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In den gastronomischen Betrieben
kommt es häufig vor, dass Barumsät-
ze getätigt werden, die sich organi-
satorisch schlecht in das bestehende
Kassensystem einbinden lassen. Dies
kann der Fall sein, wenn der Gastro-
nom beispielsweise auf Veranstaltun-
gen außer Haus einen Verkaufsstand
betreibt (Weihnachtsmärkte, Bürger-
feste, etc.) oder wenn beispielsweise
bei schönem Wetter im Biergarten
ein Selbstbedienungsbereich einge-
richtet ist und der Gast direkt am
Grill oder Ausschank bezahlt.
Hier stellt sich immer die Frage, ob
diese Tageseinnahmen in die beste-
henden Kassensysteme zugebucht
werden müssen oder ob für diese
Zwecke neben der elektronischen
Kasse eine eigenständige offene La-
denkasse betrieben werden kann.
Eine derartige offene Ladenkasse
ist grundsätzlich zulässig. Der Un-
ternehmer ist nicht verpflichtet für
seinen Betrieb ein einheitliches Kas-
sensystem einzusetzen. Er kann also
jederzeit neben der elektronischen
archivierbaren Kasse eine oder auch
mehrere offene Ladenkassen benut-
zen. Diese offene Ladenkasse besteht
in der Regel aus einer Geldkassette.
Für jede offene Ladenkasse ist am
Ende des Tages ein handschriftli-
cher Kassenbericht mit fortlaufender
Nummer zu führen. Der Kassenbe-
richt dient zur Berechnung der Ta-
geseinnahmen und unterliegt einem
festen Berechnungsschema, welches
Sie der nebenstehenden Grafik ent-
nehmen können:
Der Kassenbericht wird in der Pra-
xis häufig mit dem Kassenbuch ver-
wechselt. Ein Kassenbuch kann aber
in keinem Fall die Kassenberichte
ersetzen.
Ein zusätzliches Zählprotokoll ist ge
mäß aktueller Rechtsprechung des
Bundesfinanzhofes aber nicht erfor
derlich.
rk
NEWS
wirtschaft
S. 8
8. März 2018 -
Naturkostfachmesse Biofach
Piding –
Ziel war ein Informationsaustausch bezüglich der aktuellen
Milchmarktlage, der besonderen Gegebenheiten und Anforderungen
an die bäuerliche Landwirtschaft der Alpenregion sowie die Vorstel-
lung der Genossenschaftsmolkerei bezüglich eines fairen Milchprei-
ses. Entgegen dem Markttrend mit aktuell wieder sinkenden Erzeu-
gerpreisen will die Molkerei Berchtesgadener Land ihren Bauern
weiterhin einen stabilen und nachweislich überdurchschnittlich ho-
hen Milchpreis bezahlen.
Der Erhalt der kleinbäuerlichen Landwirtschaft verhindert außerdem
weiteren Flächenverbrauch. Denn die Gebäude der Höfe, die heute
die Bewirtschaftung aufgeben, werden nicht abgerissen, sondern oft
umgewidmet (z.B. als Stellplätze für Wohnwagen oder für die Nut-
zung durch andere Gewerbe). Die Wiesen und Äcker werden an
größere Betriebe zur Bewirtschaftung verpachtet.
red
Molkerei Berchtesgadener Land präsentiert sich
Am Messestand der Molkerei Berchtesgadener Land auf
der Biofach in Nürnberg diskutierten Margarete Bause
(MdL, 2.v.l.) mit Geschäftsführer Bernhard Pointner über
den Einfluss von fairen Milchpreisen auf Flächenverbrauch
und Strukturwandel.
Ehrung für Nationalpark Berchtesgaden
Kempten – Bei der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises in Kemp-
ten hat der Nationalpark Berchtesgaden den Anerkennungspreis der
Jury erhalten. Das Projekt mit dem Titel „Umbau von Fichtenreinbe-
ständen zu Bergmischwäldern in Schutzwaldlagen des Nationalparks
Berchtesgaden am Beispiel des Steinberges oberhalb der Gemeinde
Ramsau“ wurde in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ international aus-
gezeichnet. Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte
anlässlich der Preisverleihung: „Wir wollen die Funktion der Bergwäl-
der als Lebensraum und auch als Schutzraum erhalten und weiter ver-
bessern. Die Auszeichnung ist eine wertvolle Anerkennung unserer
Erfolge im Naturschutz und bei der Vorsorge für den Klimawandel.
