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NEWS
wirtschaft
S. 8
8. Februar 2018 -
MEGGLE ist Top-Arbeitgeber
Wasserburg – Eine große Auszeichnung für MEGGLE! Das Was-
serburger Unternehmen ist in einem Ranking als einer der besten
Arbeitgeber in ganz Deutschland gelistet. In der aktuellen Ausgabe
von Focus-Business steht MEGGLE unter den Top 10 im Bereich „Le-
bensmittel“ und ist in dieser Branche als beste Molkerei und bestes
Unternehmen aus Bayern gelistet: „Die Auszeichnung zu einem der
besten Arbeitgeber Deutschlands bestätigt uns in unserem Bemühen,
dass sich zufriedene und engagierte Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz
einbringen können“, sagt der Vorstandsvorsitzende der MEGGLE AG,
Reinhold Schlensok. Das Forschungsinstitut Statista hat für die Unter-
suchung über 127.000 Arbeitnehmer-Bewertungen ausgewertet.
red
Wasserburger Molkerei unter den besten Arbeitgebern
Laut „Focus-Business“ gehört MEGGLE zu den besten Ar-
beitgebern Deutschlands.
KSK übt Türen-Aufhebeln beim ift
Rosenheim – Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bun-
deswehr besuchten zum dritten Mal das ift Rosenheim. Das KSK trai-
niert besondere Fähigkeiten, um in Notsituation schnell agieren zu
können und bei riskanten Einsätzen erfolgreich zu sein. Hierzu zählt
auch das Aufsprengen, Aufbrechen und Aushebeln von Türen. Daher
nutzt die Bundeswehr die über 50 Jahre Erfahrung des ift, um ihren
Soldaten tiefere Einblicke hinsichtlich Einbruchhemmung und Sicher-
heitskonzepten zu ermöglichen. Der praktische Teil der Schulung ver-
deutlichte die Konstruktionsmerkmale von Fenstern und Türen. Hier
wurden Ein- und Aufbruchversuche an Fenstern mit unterschiedlichen
Widerstandsklassen der Einbruchhemmung durchgeführt.
red
Spezialkräfte profitieren von der Erfahrung am Institut
Soldaten des Kommandos Spezialkräfte brechen eine Git-
tertür auf.
Frischpack: Appetit auf Ausbildung
Mailling/Schönau – Appetit auf Käse machen will die Frischpack GmbH
nicht nur ihren Kunden, sondern auch zukünftigen Auszubildenden.
Auf der Berufsorientierungsmesse in der Fritz-Schäffer-Grund- und
Mittelschule in Ostermünchen stellte Frischpack den Schülern der 8.
und 9. Jahrgangsstufe und ihren Eltern daher gleich drei Ausbildungs-
berufe vor: Maschinen- und Anlagenführer Lebensmitteltechnik, Indu-
striekaufmann/-frau und die Ausbildung zum/ zur Mechatroniker/-in.
Neben den zahlreichen Informationen waren die persönlichen Ge-
spräche für die jungen Menschen von großer Bedeutung. „Der direkte
Kontakt zwischen Unternehmen, Schülern und auch Eltern ist für alle
Seiten wichtig“, erläutert Personalmanager Philipp Sauerteig.
red
Präsentation von drei Ausbildungsberufen
Information und gute Gespräche am neu gestalteten HR-
Messestand von Frischpack.
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Nach dem sensationellen Er-
folg von „Cats“ stürzt sich das
Immlinger
Jugendensemble
mit Feuereifer in das moder-
ne Fantasy-Musical „Into the
Woods“, dessen Kinoversion
Millionen von Zuschauern be-
geisterte undmehrfachOscar-
nominiertwurde.
Der Jugend-Festivalchor Immlinghat
sich für 2017 damit ein besonderes
Musical-Vergnügen aus der Feder
des amerikanischen Erfolgs-Kom-
ponisten Stephen Sondheim vorge-
nommen. Die jungen Talente sind
seit einigen Wochen bereits voller
Vorfreudemit den szenischen,mu-
sikalischen und choreographischen
Proben zur Inszenierung beschäf-
tigt.
