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KOSTENLOS
AUSGABE NUMMER:
406
28. Juni bis 11. Juli 2018
Das grosse
14-tägliche Zeitungsmagazin
Für Regionales, Wirtschaft und Kultur
R O S E N H E I M M ü h l d o r f T r a u n s t e i n M i e s b a c h E b e r s b e r g K u f s t e i n
13. Jahrgang
Das nächste Mal erscheint die
pressewoche
kostenlos am 12. Juli 2018!
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pressewoche
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Seiten
Blick
Von Hans-Dieter Loy
... wird
präsentiert von:
Freiheit, Freiheit über alles?
Es wird sich ausgetobt im Netz. Ein Appell
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Das
WETTER
für Oberbayern
vom 28. Juni 2018 bis 11. Juli 2018
Durch Tradition und Brauchtum wird die Gleichberechtigung der Frau gehemmt. Das zeigt ein untersuchender Blick, den die
pressewoche
auf Sitte, Sprache und
Folklore wirft.
Mehr dazu auf Seite 2
Männerherrschaft
Offenbar führt kein Weg mehr vorbei
an dieser globalen Kommunikation. Es
lebe also die große Freiheit für jeden,
der mehr als zwei, drei Buchstaben
aneinanderreihen kann, um sich end-
lich so richtig im Netz austoben zu
können. Ein jeder in seinem Stil, nach
seinem Wissensstand,
nach Bildung und gei-
stigem
Vermögen.
Jeder, der glaubt, sich
auszukennen und al-
les begriffen zu haben
von dem, was da so
abläuft in der Welt der
Nachrichten. Dabei
spielen gutes Deutsch,
korrekter
Satzbau,
Interpunktion
und
Grammatik oft keine
Rolle. Es wird einfach
losgetrampelt. (Nein,
ich bin kein Deutsch-
lehrer. Doch so empfinde ich es halt.)
Kommentar auf Facebook nach dem
Fahrradunfall einer Vierzehnjährigen:
„Tja, wen man nich auf Strase guck und
auf hendi guck selbschult“ . Bösartige
Bemerkungen, obwohl null Details
über den Unfall bekannt waren. So-
wass rech mich sowass von auff. Hämi-
sche Kommentare, sinnlose Phrasen,
hirnloser Blödsinn, der täglich zu allem
verzapft wird – sehr oft anonym – trägt
das Label der absoluten Meinungsfrei-
heit eines jeden. Bin ich frei, wenn ich
tue, was ich will? Oder bin ich sonst
asozial? Freiheit ist nicht gleich Anar-
chie. Absolute Freiheit bedeutet auch
absolute Verantwortung! Viele solcher
„Autoren“ in ihrem vermeintlichen
Recht zur hemmungslosen Äußerung
sind davon weit entfernt.
Wen interessieren eigentlich solche
Statements? Ist es die Freude des Ver-
fassers, sich verbal zur Schau stellen
zu können, ist es der Zwang einer
ungezügelt bösartigen Ich-hau-dir-in-
die-Fresse-Obsession
oder einfach nur das
Vergnügen purer Ei-
telkeit, um es den an-
deren einmal richtig zu
zeigen? Verbreitet oft
ausgerechnet von je-
nen, die keine öffent-
liche Verantwortung
haben, sich vor einem
ehrenamtlichen Enga-
gement drücken und
die wie miese Hec-
kenschützen meinen,
ihre giftigen Pfeile auf
jeden –zurzeit sind es
oft Politiker und Flüchtlinge – abfeuern
zu müssen?
Dieser Hype ist ein Phänomen unse-
rer Tage. Vielleicht befeuert vom Ver-
halten des aktuellen US-Präsidenten.
Aber muss man über jedes Stöckchen
springen, das einem hingehalten wird?
Wir müssen nicht jeden populistischen
Trend, schon gleich nicht den geschil-
derten, mitmachen. Ein seriös unbe-
quemer Leserbrief beispielsweise wäre
sehr begrüßenswert, wenn einem et-
was nicht passt. Aber diese elenden
Kommentare auf Facebook und Insta-
gram, diese lawinenartigen Shitstorms
gegen Personen und Unternehmen,
diese meist vor Unwissen strotzende
Schmähkritik – Leute, lasst es bleiben!
Am Aussichtsturm 1 | 83512 Wasserburg
Alte Gruber Str. 2-6 | 85586 Poing
Wendelsteinstr. 9-11 | 83714 Miesbach
*Artikel wie Acces-
soires, Handtaschen,
Pflegeprodukte u.ä.
sind von der Aktion
ausgeschlossen!
S i e f i n d e n j e d e A u s g a b e d e r
p r e s s e wo c h e u n t e r :
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