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Bis zum 31. März 2010 existierte
in der 6000-Einwohner-Gemein-
de Brannenburg im Inntal die
Karfreitkaserne als Heimat des
Gebirgspionierbataillon 8. Am
nächsten Tag war der Platz men-
schenleer, der Standort wurde
nach 74 Jahren Betrieb als Garni-
son geschlossen, die Truppe nach
Ingolstadt verlegt. Die Bundes-
anstalt für Immobilienaufgaben
übernahm den Verkauf des frei
gewordenen Areals von 16 Hekt-
ar zur weiteren Nutzung.
2012 war es dann so weit. Der Mode-
Unternehmer Wolfgang Endler erwarb
die gesamte Fläche. Er plante vonBeginn
an eine Mischbebauung aus Gewerbe
und Wohnen. Sehr rasch wurde aus ei-
ner Vision ein klares Konzept für einen
Mehrgenerationen-Wohnkomplex. Die
Wandlung eines Kasernengeländes mit
klarer Hierarchie und strenger Befehls-
kette in einen Ort für Jung und Alt mit
Bewegungsfreiheit und üppigem Grün
war spannend, innovativ und erforderte
ein hohes Maß an Kreativität und Mut.
Heute, 2018, kann man feststellen:
Der Plan ist aufgegangen, „Dahoam im
Inntal“ entwickelt sich zügig und sehr
erfreulich.
Einzigartig in Deutschland
„Ja“, bestätigt Matthias Jokisch, Bran-
nenburgs Erster Bürgermeister, „es
ist ein wegweisendes Wohn- und Le-
bensraumprojekt und bisher einzigartig
in Deutschland. Seine Besonderheit
liegt im generationsübergreifenden
Wohnen mit Integration sozialer Ein-
richtungen sowie in seiner Dimensi-
on.“ Von 800 erwarteten Bewohnern
haben bis heute bereits über 500 ihre
neuenWohnungen bezogen. EinMon-
tessori-Kinderhaus ist längst mit Leben
erfüllt, es gibt Spielplätze, Sportflächen
und Gärten. Eine Einrichtung mit Dien-
sten zur Betreuung und Pflege im Alter
und 32 zusätzliche Sozialwohnungen
für die Gemeinde Brannenburg sind in
Angriff genommen. Nach Straßenver-
kehr und parkenden Autos innerhalb
des Geländes hält man vergeblich Aus-
schau, die Fläche ist mit Tiefgaragen
unterkellert. Bis 2021 soll die Baupha-
se für Sägmühle abgeschlossen sein.
Preis für Wohnkultur
Der Projektentwickler, der Investor
und die Gemeinde Brannenburg
wurden dafür vor einem Monat mit
dem „Preis für Baukultur der Metro-
polregion München“ ausgezeichnet.
Rupert Voß, Geschäftsführer des Pro-
jektentwicklers InnZeit: „‘Dahoam im
Inntal‘ soll mehr sein als ein Einzel-
projekt, nämlich ein Modell, wie man
mit einem Quartier den Bedürfnissen
von Menschen jeden Alters und in
unterschiedlichsten Lebenssituationen
nachkommen kann und zugleich Wer-
te wie Gemeinschaft vermittelt.“ Und
der Bürgermeister führt aus: „Von An-
fang an wollten wir kein Wohngebiet
ohne intensive Anbindung an unse-
re Gemeinde, auch der Bewohner.
Brannenburg stellt sich und seine
Vereine fortlaufend bei den Neubür-
gern vor, und wir haben auf einem
Einheimischenmodell nach dem Kon-
zept der so genannten einkommen-
sorientierten Förderung bestanden.
So wird ein Modell bezeichnet, bei
dem bedürftige Mieter einen einkom-
mensabhängigen Zuschuss zur Miete
erhalten.“ Das geplante Pflegeheim
mit knapp 100 Plätzen, davon 24 De-
menzplätze, steht nach Fertigstellung
auch den Brannenburger „Altbürgern“
zur Verfügung. Schulen, Kindergärten,
sogar der Friedhof werden ausge-
baut, es tut sich was im neuen Viertel.
Von den bestehenden Mietern und
Käufern kommen 5 Prozent aus der
Gemeinde Brannenburg, etwa zwei
Drittel aus einem Umkreis von we-
niger als 50 Kilometern, ein Drittel
von weiter her. 55 Kinder senken den
Altersdurchschnitt der Neubürger auf
49 Jahre. Das letzte i-Tüpfelchen wird
ein Bürgercafé sein, das innerhalb des
Areals im Tagesbetrieb geführt wird.
Rupert Voß: „Für die Umsetzung des
Cafés suchen wir eigenverantwortlich
handelnde Betreiber aus der Umge-
bung.“
Türmefest im September
Im September 2017 fand ein so
genanntes Türmefest statt. Über
1 000 Besucher aus Bayern und
Tirol nahmen an der Feier für Be
wohner, Einheimische und andere
Interessierte teil. Die Idee war, An
wohner, Nachbarn und Gäste vo
nah und fern zusammenzubringen
und so ein allgemeines Kennenler
nen der neuen Örtlichkeit und de
neuen Brannenburger Einwohner
zu schaffen. Auch im Septembe
2018 wird das Türmefest wieder
mit einem Unterhaltungsprogramm
für Groß und Klein veranstaltet, e
soll zur regelmäßigen Einrichtung
werden.
hdl
3. Mai 2018 -
S. 5
Nach
richten
Sägmühle – neuer Ortsteil in Brannenburg
Konversion von Kaserne zu Wohnen
Der neue Brannenburger Ortsteil Sägmühle. Einen „Preis für Baukultur“ erhielt das Brannenburger Wohnprojekt „Dahoam im Inntal“. Die frühere
Karfreitkaserne ist nicht wiederzuerkennen. Der Uhrturm im Vordergrund befand sich auf dem Küchengebäude, auf dem damaligen Exerzierplatz
(„Ex-Platz“) wurden Wohnhäuser erbaut, an der Stelle des Unteroffizierheims steht jetzt ein Kindergarten.