Welche Geheimnisse derWald be-
reithält, wird sich ab 24. März of-
fenbaren, wenn das diesjährige Ju-
gend-Musical der Festspiele Immling
Premiere feiert. Schnellentschlos-
sene dürfen sich dabei freuen: Im
Gegensatz zu „Cats”wird es dieses
Jahr keine freie Platzwahl, sondern
nummerierte Sitze im Festspielhaus
geben.
Karten für alle „Into theWoods“-Vor-
stellungen (März bis Juli 2017) und
dieweiterenVeranstaltungender21.
Festspiele Immling sind erhältlich un-
terwww.immling.de und telefonisch
unter 08055 9034-0.
red
Seit inzwischen neun Jahren
fest in aller Kalender veran-
kert, lässt das Echelon stets
jedes Tänzerherz nicht nur
höher, sondern auch stärker
schlagen. Auch in 2017 wird
dasgrößteelektronischeOpen
Air Festival Süddeutschlands
wieder die Erde zum Beben
bringen,wie Ihr es noch nicht
erlebt habt.
Die ersten Künstler sind bereits
bestätigt, haben uns die Veranstal-
ter mitgeteilt. Allen voran konnte
dieses Jahr
OLIVER HELDENS
verpflichtet werden. Der unter
anderem alsHI-LO bekannteNie-
derländer ist einDJ und Produzent
desDeepHouse, TechHouse und
Future House. 2014 erlangte er
mit der SingleGecko internationa-
le Bekanntheit. Nicht umsonst ist
er jährlich einer derHeadliner des
TOMORROWLAND FESTI-
VALS
in Belgien.
Aber damit noch lange nicht genug.
Zum erstenMal kommen auch die
OSTBLOCKSCHLAMPEN
. Das
dynamischeDuo bringt so ziemlich
jede Festivalbühne zum Ausrasten.
Schlauchboot, CO2 Jets und eine
unglaubliche Bühnenshow ist bei
den beiden immer garantiert.
Für die Fans der technoiden Klän-
ge kommt dermagischeMannmit
der Maske.
BORIS BREJCHA
verzaubert dieMassenwieder und
wieder mit seinem
HIGH-TECH
MINIMAL
, wie er es selbst be-
zeichnet.
Außerdem bisher bestätigt sind
ANDHIM, DEBORAH DE
LUCA, LEXER, PAPPENHEI-
MER WORAKLS & SAM PA-
GAGNINI
.
Bisheriges Fazit:
EinWochenende, das seines Glei-
chen sucht, denn 24 Stunden pure
Ekstase in 2 Tagen zwingen förm-
lich zum ausgelassenen Tanz.
Kaum ein anderer Ort kann von
sich behaupten ein derart moder-
nesKünstleraufgebotnationalerund
internationaler Größen an einem
Ort zu vereinen, der umgeben von
seinem bildschönen Bergpanorama
und bestücktmit futuristischen Ab-
hörkuppeln, absolut einzigartig ist.
Ein riesiges Zirkuszelt, individuell
designte Bühnen, eine außerge-
wöhnlicheWarmUpParty,dieEuch
gewaltig auf Touren bringt, 60DJ’s
und LiveActs, sowieunzähligewei-
tere Specials warten auf alleWeir-
dos, ob alt, ob neu, bereit die Le-
gendeweiterleben zu lassen!
red
9. Februar2017 -
fuROrum S.9
Ø?Y^X_d[_d=ekhc[]]b[$È
IHRFEIERT?
Schickt einfachEureTerminemitBild, Flyer
oderPlakat
PARTYMEILE
Der Jugend-Festivalchor Immlingprobtbereits intensiv für Into theWoods
Foto: Festspiele Immling
Ab in denWald!
Die erstenKünstler sind bestätigt!
Tickets gibt’sunter:
oder auf der
dazugehörigenFacebookFanpage
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VONBERNHARDKUHN
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DieGeflügelpest istweiter auf dem Vormarsch.HunderttausendeHühner, Puten und
Gänsemussten deutschlandweit in den vergangenenWochen getötetwerden, um die
Ausbreitung des Virus einzudämmen. Eine Entschärfung der Situation ist nicht in Sicht.
Nun ist auch noch eine neueMischform vonH5N8 aufgetaucht....
Seite 2
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Sterben im Stall
Keine EntwarnungbeiderVogelgrippe:Dasgefährlicheundhochansteckende
Virusbreitet sichweiteraus.AuchRosenheim istbetroffen ...
