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8. Februar 2018 -
S. 3
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richten
Blau
licht
Zwei Buben verunglücken
Tachertin, Lkr. Trostberg – Als ein Lkw-Fahrer mit seinem Kleintransporter die
Bahnhofstraße in Tacherting stadteinwärts in Richtung Trostberger Straße fuhr,
kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Der Lkw-Lenker bemerkte dabei
zwei am Straßenrand wartende Schüler. Als sich der Lkw bereits unmittelbar
vor den wartenden Schülern befand, traten diese unvermittelt auf die Fahr-
bahn und wurden dabei von dem Kleinlaster erfasst. Der zwölfjährige Schüler
wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus
Traunstein an den Folgen verstarb. Der zweite Schüler, neun Jahre alt, wurde
mit leichten Verletzungen in das Krankenhaus Altötting gebracht.
Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an und werden durch die Poli-
zeiinspektion Trostberg geführt. An der Unfallstelle war die Freiwillige Feuer-
wehr Tacherting mit 21 Einsatzkräften zur Verkehrslenkung und Absperrung
im Einsatz. Weiterhin waren ein Rettungshubschrauber, drei Rettungswagen
und mehrere Notärzte vor Ort.
red
Schüler treten unvermittelt auf stark befahrene Fahrbahn
Polizeidackel Olga besucht Wache
Waldkraiburg – Auch wenn man es bei den Temperaturen kaum glauben
kann, es ist tiefster Winter. Deshalb hatte eine treusorgende Beamtin der Poli-
zeiinspektion Waldkraiburg die geniale Idee, ihre vierbeinige Begleiterin warm
und adrett einzukleiden.
Vergangene Woche durfte die nun top gestylte Dackeldame Olga die Dienst-
räume der Inspektion und ihr Frauchen besuchen. Bei einer kurzen Führung
weckte besonders der Funktisch des Dienstgruppenleiters ihr Interesse. Um
auch ein „feeling“ für Polizeiarbeit zu bekommen, widmete sie sich intensiv
dem Strafgesetzbuch.
Nach ausgiebigen Streicheleinheiten verabschiedete sich die kleine Olga
schließlich schweren Herzens – ihre Hundemama hatte Dienst und sorgte
noch die ganze Nacht hindurch für ihren sicheren Schlaf.
Standesgemäß gekleidet und mit dem Strafgesetzbuch vertraut
Bettler mit Dolch in Bahnhofshalle
Rosenheim – Die Bundespolizei hat zwei ungarische Staatsangehörige am
Rosenheimer Bahnhof festgenommen. Zuvor waren die beiden bettelnden
Männer von einem Mitarbeiter der Deutschen Bahn aus der Schalterhalle
verwiesen worden. Beim Abgleich der Personalien der 23 und 27 Jahre alten
Männer schlug der Fahndungscomputer Alarm. Gegen den 23-Jährigen lagen
gleich zwei Haftbefehle vor - er hätte rund 600 Euro an die Justizkasse in
Fulda zahlen müssen. Er sitzt mittlerweile im Gefängnis. Auch der vier Jahre
ältere Landsmann des Verurteilten kam nicht unbescholten davon. Bei seiner
Durchsuchung fanden die Beamten ein Springmesser, einen als Taschenlampe
getarnten Elektroschocker und einen Dolch. Aufgrund der Verstöße gegen
das Waffengesetz wurde der 27-Jährige vorläufig festgenommen und seine
Waffen beschlagnahmt. Der Ungar, der in Saarbrücken wohnt, konnte zwar
nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen seinen Weg fortsetzen, wird
aber wegen des unerlaubten Waffenbesitzes mit einem Strafverfahren rech-
nen müssen.
Gesuchter Ungar sitzt nun hinter Gittern
Reguläres Vollmitglied der AfD?
Wird Franz Bergmüller von seiner Vergangenheit eingeholt?
Franz Bergmüller will die AfD als Spitzenkandidat in Bayern in
den Landtag führen.
Foto: © re
Muslim ersticht konvertierte Frau
Vierfache Mutter vor den Augen ihrer Söhne ermordet
Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia.