Der neue Ortsteil soll inte-
griert werden!
Brannenburgs Gemeinderat
mit Erstem Bürgermeister
Matthias Jokisch hält enge
Verbindung zum neuen
Wohnprojekt. Die zugezo-
genen Bürger werden enga-
giert auf ihr neues Umfeld
vorbereitet und können sich
über Land und Leute infor-
mieren.
Foto: Sahm, Brannenburg
„Dahoam im Inntal“
entwickelt sich zügig
und wird ein Quartier
für Jung und Alt
Schulen, Kindergärten,
ein Pflegeheim und
sogar der Friedhof
werden ausgebaut.
Sparen – und dabei der Natur und der Region nützen!
Wer einen sinnvollen Beitrag zur Natur- und Regionalpflege leisten möchte und es dabei behaglich warm haben will, greift a
besten zu den Holzpellets und anderen Brennmaterialien des Biomassehof Achental.
„Regionalität und Umwelt-
freundlichkeit – diese bilden
das Säulenpaar unserer Un-
ternehmensphilosophie“, sagt
Wolfgang Wimmer, der Ge-
schäftsführer des Biomassehof
Achental.
Die Hackschnitzel, die das Unter-
nehmen produziert und vertreibt,
stammen ausschließlich aus regiona-
len und mit nachhaltig bewirtschaf-
teten Wäldern. Ebenso die Rohstof-
fe zur Herstellung seiner Pellets und
Holzbriketts.
Im Rahmen eines großangeleg-
ten europäischen Forschungspro-
gramms wurde am Standort Achen-
tal im Jahre 2005 ein großes und
ungenütztes Potential für Energie-
holz festgestellt. Um dem allgemein
steigenden Bedarf von Hackschnit-
zeln und Holzpellets gerecht zu
werden, wurde der Biomassehof
Achental gegründet. Dieser macht
es sich seither zur Aufgabe, den Be-
darf an Brennmaterialien im Sinne
der Umweltfreundlichkeit zu dec-
ken.
Darüber hinaus bleibt auch die
Wertschöpfung in der Region er-
halten. Alle Berufsgruppen, die mit
den Rohstoffen zu tun haben, vom
Förster bis zum Sägewerkarbeiter,
profitieren davon. Der Erlös bleibt
voll und ganz in der Region, und das
sichert wiederum die Arbeitsplätze.
Eine der Besonderheiten der Pellets
vom Biomassehof Achental besteht
in dem pelprotec genannten Her-
stellungsverfahren. Dabei werden
die Pellets mit einem hauchdünnen
Schutzfilm überzogen. Das bringt
beachtliche Vorteile mit sich: So
entstehen beim Einblasen der Pel-
let-Lieferung bis zu 95 Prozent we-
niger Staub. Das wiederum garan-
tiert eine hohe Betriebssicherheit.
Auch ein bis zu 4,6 Prozent höherer
Heizwert als bei herkömmlichen
Pellets kann sich sehen lassen. Zu-
dem bleibt bei Pellets dieser Her-
stellungsart bis zu 50 Prozent weni-
ger Asche zurück. Daraus ergibt sich
wiederum ein geringerer Wartungs-
aufwand.
Fossile Brennstoffe wie Öl oder
Erdgas sind nur begrenzt vorhan-
den und gehen mit langen Trans-
portwegen einher. Sie sind Spielball
weltwirtschaftlichen Kalküls und
von daher unberechenbaren Preis-
schwankungen unterworfen. Diese
Nachteile bleiben beim Umstieg auf
Energieholz-Heizung weitgehend
außen vor.
Für diejenigen, die bereits mit Pel-
lets heizen, möchte der Biomas-
sehof Achental auf seine Frühjahrs-
aktion aufmerksam machen. Noch
bis Mitte Mai kann man sich einen
sagenhaften Vorteilspreis für den
Bezug von Holzpellets sichern. Eine
Bestellung zahlt sich auf alle Fälle
aus!
pw
– Anzeige –
Kontakt:
Biomassehof Achental
GmbH & CO.KG
Jürgen Rosenberger
Eichelreuth 20
83224 Grassau
Telefon: 08641 / 694143-0
Wolfgang Wimmer,
Geschäftsführer des
Biomassehofs Achental
„Wenn man den Brennwert
zur Grundlage nimmt, sind
Holzpellets derzeit über 20
Prozent günstiger als fossile
Brennstoffe. Das Heizen mit
Energieholz macht von daher
nicht nur ökologisch, sondern
auch ökonomisch Sinn. Rück-
blickend, im Betrachtungszeit-
raum von mehreren Jahren,
waren Pellets durchwegs auf
einem niedrigerem Preisniveau
als Heizöl oder Gas. Zudem ist
die Preisentwicklung bei Ener-
gieholzeinsatz verlässlicher als
bei fossilen Brennmaterialien.“
Das Bild zeigt einen Lastwagen der Biomassehof Achental GmbH, beim anliefern der Firestixx-Premium-Pellets bei einem Kunden.
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