DerheimlicheHerrscherderErde
DiewahreGeschichtedesunbekanntenWeltenlenkers
Wer istdasdenn?Algor,derHeimliche
– nie gehört!Und somit bewahrheitet
sich schon seinNamenszusatz.Denn,
wenn er so bekanntwärewieTrump,
Putin oder Merkel dann würde er ja
nicht der Heimliche heißen, sondern
…! Aber schweifenwir nicht ab.Die
wenigen Insider, dieAlgor
seit Jahren kennen und
fürchten, wissen, warum
sie ihn so nennen. Ob-
wohl er und seine vieltau-
sendfachen Helfershelfer
rund um die Uhr an je-
demTag auf jedemKonti-
nent und sogar auf jedem
der sieben Meere seine
Macht ausüben, ist er nicht im Visier
der Journalisten. In den Programm-
kinos laufen keine Dokumentarfilme
über seineMachenschaften.Denn er
werkelt im Verborgenen, kein Schuss
ertönt, kein Blut fließt, keineWitwe
klagt an, nirgendwo stehen Mütter
in weißen Kopftüchern und halten
Pappschilder in die Höhe auf denen
steht „Algor, gibmirmeinen Sohn zu-
rück!“. Aberwer ist nun Algor, dieser
heimliche und ebenso unheimliche
Weltenlenker? Er ist das Kind einer
Griechin namens Algebra und des
EngländersGeorge Boole. Von seiner
Mutter hat er das eiskalte Berechnen,
vom Vater den Sinn für Logik. Aber
auch den Hang zum Risiko. Sein Va-
ter starb 1864 früh im Alter von 49
Jahren an einer Lungenentzündung.
Dies geschah, da er in strömendem
Regen zur Arbeit gegangen ist und
die nassen Kleider nicht gewechselt
hat. Verschlimmbessert wurde sein
Zustand durch seine Frau, die den
bettlägerigen Bolle eimerweise mit
kaltem Wasser übergoss. Denn Sie
wollte ihn nach demGrundsatz „Glei-
chesmitGleichem“,mit den Kräften
der Natur heilen. Ihre Gleichung
ging nicht auf und siemachte sich zur
Witwe.Genie undWahn
liegen oft im gleichen
Bett. Aber zurück zu Al-
gor -wie verlief sein Le-
ben?Über seineKindheit
wissen wir wenig, sie
besteht aus vielenUnbe-
kannten. In seiner Jugend
trainierte er seine wich-
tigsten
Eigenschaften:
Schnelligkeit, Ausdauer, Kalkül.Dann
wurde er erwachsen und unterwan-
derte Firmen, Regierungen und die
Privatsphäre vonMillionen vonMen-
schen. Sein bisher größter Triumph:
am 14. September 2008 treibt er die
Lehman Bank in die Pleite, hält der
Welt den Atem an, zwingt Merkel
und Steinbrück vor die Kamera, und
läßt sie dieWorte sagen: „Die Einla-
gen sind sicher, bitte nicht dieBanken
stürmen.“Undwer ist nun Algor? Er
ist die Abkürzung für Algorithmus.
Und dieser vernetzt sich im hier und
heute tausendfach in jeder Sekunde
unkontrolliertmit seinesgleichen. Bei
ebay, amazon und Co macht Algor
das Tagesgeschäft. Der Mensch mit
seinen dämlichen Rückfragen stört
beim Geldverdienen. Aber wir ler-
nen nix daraus und übergeben un-
ser Leben demComputer.DieWelt
wird beherrscht von Algor demUn-
heimlichen.
.de
LesenSie aufSeite6:
DeutschlandsExportstärke
imVisier
Wirtschaft S.6
9. Februar2017 -
wirtschaft
NEWS
Frankfurt/Main – Länder wie
China und Mexiko haben sich
längst an Frontalangriffe von
Donald Trump gewöhnt. Aber
jetzt istauchDeutschland indie
Schusslinie geraten:Die größte
Volkswirtschaft Europas beute
seine Handelspartner durch ei-
nen zu schwachen Euro aus, so
derVorwurf.Auch inChina und
Japan sieht Trump Währungs-
manipulationen.
Was werfen Trump & Co
Deutschland und anderen Län-
dern vor?