Foto: dpa
Traunstein – Er soll eine Frau getötet haben, die vom Islam zum Christentum kon-
vertiert ist. Sie soll ihn gefragt haben, ob auch er den Glauben wechseln wolle. Das
belastete ihn laut Anklage – und er griff zum Messer. Vor dem Landgericht Traun-
stein beginnt am Dienstag der Mordprozess gegen einen 30 Jahre alten Afghanen.
Der Mann hatte die ebenfalls aus Afghanistan stammende 38-Jährige den Vorwür-
fen zufolge vor den Augen ihrer Kinder im Alter von fünf und elf Jahren bei einem
Supermarkt in Prien am Chiemsee erstochen. Die beiden kannten sich vom Sehen
aus Flüchtlingsunterkünften. Der seit 2013 in Deutschland lebende Afghane hatte
den Status eines geduldeten Flüchtlings. Er war in Prien mit anderen Migranten in
einer Wohnung untergebracht. Nach dem Ablehnungsbescheid als anerkannter
Flüchtling Ende 2016 soll er sich seelisch verändert haben und mindestens zweimal
stationär in psychiatrischer Behandlung gewesen sein. Auch nach der Tat kam er
zunächst in eine Nervenklinik.
dpa/red
emilo-Stadion wird saniert
Stadt Rosenheim bewilligt 8 Millionen Euro
Das
emilo-Stadion in Rosenheim wird saniert.
Foto: © Copyright: Stefan Dupski
Rosenheim – Seitens des Finanz- und Hauptausschusses der Stadt Rosenheim wer-
den rund acht Millionen Euro für die Sanierung des emilo-Stadions bewilligt. Das
möchte die Vorstandschaft der Starbulls Rosenheim wie folgt kommentieren (in
Auszügen): „Als Vorstandschaft der Starbulls Rosenheim begrüßen wir die Entschei-
dung und die damit bewilligten Sanierungsgelder der Stadt Rosenheim sehr. Sowohl
aus Sicht der Stadt Rosenheim, der Steuerzahler und auch aus Sicht der Stadionbe-
sucher hält der Verein es für sinnvoll, das emilo-Stadion und seinen außergewöhnli-
chen Charakter zu erhalten und es fit für die Zukunft zumachen.“ Die Vorstandschaft
der Starbulls sieht sich in ihrer Vorgensweise gemeinsammit der Stadt bekräftigt und
legt mit diesem Schritt die über zwanzig Jahre währende Diskussion um ein neues
Eisstadion ad acta. Die Vorstandschaft wird sich nun in den kommenden Terminen
mit der Stadt Rosenheim dafür einsetzen, auch den künftigen Anforderungen um
den Breiten- und Nachwuchssport Rechnung tragen zu können.
red
Umweltschützer deckt Unfassbares auf
„PFOA-Bluttest-Initiative“.
Foto: ©
dpa
Altötting – Im Zusammenhang mit der Vergiftung von Trinkwasser und auch der
Bevölkerung der Region Altötting durch perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFOA)
sind brisante Verzögerungen bei Untersuchungen ans Licht gekommen. Auf eine
Anfrage des SPD-Verbraucherschützers Florian von Brunn räumte das Gesund-
heitsministerium ein, dass seit 2006 Detailuntersuchungen laufen, die erst in 2018
abgeschlossen werden sollen. Zudem teilte das Ministerium mit, dass damit aus-
gerechnet die Verursacherfirma befasst ist - und nicht ein unabhängiges Labor oder
gar bayerische Behörden.
Der SPD-Abgeordnete von Brunn kann dies kaum fassen: „Zwölf Jahre für eine
Untersuchung der Verseuchung mit diesem hochgefährlichen Stoff! Das kann doch
nicht deren Ernst sein. Die Menschen vor Ort leben mit der ständigen Gefahr von
Spätschäden. Und die Verantwortlichen lassen sich gemütlich Zeit.“
red
Marke „Neuschwanstein“ bleibt
Freistaat Bayern darf seine Marke behalten
Das Prunkschloß der Bayern: Neuschwanstein.
