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„Die homöopathische Komplex-
apotheke für Kühe“. Unter die-
sem Motto steht die Schulung,
die die Molkerei MEGGLE ihren
Milcherzeugern seit Anfang April
erstmalig anbietet. An insgesamt
acht Terminen bekommen die
Landwirte die Möglichkeit, sich
in Ganztages-Seminaren mit
homöopathischen Behandlungs-
methoden für Kühe auseinander-
zusetzen. Die Schulungskosten
übernimmt die Molkerei.
Die Lehrgänge werden an acht ver-
schiedenen Orten angeboten, um
möglichst vielen Milcherzeugern die
Teilnahme zu ermöglichen. Darüber
hinaus ist in Rücksichtnahme auf eine
konstruktive und nachhaltige Schu-
lungsatmosphäre die Teilnehmerzahl
auf maximal 40 Personen je Veran-
staltung begrenzt. Als Referentin für
die Schulungen konnte Erika Lung-
hamer gewonnen werden. Sie verfügt
als Human- und Tierheilpraktikerin über
ein breites Fachwissen und bietet regel-
mäßig Schulungen für Milcherzeuger
an.
Das Schulungsangebot ist ein Ergebnis
der gemeinsamen Arbeit von Milcher-
zeugern und der Molkerei MEGGLE
aus dem vergangenen Jahr. In einem
neu gegründeten „Arbeitskreis für art-
gerechte Tierhaltung“ haben sich beide
Seiten im letzten Jahr zu aktuellen The-
men der Haltung von Milchkühen in-
tensiv ausgetauscht. Gemeinsamwurde
die „Politik zur artgerechten Haltung von
Milchkühen“ verfasst. In dieser Broschü-
re wird zu ausgewählten Kriterien der
Haltung der Tiere Stellung bezogen.
Auf Basis dieses Berichts wurde nach
der Veröffentlichung eine Befragung
durchgeführt. Darin wurden auch die
Nutzung und Erfahrungen von homöo-
pathischen Behandlungsmitteln unter-
sucht. Neben den Milcherzeugern, die
regelmäßig auf Homöopathie setzen,
gibt es eine breite Masse, die bereits
gelegentlich homöopathische Behand-
lungsmittel nutzt. Dieser Einsatz wird
bei den Landwirten immer beliebter.
MEGGLE investiert in dieWeiterbildung
der Milcherzeuger, um Homöopathie
als alternative Behandlungsmöglichkeit
vorzustellen und die Kenntnisse der
Landwirte zu vertiefen.
red
leben
stil
S. 14
17. Mai 2018 -
Molkerei schult Homöophatie
MEGGLE ist das Wohl und die Gesundheit der Tiere sehr wichtig. Deshalb schult die
Molkerei die Milcherzeuger erstmals zum Thema Homöopathie. Damit reagiert man auf
die Wünsche der Landwirte:
Nur gesunde und zufriedene Milchkühe liefern den wertvollen Rohstoff Milch mit höchster Qualität.
Foto: fotolia
Über MEGGLE:
Das Erfolgsrezept von MEGGLE
lautet seit über 130 Jahren: Tradi-
tion, Qualität und ständige Inno-
vationen. Als kleine Käserei wur-
de das Unternehmen von Josef
Anton Meggle I. bei Wasserburg
in der Nähe von München ge-
gründet und zählt heute zu den
renommiertesten
Herstellern
von Milcherzeugnissen in Euro-
pa. Die Markenprodukte werden
auch in Nord- und Südamerika
und im asiatischen Raum vertrie-
ben. Mit ca. 2.500 Mitarbeitern,
darunter ca. 1.000 in Wasser-
burg, produziert die MEGG-
LE-Gruppe qualitativ hoch-
wertige Milch-, Käse-, Sah-
ne und Joghurtprodukte sowie
Butter, Butterspezialitäten und
gefüllte Baguettes für End- und
Großverbraucher. Darüber hin-
aus werden Milchtrockenpro-
dukte als Spezialerzeugnisse für
die internationale Pharma- und
Lebensmittelindustrie
herge-
stellt. Stets dem Fortschritt ver-
pflichtet, konnte MEGGLE 2017
einen Umsatz von einer Milli-
arde Euro erwirtschaften. Trotz
des internationalen Erfolgs zählt
die Heimat: Der Hauptfirmen-
sitz befindet sich nach wie vor
im oberbayerischen Wasserburg
am Inn.
Die Schulungskosten
übernimmt die
Molkerei MEGGLE
Berlin – Bundesagrarministe-
rin Julia Klöckner (CDU) will
die Förderung für die Bio-
Landwirtschaft aufstocken und
ermuntert mehr Bauern zum
Umstellen. „Die Nachfrage
der Verbraucher nach Bio ist
höher, als die heimische Pro-
duktion abdecken kann“, sag-
te sie der Deutschen Presse-
Agentur.