Eigentlich istdieDeutscheMark längst
Geschichte. Aber für den Handels-
beauftragten Trumps, PeterNavarro,
existiert sieoffenbar imGeisteweiter.
Deutschland beute seine Handels-
partner durch eine „extrem unterbe-
wertete impliziteDeutscheMark“aus,
sagte er der „Financial Times“. Sein
Argument: Für die stärkste Volkswirt-
schaft Europas sei dieGemeinschafts-
währung zu schwach.HätteDeutsch-
land eine eigeneWährung,wäre die-
se stärker. Der schwache Euro aber
machtdeutscheExportwaren imAus-
land billiger und damitwettbewerbs-
fähiger. Andere Länder wie die USA
hätten dasNachsehen. AmDienstag
machte Trump auchChina und Japan
ähnliche Vorwürfe: Siemanipulierten
amGeldmarkt herum und „wir sitzen
hierwie einHaufenDummköpfe“.
Was istdran andenVorwürfen?
Seit
Jahrzehnten
erwirtschaftet
DeutschlandmitwenigenAusnahmen
hoheÜberschüsse imHandelmit an-
derenLändern.Waren „Made inGer-
many“ sind gefragt, auch zu Zeiten,
als es noch die vergleichsweise starke
D-Mark gab. Kritik an der deutschen
Exportstärke kommt immermalwie-
der auch von europäischen Partnern
oder dem InternationalenWährungs-
fonds. Deutschland überschwemme
südeuropäische Länder mit seinen
Waren und mache dadurch deren
Wirtschaftkaputt.DieLänderkönnten
sich wegen des gemeinsamen Euro
nicht durch Währungsabwertungen
wehren.Deutschland solltemehr in-
vestieren und so dieNachfrage nach
ausländischen Produkten anschieben.
Allerdings hat diese Kritik nichts mit
DeutschlandsWirtschaftsbeziehungen
zu denUSA zu tun.
Wie reagieren die von Trump
kritisierten Länder auf die Vor-
würfe?
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat
die Kritik zurückgewiesen. Deutsch-
land habe immer dafür geworben,
dass die Europäische Zentralbank
(EZB) eine unabhängigePolitikmache
– so wie das auch die Bundesbank
getan habe als es noch keinen Euro
gab. „Deshalb werden wir auf die
Notenbank keinen Einfluss nehmen“.
Auch JapanwiesdieVorwürfe zurück.
Wenn nötig, könne er Trump die ja-
panische Geldpolitik erklären, sagte
Regierungschef ShinzoAbe.
Was haben die Notenbanken
mitdenVorwürfen zu tun?
DieNiedrigzinsen und diemilliarden-
schweren Wertpapierkäufe der Eu-
ropäischen Zentralbank schwächen
tendenziell den Euro. In denUSA hat
dieNotenbank FeddieZinsen zuletzt
in zwei Schritten erhöht. Für Anleger
ist es daher lukrativer, in Dollar zu
investieren. Der Greenback gewinnt
dadurch gegenüber anderen Wäh-
rungen an Stärke. Die Euro-Schwä-
che ist allerdings kein Ziel der EZB,
sondern eine ArtNebenwirkung der
Geldschwemme,mitder Inflationund
Konjunktur im Euroraum angekurbelt
werden sollen. „Wechselkurse sind
kein Ziel für uns“, betont EZB-Präsi-
dentMarioDraghi immerwieder.
Manipulieren führende Noten-
banken derzeit ihre Währun-
gen?
Nein.Derzeit gibt es keine Interven-
tionen amDevisenmarkt in nennens-
wertem Umfang. Darauf haben sich
führende Industriestaaten geeinigt.
Besonders absurd sind Trumps Vor-
würfe im FalleChinas.Das Land greift
seit geraumer Zeit amDevisenmarkt
ein, um eine zu starke Abwertung
seinerWährung Yuan zu verhindern.
DieChinesenmachen also genau das
Gegenteil vondem,wasTrump ihnen
vorwirft.
Warum ist das ThemaWährun-
gen fürTrump sowichtig?