Foto: Peter Kneffel
Luxemburg – Der Freistaat Bayern kann nach Ansicht eines wichtigen EU-Gut-
achters seine Marke „Neuschwanstein“ behalten. Der Generalanwalt am Euro-
päischen Gerichtshof (EuGH), Melchior Wathelet, empfahl, eine Klage des Bun-
desverbandes Souvenir Geschenke Ehrenpreise (BSGE) dagegen zurückzuwei-
sen.
Der Rechtsstreit dauert bereits Jahre. Der BSGE, der Fabrikanten und Händler
vertritt, bringt unter anderem das Argument vor, „Neuschwanstein“ bezeichne eine
geografische Herkunft und sei deshalb nicht als Marke schützbar. Wathelet sieht das
anders. Der Verkaufsort einer Ware beschreibe nicht automatisch ihre Eigenschaften,
Beschaffenheiten oder sonstigen Merkmale, erklärte er. Der Vertriebsort als solcher
weise also nicht auf eine geografische Herkunft hin. Bayern hat sich 2011 den Namen
des im 19. Jahrhundert von Ludwig II. erbauten Märchenschlosses als Marke gesi-
chert. Verkauft werden unter anderem T-Shirts, Teekannen und Teller. Ein endgültiges
Urteil des EuGH dürfte in einigen Monaten fallen.
dpa/red
Bioabfälle getrennt sammeln
Angebot der Stadt Rosenheim bitte wahrnehmen
Verpflichtend ist die Bioabfallerfassung nicht – aber empfehlens-
wert.
Foto: LRA Rosenheim
Rosenheim – Bananenschalen, verschimmeltes Brot oder Kaffeesatz – sie sind
Bioabfälle, die der Landkreis Rosenheim seit einem Jahr auf den Wertstoffhöfen
sammelt. Dieses kostenfreie Angebot hilft, die Restmüllmenge zu reduzieren. Um
die Sammlung und den Transport der Bioabfälle möglichst einfach und komfortabel
zu gestalten, gibt das Personal auf sämtlichen Wertstoffhöfen des Landkreises 10
Liter-Kunststoffeimer und dazu passende Papiertüten aus. Strikt zu meiden sind
Kunststoffbeutel, auch solche aus kompostierbaren Kunststoffen. Begründet ist dies
durch die Verwertung der Bioabfälle: aus ihnen wird Energie erzeugt und deshalb
werden sie vor der Kompostierung in einer Vergärungsanlage behandelt. In der zur
Verfügung stehenden Zeit bauen sich die Kunststoffbeutel nicht ab. In weiterer Fol-
ge würden sie dann im Kompost oder in der Erde wieder auftauchen. Infos unter
Tel.: 08031/392 15 13
oder per Mail:
.
red
PFOA-Vergiftung: Verzögerung
Rosenheim – Die AfD sucht eine Antwort auf die Frage, ob Franz Bergmül-
ler, Chef des Rosenheimer Kreisverbandes und Bezirksvorsitzender, ein re-
guläres
„Vollmitglied“ der AfD ist. Laut Satzung kann nur in die AfD eintreten,
wer keiner anderen Partei angehört. Bergmüller soll aber auch Mitglied bei
den Freien Wählern und „Pro Bürger“ gewesen sein.
Beim AfD-Kreisvorstand geht man indes davon aus, dass es keinen Zweifel
an einer ordentlichen Mitgliedschaft Bergmüllers gebe. Auch habe er die
volle Unterstützung für eine Kandidatur für den Bayerischen Landtag. Diese
sei auch von der Frage nach der Mitgliedschaft nicht beeinflußt, da für eine
Kandidatur keine Parteimitgliedschaft vonnöten ist. Beim AfD-Kreisverband
ist man derzeit um eine Bestätigung der ordnungsgemäßen Mitgliedschaft be-
müht. Offene Fragen sollen in enger Absprache mit dem Betroffenen geklärt
werden.
red
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