Dies sei doch ein guter Anreiz, auf
Ökolandbau umzusteigen. „Den
fördern wir auch und wollen im
Haushalt 2018 deutlich mehr Geld
– insgesamt 30 Millionen Euro – da-
für zur Verfügung stellen.“ Im Etat
2017 waren es 20 Millionen Euro.
Klöckner betonte zugleich: „Es wird
keiner zur Umstellung gezwungen –
es sind alles wirtschaftende Betriebe
und keine Staatsbetriebe.“
Ziel sei außerdem die Minimierung
von Risiken, die Bauern von einer
Umstellung auf Bio abhalten, sag-
te die Ministerin. „Viele Landwirte
produzieren schon zu großen Tei-
len nach Öko-Kriterien, tun dann
aber nicht den letzten Schritt einer
Bio-Zertifizierung.“ Ein Grund sei
etwa, dass bestimmte Pilzbekämp-
fungsmittel nicht zugelassen wären,
ohne die in sehr feuchten Jahren
aber Totalausfälle der Ernte drohen
könnten. „Deshalb intensivieren wir
die Förderung der Forschung nach
alternativen Pflanzenschutzmitteln
auch für Bio-Betriebe“.
Im Koalitionsvertrag bekennen sich
Union und SPD zum Ziel, bis 2030
einen Öko-Anteil von 20 Prozent
der deutschen Landwirtschaftsfläche
zu erreichen – derzeit sind es 7,5
Prozent.
dpa/red
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will die ökologische Landwirtschaft in Deutschland
stärker fördern.
Foto: fotolia
Nachfrage stark gestiegen
Klöckner will Förderung für Bio-Landwirtschaft aufstocken
Berlin – Das geplante staatliche „Tier-
wohllabel“ für Fleisch und Fleischer-
zeugnisse im Supermarkt soll nach
Plänen von Bundesagrarministerin
Julia Klöckner (CDU) drei Stufen be-
kommen. Dabei soll die Eingangsstu-
fe „eindeutig über dem gesetzlichen
Standard“ liegen, wie das Ministerium
mitteilte.
„Unsere Kennzeichnung wird klar,
wahr und verlässlich sein“, sagte die
Ressortchefin. „Wir werden das Label
so attraktiv machen, dass viele Land-
wirte mitmachen und sich dadurch die
Haltungsbedingungen der Nutztiere
spürbar verbessern.“ Welche Aufla-
gen die Bauern bei der Tierhaltung
im einzelenen für die verschiedenen
Einstufungen einhalten müssen, wurde
zunächst noch nicht mitgeteilt.
Mit den Eckpunkten kündigt Klöck-
ner einige Änderungen am bisherigen
Konzept an. Ihr Vorgänger Christian
Schmidt (CSU) hatte Kriterien für das
Label erarbeitet, es bis zur Bundes-
tagswahl aber nicht umgesetzt. Seine
Pläne hatten zwei Stufen des Labels
vorgesehen – eine Eingangs- und eine
Premiumstufe.
Klöckner will außerdem auf die bisher
auf dem Logo angedachte schwarz-
rot-goldene Flagge verzichten. Dies
könne von Verbrauchern fälschlich als
Angabe zur Herkunft verstanden wer-
den. Sie zeigte sich zudem offen dafür,
dass die Label-Stufen nicht wie geplant
mit Sternen, sondern mit Ziffern ange-
geben werden könnten.
Klöckner stellte die Eckpunkte nach
einem Gespräch mit Vertretern von
Tierhaltern,
Verbraucherzentralen,
Tierschützern und Handel vor. Ziel sei
eine breite Beteiligung in Supermärk-
ten und Gastronomie. Für Landwirte
soll die Teilnahme freiwillig sein, die
Kriterien müssten dann aber verbind-
lich eingehalten werden.
Mitgenommen werden sollten insbe
sondere Bauern, die bei der seit 201
bestehenden „Initiative Tierwohl“ mit
machen. Dabei erhalten Landwirt
für Zusatzleistungen Geld aus eine
Fonds, in den Supermarkt-Ketten ein
zahlen. Geplant ist eine staatliche För
derung für Stall-Umbauten und ein
Werbekampagne.
Klöckner strebt an, dass das „Tierwohl
Label“ bis 2020/2021 in die Super
märkte kommt. Union und SPD habe
imKoalitionsvertrag vereinbart, bis zu
kommenden Jahr ein Konzept dafür z
schaffen. Im Handel sind bereits einig
Kennzeichnungen gestartet worden
auch der Bauernverband hat eigen
Vorschläge gemacht.
dpa/re
Tierwohl in drei Stufen
Label soll bis zum Jahr 2020/2021 in die Supermärkte kommen
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.
Foto: Michael Kappeler
Haltungsbedingungen
der Nutztiere sollen
sich spürbar
verbessern.
30 Millionen Förderung
für 2018! Ein guter An-
reiz, auf Ökolandbau
umzusteigen
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