Die USA kämpften seit Jahrzehnten
mit einem extremen Leistungsbi-
lanzdefizit, im drittenQuartal 2016
lag die Lücke bei 113MilliardenUS-
Dollar. Es werden also viel mehr
Güter importiert als exportiert.Das
muss durch Geld aus dem Ausland
finanziertwerden.DieUSA lebt auf
Pump, während sich Deutschland
und China ein Kopf-an-Kopf-Ren-
nen um den Titel des Exportwelt-
meisters leisten. Das Problem: Die
US-Wirtschaft ist konsumgetrieben,
viele Amerikaner sind hoch ver-
schuldet, die Industrie schwächelt
und die Produktivität wächst kaum.
FürTrump ist klar: Schuld an derMi-
sere sind die anderen.
Welche Mittel hat Trump, um
denDollar zu schwächen?
Kurzfristig reichen derzeit schon ein
paarWorte.Nach den Äußerungen
Trumps und seines Beraters fiel der
Wert des Dollar am Dienstag im
Verhältnis zum Euro um ein Pro-
zent. Langfristigmüsste Trump aber
zu handfesten Mitteln greifen. „Er
könnte über das Finanzministerium
die US-Notenbank dazu anweisen,
direkt am Devisenmarkt einzugrei-
fen, um denDollar zu schwächen“,
sagt Esther Reichelt, Expertin bei
derCommerzbank.Die Fedmüsste
dann etwa Fremdwährungen kau-
fen, um denDollar zu schwächen.
Kann Trump die US-Noten-
bank Fed zur Währungsmani-
pulation zwingen?
Der Anweisung für einen direkten
Eingriff am Devisenmarkt müsste
die Fed grundsätzlich folgen. Bei
derHöhe der Leitzinsen hat Trump
dagegen nichtmitzureden – eigent-
lich. In einem Jahr endet aber die
Amtszeit von Notenbankchefin Ja-
net Yellen.Dann kann Trump einen
Wunschnachfolger bestimmen, der
beispielsweise die Zinsen weiter
niedrig hält, um eine Dollar-Stärke
zu vermeiden. Yellen peilt dagegen
nach langem Zögern einen Straf-
fungskurs an – Konflikte mit Trump
scheinen vorprogrammiert. Immer-
hin: Bei der Zinsentscheidung am
Mittwoch gibt es wohl vorerst kei-
nenAnlass für Streit. Experten rech-
nen nicht damit, dass die Fed die
Zinsen schon jetzt weiter anheben
wird.
Tobias Schmidt/dpa-AFX
Deutschlands Exportstärke im Visier
Trump kritisiertDeutschland:Währungsmanipulationendurch zu schwachen Euro
TrumpsPolitikverunsichert
deutscheUnternehmen
Nürnberg–Die anhaltendeUngewissheitüber
den künftigen Kurs des neuenUS-Präsidenten
Donald Trump trägt nach Beobachtungen von
Konjunkturexperten zueiner spürbarenVerun-
sicherung deutscherUnternehmen bei.
VieleFirmenchefs stellten sichderzeitdieFrage,
welchederAnkündigungenTrumpsdieUS-Re-
gierung am Ende tatsächlich umsetzenwerde,
berichtet etwa der Deutsche Bank Volkswirt
Heiko Peters in einer dpa-Umfrage.
Aber auchderBrexitundeindrohenderWahl-
sieg von Rechtspopulisten in einigen Ländern
Europas stellten für die deutsche Wirtschaft
„politischeUnsicherheiten“ dar.
dpa
Handelsdefizit kostetUSA
Wachstum im Schlussquartal
Washington –DieUS-Wirtschaft ist zum Jahresende deutlich
schwächer gewachsen. Im viertenQuartal stieg das Bruttoin-
landsprodukt um eine auf das Jahr hochgerechnete Rate von
1,9 Prozent, wie dasHandelsministerium in einer Schätzung
mitteilte.Analysten hatten imMittel eineRate von2,2Prozent
erwartet, nachdem die weltgrößte Volkswirtschaft im dritten
Quartalum3,5Prozentgewachsenwar. ImSchlussquartalwur-
dedasWachstumerheblichdurchdenAußenhandelgebremst.
Allein das höhereHandelsdefizitmit demAusland kostete 1,7
Prozentpunkte Wachstum. Dieses Ergebnis dürfte Präsident
Trump in seiner kritischenHaltung zum Freihandel bestärken.
Neben demAußenhandel belastete der Konsum der privaten
HaushaltedieEntwicklung.GestütztwurdedasGesamtwachs-
tumdurchdie Staatsausgaben,dieTrumpweiter erhöhenwill.
