400_05_04_18 - page 8

NEWS
wirtschaft
S. 8
5. April 2018
-
Startschuss für Kooperation
Traunstein – Seit März tragen die 0,7-Liter-Mineralwasserflaschen
der Siegsdorfer Petrusquelle ein Chiemgau-Logo auf dem Etikett. Die
Logo-Kooperation des Tourismusverbands und des Mineralwasser-
herstellers beginnt mit dem stillen Wasser, zwei weitere Sorten wer-
den demnächst folgen, sobald die alten Etiketten aufgebraucht sind.
Das Logo wird somit zukünftig jährlich auf rund vier Millionen Glas-
flaschen der Petrusquelle zu sehen sein, die in ganz Ober- und Nie-
derbayern vertrieben werden. „Wir freuen uns, wenn sich namhafte
Unternehmen wie die Petrusquelle zum Chiemgau und zum touristi-
schen Dachverband bekennen“, kommentierte Geschäftsführer Ste-
phan Semmelmayr die Partnerschaft.
red
Chiemgau-Tourismus-Logo jetzt auf Mineralwasserflaschen
Unter der Aufsicht von Füllmeister Christian Sturm drüc-
ken Stephan Semmelmayr, Geschäftsführer von Chiem-
gau Tourismus und Markus Müller, Verkaufsleiter bei der
Siegsdorfer Petrusquelle, aufs Knöpfchen (von links).
Flötzinger Bräu fördert Trachtenjugend
Neben zahlreichen anderen Einrichtungen unterstützt Flötzinger Bräu auch
die Arbeit für die heimische Trachtenjugend. Seit 2010 fördert die einzige Pri-
vatbrauerei Rosenheims aus dem Erlös der „Trachtlerhoibe“ Veranstaltungen,
Projekte sowie die allgemeine, laufende Ausbildung der jungen Menschen auf
dem Gebiet der Heimat- und Trachtenpflege. Für das vergangene Jahr konn-
te nunmehr, WalterWeinzierl, Ehrenkassier imBayerischen Trachtenverband,
einen Scheck in Höhe von 2.434,50 Euro entgegennehmen. Walter Wein-
zierl, zugleich Ehrengauvorstand des Bayerischen Inngau-Trachtenverbandes
bedankte sich herzlich imNamen aller Jungtrachtler bei der Familie Steegmül-
ler und versicherte, dass diese großzügige Spende nicht in Bier umgesetzt
wird, sondern der wichtigen Jugendarbeit in den Trachtenvereinen.
red
Ein herzliches „Vergelts Gott“
Andreas Steegmüller-Pyhrr mit seiner Frau Marisa, Wal-
ter Weinzierl und Wolfgang Dichtl (Prokurist), v.l.
Foto: Hötzelsperger
Gastro-Award der Hotelfachleute
Im März 2018 fand wieder der jährliche Gastro-Award der Hotelfach-
leute in der Berufsschule statt.
Die Auszubildenden des Hotels zur Post, Rohrdorf haben sich wie-
der erfolgreich beteiligt. Johanna Mayr erreichte den 1. Platz, Maria
Sinnesbichler den 3. Platz.
Zum Prüfungsinhalt der Hotelfachleute gehörten: Arbeiten an der
Rezeption, Verkaufsgespräche für Veranstaltungen, Eindecken von Ti-
schen, Cocktails zubereiten, Fachgespräche führen.
red
Auszubildende des Hotels Post in Rohrdorf
Das Bild zeigt von links nach rechts: Maria Sinnesbichler,
Auszubildende und Johanna Mayr, Auszubildende.
Foto: Privat
Washington/Peking/Brüssel – Donald
Trumps Schwingen mit der Zollkeu-
le wirft eine entscheidende Frage
auf: Macht sich der US-Präsident nur
wichtig, wenn er etwa China, einem
der wichtigsten Handelspartner und
größtem Gläubiger der USA mit mas-
siven Strafmaßnahmen droht? Oder
ist seine Handelspolitik vielleicht viel
ausgeschlafener, als viele glauben.
Will er am Ende die gesamte Han-
delsbalance der Welt aus den Angeln
heben?
Absichtlich oder nicht – „die Trump-
schen Zölle bedeuten eine Abkehr
von dem, was man kurz als die libe-
rale Weltordnung bezeichnen kann“,
schreibt etwa die New York Times.
Trump stelle die weltweite Handels-
ordnung nach dem Zweiten Welt-
krieg in Frage. Und er will zurück in
den nationalistischen Protektionismus
des 19. Jahrhunderts.
Amerika hat bei seinem Vorhaben
eine gute Position. Noch immer ist
das Land die größte Volkswirtschaft
der Welt. Wenn es gelingt, mit einzel-
nen Partnern und nicht mit dem Rest
der Welt – etwa auf G20-Ebene oder
bei der Welthandelsorganisation – zu
verhandeln, ist Washington immer
der größere der beiden Partner.
Wie das ausgeht, konnte man kürz-
lich in Seoul sehen. Südkorea musste
in der Zollfrage klein beigeben. Die
Amerikaner dürfen nun im Gegenzug
für zollfreie Stahlimporte zum Beispiel
jede Menge USA-Autos nach Korea
liefern und müssen nicht einmal die
dortigen Umweltvorschriften einhal-
ten.