Dazu gratuliere ich der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden. Zu-
gleich ist der Preis Ansporn für die Zukunft.“
red
„Erfolgsprojekt“ Bergwälder als Schutzraum
Helmut Brunner (r.), Bayerischer Staatsminister für Er-
nährung, Landwirtschaft und Forsten, überreichte Natio-
nalpark-Leiter Dr. Roland Baier (2.v.r.), Revierleiter Hans
Neubauer (2.v.l.) und Sachgebietsleiterin Kathrin Rinne-
berg (l.) den Anerkennungspreis der Jury für das Waldum-
bau-Projekt am Steinberg in der Gemeinde Ramsau.
MEGGLE kämpft gegen Blutkrebs
Wasserburg – Die MEGGLE-Familie hält zusammen – in guten, aber
auch in schwierigen Zeiten! Da ein Produktionsmitarbeiter die Dia-
gnose „Leukämie“ bekam, organisierte die Wasserburger Molkerei
kurzerhand eine Typisierungsaktion für den erkrankten Kollegen.
Es ist die Suche nach der „Nadel im Heuhaufen“: Um einen „geneti-
schen Zwilling“ zu finden, der als ein Spender gesunder Stammzellen
in Frage kommt, wird zuerst eine Typisierung durchgeführt. Hierbei
wird mit einem Wattestäbchen ein Abstrich der Wangenschleimhaut
entnommen – es ist der Schritt hin zu einem potenziellen Lebensret-
ter.
Mit Unterstützung der DKMS und unter der medizinischen Aufsicht
von MEGGLE-Betriebsärztin Dr. Gertrud Huber nahmen 165 Kolle-
ginnen und Kollegen an der Typisierung teil. Auszubildende, Mitarbei-
ter der Personalabteilung und Betriebsräte von MEGGLE sorgten als
Helfer gerade in den Stoßzeiten für einen reibungslosen Ablauf.
red
Typisierungsaktion für erkrankten Kollegen
Bei der Typisierungsaktion, die MEGGLE für einen an
Leukämie erkrankten Mitarbeiter organisiert hat, ließen
sich 165 Kollegen als Stammzellenspender registrieren.
– Anzeige –
Wichtiges zur Kassenführung
Die Experten der Kanzlei Haubner, Schäfer & Partner informieren über:
Ralph Kammermeier, Steuerberater und Partner bei Haubner, Schäfer & Partner.
Kassenendbestand bei Geschäftsschluss
(ausgezählt)
Viele Unternehmer haben jetzt die Idee, dass sie für diese Zwecke die alten elektronischen Registrierkassen
verwenden könnten, welche die neuen Archivierungsvorschriften nicht erfüllen. Hierbei wird immer das Ar-
gument vorgebracht, dass eigentlich ja nur eine offene Ladenkasse vorliegt und lediglich zur Sicherheit in die
Kasse eingetippt wird, um die Einnahmen auch belegen zu können.
Diese Art der Kassenführung ist nicht zulässig. Die alten elektronischen Kassen dürfen nicht mehr verwendet
werden! Werden sie trotzdem eingesetzt, liegt ein schwerwiegender Buchführungsmangel vor und es kann
zu empfindlichen Zuschätzungen kommen.
+ Wareneinkäufe
+ Geschäftsausgaben
+ Privatentnahmen
+ Sonstige Ausgaben (z.B. Geldtransit)
– Kassendbestand des Vortags
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Kasseneingang
– Privateinlagen
– Sonstige Einnahmen (z.B. Geldtransit)
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Bareinnahmen (Tageslosung)
Hinweis:
Direkt-Kontakt:
Eugen-Belz-Straße 13
83043 Bad Aibling
Telefon: 08061/4904-0
Telefax: 08061/4904-24
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