Ausgaben für Infrastruktur-Projekte sollendeutlich steigen.
dpa
Erschreckende Nachrichten in
denMedienundeineVerunsiche-
rung derBevökerung zieht nicht
spurlos an demMangfall Sozial-
und Pflegedienst GmbH in Bad
Aibling vorbei.Die
pressewoche
sprachmit demGeschäftsführer
SamiBulliqi.
HerrBulliqi,welcheneuartige Situation
müssenSie gerademeistern?
Die beunruhigenden Nachrichten im
Fernsehen, Radio und den Zeitungen
sowie die Erzählungen der Familien-
angehörigen und Bekannten gehen an
unseren Patienten nicht spurlos vorbei.
Sie sind verunsichert und blicken mit
Sorgen indieZukunft.
Welche Ereignisse verunsichern denn
IhrePatienten am stärksten?
Da muss ich Ihnen leider das Flücht-
lingsthema nennen. Die Patienten er-
zählen mir und meinen Mitarbeitern,
dass Sie sich vor der großenZahl von
fremdaussehenden Menschen fürch-
ten, die nach Deutschland kommen,
die deutsche Sprache nicht beherr-
schen und aus einem Kulturkreis mit
einer anderenReligionentstammen.
Wie reagierenSie?
NatürlichgehenwirmitdiesenÄngsten
dann professionell um. Meine Mitar-
beiter und ich besuchen diesbezüglich
auch Fortbildungen. Aber es ist eine
heikle Situation.Was oft hilft,wenn ich
von meinem persönlichen Schicksal
erzähle. Ich bin ja selber als Flüchtling
vorvielen JahrenausdemKosovonach
Deutschland gekommen. Mir wurde
eine Chance gegeben und dafür bin
ich diesem Land sehr dankbar.Wenn
ich das erzähle, dann höre ich, dass
ich ja eineAusnahme sei und ichmich
auch sehr schnell integrierthabe. Sami,
wirdmir erzählt, du bist ja einGewinn
fürDeutschland. Aber es grassiert die
Angst vor der unüberschaubarenMas-
se derMenschen, die nach Deutsch-
land strömen.
GibtesnochweitereThemen?
Ja – ich nenne esmal die Abstellgleis-
Angst. Insbesondere alte Menschen
erzählen von der vielen Arbeit, die sie
geleistet haben und von deren Erträ-
gen sie zusätzlich zur Rente auch et-
was zurückgelegt oder sich ein kleines
Häuschen gekauft haben. Und dann
kursieren die Meinungen, dass das
Rentensystem zusammenbricht und
privates Vermögen höher besteuert
werden soll.Weiterhinwird dann von
älterenHausbesitzernerzählt,diekeine
Treppen mehr steigen konnten, aber
keinenKreditmehr bekommen, damit
einTreppenlifteingebautwerden kann.
Die Menschen fühlen sich dann wie
einWaggon, der auf einemAbstellgleis
steht,umden sich keiner kümmert.
HerrBulliqi,wie stellen Sie sichmit Ih-
remTeamdieserHerausforderung?
WirnehmenunsdieZeitundgehen in-
dividuell und professionell auf die Äng-
ste ein.Natürlich versuchen wir nicht
die Ängste als nicht gerechtfertigt dar-
zustellen, denn dies kann zu Abwehr-
reaktionen führen. Eine guteMethode
ist, nach den persönlichen Erfahrungen
zu fragen und die Ursachen und die
Anlässe zu ergründen, die hinter der
Angst stecken.Dann ergibt sich oft ein
gutesGesprächundderPatient istauch
meistens bereit dasThema von einem
anderenStandpunkt aus zubetrachten.
Aber nach der nächsten Tagesschau
gehtesdannwieder von vorne los.
Sehr geehrterHerr Bulliqi,wir danken
Ihnen fürdasGespräch.
bk
19.Dezember2009
Region S.2
&
leben
stil
9. Februar2017 -
stil& leben S.13
DIE SERVICE-SEITEN DER
pressewoche
Davos – Eine Allianz aus Autoher-
stellern und anderen Weltkonzer-
nen will dem Wasserstoff-Antrieb
zum Durchbruch auf der Straße
verhelfen.