Den Europäern stellt Trump eine listi-
ge Falle: Trumps Kampf gegen Pekings
Praktiken, etwa beim Diebstahl gei-
stigen Eigentums, würden sie gerne
mitkämpfen – europäische Hersteller
leiden seit Jahrzehnten unter dem
Kopier-Enthusiasmus der Chinesen.
Doch machen sie gemeinsam Spiel
mit dem Amerikanern auf Kosten des
Freihandels mit China – dann hätte
Europa den Trumpschen Protektio-
nismus praktisch übernommen.
Selbst China, Nummer zwei bei der
weltweiten Wirtschaftsleistung, droht
ins Leere zu laufen. Peking droht den
USA für sein massives Paket an Straf-
maßnahmen im Volumen von bis zu
60 Milliarden Dollar mit Gegenmaß-
nahmen und warnt, „seine legitimen
Interessen zu verteidigen“. Es gibt das
Gefühl, in den USA gegen Mauern zu
laufen. „Es herrscht große Nervosität,
dass es zu einem Handelskrieg kom-
men könnte“, so eine Quelle.
Der eigentliche Konflikt steht noch
aus. In einem zweiten Schub drohen
China in zwei Monaten Strafzölle bis
zu 60 Milliarden US-Dollar wegen
Verletzung der Urheberrechte und
erzwungenen Technologietransfers.
Dann droht ein ausgewachsener
Konflikt zwischen den beiden größten
Volkswirtschaften.
Hier geht es auch um mehr. „Trump
versucht nicht, durch Druck den chi-
nesischen Markt zu öffnen. Er will
vielmehr, dass China keine Hoch-
technologie mehr bekommt“, sagt
Jörg Wuttke, der frühere, langjährige
Präsident der europäischen Handels-
kammer in China.
. „Es ist kein Handelskrieg, sondern
vielmehr ein High-Tech-Krieg.“ Das
habe mit Marktöffnung nichts zu tun.
„Es ist ein Innovationskampf.“
Ungewollt spielt Trump aber auch
in Xi Jinpings Hände. Politisch kann
sich Chinas Staats- und Parteichef als
unschuldiges Opfer einer irrationa
len amerikanischen Vormachtspolitik
darstellen. Wirtschaftlich findet Xi Jin
ping in dem Vorgehen Trumps eine
Rechtfertigung, Chinas Märkte weiter
geschlossen zu halten und seine Indu
strien vor ausländischer Konkurrenz
zu schützen.
Für die EU ist die Positionierung im
Handelsstreit ein Drahtseilakt. Auf der
einen Seite will sie sich gesprächsbe
reit zeigen, um eine Eskalation und
einen Handelskrieg zu verhindern.
Auf der anderen betont sie, Europa
werde sich von Trump nicht erpres
sen lassen und für ein Fortbestehe
der international vereinbarten Regeln
kämpfen.
Was für die EU auf dem Spiel steht,
zeigt ein Blick auf die Zahlen. Im Jah
2017 waren die Vereinigten Staaten
und China die mit Abstand wichtig
sten Handelspartner der EU. Das
Handelsvolumen mit den USA ent
sprach 631 Milliarden Euro und damit
16,9 Prozent des gesamten Waren
verkehrs der EU.
dpa
Sorge vor Handelskrieg wächst
US-Präsident Donald Trump droht selbst seinen wichtigsten Handelspartnern mit Strafmaßnahmen
US-Präsident Donald Trump droht selbst seinen wichtigsten Handelspartnern mit Strafmaßnahmen.
Foto: Pablo Martinez Monsivais/AP
„Abkehr von
der liberalen
Weltordnung“
Den Europäern stellt
Trump eine listige Falle
Für die EU steht viel
auf dem Spiel
Berlin – Sie sind klein, quietschgelb
und surren leise: Erstmals sind in Ber-
lin vier fahrerlose Kleinbusse im Re-
gelbetrieb unterwegs.
Die elektrobetriebenen Fahrzeuge
der Hersteller Navya und EasyMile
werden auf dem Campus Charité
Mitte und auf dem Gelände des Vir-
chow-Klinikums eingesetzt. Mitarbei-
ter, Patienten und Besucher können
sie kostenlos nutzen.
Die fahrerlosen Kleinbusse sind mit
maximal zwölf Kilometern pro Stunde
unterwegs und bieten Sitzplätze für bis
zu elf Personen. Aus Sicherheitsgrün-
den fährt zunächst eine Aufsichtsper-
son mit, die im Notfall in die Technik
eingreifen kann. Gänzlich unbegleitet
werden die Fahrzeuge voraussichtlich
ab dem Frühjahr 2019 verkehren.
Für kritische Diskussionen hatte jüngst
ein tödlicher Unfall mit einem fahrer-
losen Auto im US-Bundesstaat Arizo-
na gesorgt.
Einmalig ist das Projekt in Deutschland
nicht: Im Oktober hatte die Deutsche
Bahn den bundesweit ersten auto-
nom fahrenden Kleinbus im
Nahverkehr im niederbay-
erischen Kurort Bad Birnbach
eingesetzt. In Berlin hatte die
Bahn 2016 einen Testbetrieb
mit dem Elektrobus „Olli“ auf
dem Euref-Campus in Schö-
neberg begonnen.
dpa
Fahrerlos durch Berlin
Auf Klinik-Gelände startet Fahrgastbetrieb mit autonomen Minibussen
Autonomer Minibus.
Foto: Kay Nietfeld
1,2,3,4,5,6,7 9,10,11,12,13,14,15,16
Powered by FlippingBook