte herauszusezieren.

Oft genug wird einem dann

schmerzlich vor Augen geführt,

in welch ungeahntem Maße

man doch vorurteilsbehaftet

und fremdbestimmt ist. Satire

verfügt somit über vortreffliche

analytische, Einsicht stiftende

und läuternde Wirkkräfte.

Wie mir scheint, sind einige in

den letzten Jahren sehr populär

gewordene Satireshows weitge-

hend frei von solchen Gehalten.

Diese von öffentlich-rechtlichen

Rundfunkanstalten ausgestrahl-

ten Sendungen konzentrieren

sich ausschließlich auf das Feld

der hohen Politik. Dadurch wird

dem unbedarften Zuschauer

der Eindruck vermittelt, dass

sich Satire einzig und allein dar-

auf zu beziehen habe.

Zwar wird darin – mit-

unter durchaus geist-

reich – eine handfeste

Kritik gegen Unzuläng-

lichkeiten in der poli-

tischen Arbeit und das

menschliche Versagen

der Volksvertreter ge-

übt. Leider aber kann

der Zuschauer dar-

aus nur wenig Nutzen für sich

selbst ziehen. Da sie in puncto

Präsentationsstil reine Nachah-

mungen von Comedy-Forma-

ten sind, wie man sie aus dem

Privatfernsehen kennt, stellen

sich diese vorgeblichen Satire-

sendungen nur noch als pures

Mittel zur Berieselung dar. Den

Programm-Machern scheint es

einzig darum zu gehen, dem

Zuschauer im Acht-Sekunden-

Takt ein Lachen zu entlocken,

wobei dieser gar nicht mehr

weiß, worüber er vor sechzehn

Sekunden geschmunzelt hat.

Sollten aber noch mehr Sen-

dungen dieser Art der Me-

dienlandschaft entsprießen und

überhand nehmen, fürchte ich,

dass Satire bald zu einem von

Lacher zu Lacher hangelnden,

leeren Ritual verkommt.

komro.net

Die ausführliche Broschüre zum Thema

finden Sie in dieser Ausgabe der Pressewoche!

Rosenheim schaut digital

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Sommerpause

bis 22.08.

Verschärfte Umweltauflagen, Fachkräftemangel, Nachfolgeproblematik und Digitalisierung sorgen für gravierende Veränderungen. Auch die poli-

tischen Rahmenbedingungen haben Auswirkungen, denn weltweit greifen immer mehr Regierungen zu protektionistischen Maßnahmen, um heimische Arbeits

plätze zu sichern. Und als wäre das nicht genug, steigt auch der Bürokratieaufwand weiter. Rückläufig dagegen entwickelt sich die Innovationskraft des Mittelstands.

Ein alarmierendes Signal.

Mehr dazu auf Seite 2

Das

WETTER

für Oberbayern

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