Daimler, BMW, der Gaseherstel-
ler Linde und zehn weitere Unter-
nehmen haben sich zum Hydrogen
Council zusammengeschlossen –
derWasserstoff-Initiative,wie sie auf
demWeltwirtschaftsforum in Davos
mitteilten. Die Unternehmen ste-
ckenmomentan zusammen pro Jahr
1,4 Milliarden Euro in den Ausbau
derTechnik.
Wasserstoff wird in einer soge-
nannten Brennstoffzelle zu Strom
umgewandelt, womit Elektroautos
angetriebenwerden. In dieUmwelt
gelangtdabei lediglichWasserdampf.
Gegenüber Batterien hat Wasser-
stoff denVorteil, dass höhereReich-
weitenmöglich sind und die Betan-
kung mittlerweile ähnlich schnell
vonstatten gehtwie beiBenzin- und
Dieselautos.
Das Hydrogen Council will dabei
helfen, die 2015 in Paris verab-
schiedeten Klimaziele zur Begren-
zung der Erderwärmung zu errei-
chen. Zu Beginn wird die Initiative
vom japanischenAutobauerToyota
und dem französischen Gaseher-
steller Air Liquide geleitet. „Ohne
dieUnterstützung vonRegierungen
ist dieses Projekt aber nicht mög-
lich“, sagte Toyota-Verwaltungs-
ratschef Takeshi Uchiyamada in
Davos. Air-Liquide-Chef Benoit
Potier verwies auf den Ausbau des
Tankstellen-Netzes.
Bislang sind erstwenigeWasserstoff-
Modelle inGroßserie gegangen.Hy-
undai-Chef Chung Mong-koo sieht
die Entwicklung aber positiv: „Es hat
große Fortschritte bei der Brenn-
stoffzellen-Technologie gegeben.“ Er
sei zuversichtlich, dass die Technik
bald konkurrenzfähig zu Benzin- und
Dieselantrieben werde. „Wasserstoff
ist einederbestenAntworten aufdie
Frage, wie man Energie speichern
kann“, sagte der Chef des franzö-
sischenMultis Total, Patrick Pouyan-
ne.
Die weiteren Mitglieder der Allianz
sind derÖlkonzern Shell, der Auto-
bauerHonda,derMotorradhersteller
Kawasaki, der Energiekonzern Engie,
derRohstoffkonzernAngloAmerican
sowie der Bahntechnik-Spezialist Al-
stom.
dpa/red
BrennstoffzellenfahrzeugF-CellGLCvonMercedes-Benz:Bislang sinderstwenigeWasserstoff-Mo-
delle inGroßserie gegangen.
Foto:Christoph Schmidt
WeltkonzernewollenWasserstoff
UmweltfreundlicherAntrieb imAuto:
–Anzeige –
ErhöhteemotionaleBelastungvonPflegebedürftigen
erforderteineprofessionelleBetreuung
DerGeschäftsführerdesMangfall Sozial-undPflegedienstGmbHberichtet vonneuenHerausforderungen
Im freundlichenGesprächkönnenPatientundPflegekraftÄngste auflösen
SamiBulliqi,der
Geschäftsführer
derMangfallSo-
zial- undPflege-
dienstGmbH in
BadAibling
Mangfall
Sozial- undPflegedienstGmbH
Wildstraße6
83043BadAibling
Telefon:08061/370969
Vertragspartner allerKassen
• nur Zeitungszustellung
• keine Beilagenstapel
• Kfz notwendig
• 10 € / Std. netto
München – Angesichts des
steigenden Passagieraufkom-
mens am Flughafen München
fordert die Vereinigung der
Bayerischen Wirtschaft (vbw)
eine schnelle Entscheidung für
eine dritte Startbahn.
„Der Flughafen München hat 2017
das achte Rekordjahr in Folge und
mit 44,6 Millionen Fluggästen eine
satte Steigerung um 5,5 Prozent im
Vergleich zum Vorjahr erlebt. Die
Wachstumsrate für den Luftfracht-
umschlag liegt mit 8,5 Prozent sogar
noch deutlich darüber. Die dritte
Startbahn muss jetzt kommen, um
der stetig wachsenden Nachfrage
begegnen zu können“, kommentiert
vbw Hauptgeschäftsführer Bertram
Brossardt.
