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KOSTENLOS
AUSGABE NUMMER:
402
3. Mai bis 16. Mai 2018
Das grosse
14-tägliche Zeitungsmagazin
Für Regionales, Wirtschaft und Kultur
R O S E N H E I M M ü h l d o r f T r a u n s t e i n M i e s b a c h E b e r s b e r g K u f s t e i n
13. Jahrgang
Das nächste Mal erscheint die
pressewoche
kostenlos am 17. Mai 2018!
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pressewoche
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Seiten
Blick
Von Peter WEikl
... wird
präsentiert von:
Pressefreiheit bedeutet Verantwortung
Die Feder ist kein Schwert
Den Namen „HiPP“ kennt jeder von den Baby-Gläschen. Was viele nicht wissen: Der Unternehmer hat noch eine ganz andere Seite. Die
pressewoche
hat Professor Dr
Claus Hipp in München getroffen und als Maler und Kunst-Professor kennengelernt.
Mehr dazu auf Seite 2
Die unbekannte Seite von
Claus Hipp
Sie finden jede Ausgabe der
pressewoche
unter:
Foto: HIPP
Am dritten Mai – genau am Erschei-
nungstag dieser Ausgabe – findet
wieder der Internationale Tag der
Pressefreiheit statt. Seit 1994 wird
an diesem Tag besonders betont,
dass die Presse- und Meinungs-
freiheit ein grundlegendes Kenn-
zeichen einer freien
Staatsverfassung ist.
Zugleich aber wird
auf Verletzungen der
freien Meinungsäu-
ßerung, zum Beispiel
in den EU-Ländern
Polen und Ungarn,
aufmerksam gemacht.
In diesem Zusam-
menhang mögen sich
auch viele an den
Terroranschlag auf die
Redaktion des französischen Sati-
remagazins Charlie Hebdo im Ja-
nuar 2015 erinnert fühlen. Mit der
alsbald millionenfach geäußerten
Parole „Je suis Charlie“ wurde ein
nachdrücklicher Appell für Presse-
und Meinungsfreiheit laut. Aller-
dings gab es auch etliche, bei de-
nen sich Gefühle des Unbehagens
einstellten, nachdem sie einige der
provokanten Islam-Karikaturen zu
Gesicht bekommen hatten.
Mir erging es damals ebenso. Bei
einigen in einer Fernsehsendung
gezeigten Spottbildern befielen
mich Gefühle des Entsetzens. Die-
se Karikaturen waren in einer ab-
stoßend überzogenen und ehrver-
letzenden Aggressivität nicht nur
gegen radikal-fundamentalistische
Moslems gerichtet, sondern zu-
gleich gegen die gemäßigten, fried-
fertigen Anhänger des Islams.
Damals schien es Charlie Hebdo in
diesem Punkt kaum
um eine gesunde
Satire gegangen zu
sein. Eines der heh-
ren Ziele der frei-
en Presse, nämlich
Denkanstöße für eine
vernunftgewichtete
Meinungsbildung zu
liefern, wurde weit
verfehlt. Statt einen
ersprießlichen Bei-
trag zur Gesprächs-,
Umgangs- und Auf-
klärungskultur zu leisten, verstieg
sich das Magazin wohl vielmehr
darauf, eine kulturelle und religiöse
Minderheit – pauschal und unter-
schiedslos – mit einer beispiello-
sen Polemik, also einem beißenden
und durch und durch unsachlichen
Spott, zu zerfleischen.
Polemik aber ist eine Kriegshand-
lung. Das zugrundeliegende alt-
griechische Wort
pólemos
bedeu-
tet nichts anderes als
Krieg
oder
Schlacht
. Und Kriegstreiberei sollte
nie das Ansinnen einer freien Presse
sein. Vielmehr gilt es, das kostbare
Gut der Presse- und Meinungsfrei-
heit mit Verantwortung und Würde
zu gebrauchen.
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