Brossardt weiter: „Der Flughafen
München leistet als internationales
Luftverkehrsdrehkreuz und zweit-
wichtigster Flughafen Deutschlands
einen wesentlichen Beitrag für Wert-
schöpfung und Arbeitsplätze in Bay-
ern.“ Am Flughafen hingen 70.000
Arbeitsplätze und 4,4 Milliarden
Euro Wertschöpfung im gesamten
Freistaat. Ohne Ausbau werde diese
Position nicht zu halten sein.
Die vbw fordert schon seit Jahren
den Bau einer dritten Startbahn, da
Kapazitätsengpässe bereits heute an
der Tagesordnung seien. „Die Zahl
der Passagiere und der per Luft-
fracht transportierten Güter legt seit
Jahren zu. Über weite Strecken des
Tages stehen am Flughafen Mün-
chen keine freien Start- und Lan-
dezeitfenster mehr zur Verfügung
– Anfragen müssen abgewiesen
werden“, so vbw-Hauptgeschäfts
führer Brossardt.
Um die gute Stellung des Airport
im internationalen Wettbewerb zu
erhalten, brauchten gerade die stark
exportorientierten bayerischen Un
ternehmen neue Verbindungen un
die Stärkung der Drehkreuzfunktion
des Airports. Die dritte Startbahn sei
ein Leitprojekt für die Zukunftsfähig
keit Bayerns und liege im Interesse
der Wirtschaft und der gesamte
Gesellschaft.
red
Wirtschaft will dritte Startbahn
Argument der vbw: steigendes Passagieraufkommen in München
Berlin – Ein großer Teil des Ver-
mögens in Deutschland ist nach
einer Analyse von Wirtschaftsfor-
schern in den Händen von weni-
gen Superreichen. Demnach be-
saßen die 45 reichsten Haushalte
im Jahr 2014 so viel wie die ärme-
re Hälfte der Bevölkerung.
Beide vereinigten jeweils 214 Milliarden
Euro Vermögen auf sich. Zu diesem
Ergebnis kam das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) in einem
Diskussionspapier.
Die Umweltschutz- und Hilfsorgani-
sation Oxfam hatte ähnliche Zahlen
für 2017 vorgelegt und vor steigender
Ungleichheit in der Welt, aber auch in
Deutschland gewarnt. Das arbeitgeber-
nahe Institut der deutschen Wirtschaft
(IW) Köln wies darauf hin, der Befund
sei nicht neu und die Betrachtungsweise
von Oxfam und DIW einseitig.
Die DIW-Forscher hatten bisher vor-
liegenden Statistiken der Vermögens-
verteilung ergänzt um Angaben aus den
Reichen-Ranglisten der Magazine „For-
bes“ und „Manager Magazin“. Oxfam
bezieht sich bei den Berechnungen auf
Daten der Schweizer Großbank Credit
Suisse sowie die Vermögensschätzun-
gen von „Forbes“.
Berücksichtigt man die Superreichen,
besaßen nach der DIW-Berechnung
die reichsten fünf Prozent 2014 mehr
als die Hälfte (51,1 Prozent) des gesam-
ten Vermögens. Nach den offiziellen
Zahlen der Europäischen Zentralbank
hat diese Gruppe lediglich 31,5 Prozent
des Vermögens in ihrem Besitz.
Oxfam rechnete vor, dass 2017 welt-
weit 42 Personen über den gleichen
Reichtumwie die ärmsten 3,7Milliarden
Menschen verfügten. Und das reichste
Prozent der Menschheit besitze mehr
als die übrigen 99 Prozent zusammen.
Diese Minderheit habe zudem 82 Pro-
zent des globalen Vermögenswachs-
tums im vergangenen Jahr verzeichnet.
Das IW nannte es „unbestritten, dass
die Reichen in Befragungsdaten nur un-
zureichend erfasst werden, da sie nur
selten Teil der Stichproben sind“. Aller-
dings werde dabei häufig übersehen,
dass auch die Vermögen im übrigen Teil
der Bevölkerung nicht immer korrekt
erfasst würden.
dpa/red
Wenige haben viel
Studie zur ungleichen Verteilung von Vermögen
In der Kölner Innenstadt bittet eine alte Frau um Almosen.
Foto: Federico Gambarini
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