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wirtschaft
S. 8
11. Januar 2018 -
Dolmetscher-Hotline für Schulen
Rosenheim – Um alltägliche Absprachen zwischen Pädagogen und
Eltern zu verbessern, bietet das Dolmetscher-Netzwerk der Diako-
nie Rosenheim allen Kindertagesstätten und Schulen seit November
2017 eine Dolmetscher-Hotline. Ermöglicht wird diese Hotline durch
die maßgebliche Förderung der Sparkassenstiftung „Zukunft für die
Stadt Rosenheim“ sowie weiteren Beiträgen der Sozialen Stadt Ro-
senheim und des Diakonischen Werks. „Dass man sich versteht, ist
unabdingbar für den reibungslosen Ablauf in Kindertagesstätten und
Schulen“, sagt Heike Schröter, Bereichsleitung Integrative Dienste der
Diakonie Rosenheim. Unter der Telefonnummer 08031/2351140
übersetzen Sprachmittlerinnen und Sprachmittler des Rosenheimer
Dolmetschernetzes wie folgt: Montags: Rumänisch; dienstags: Per-
sisch (Dari, Farsi); mittwochs: Arabisch; donnerstags: Russisch; freitags
Bulgarisch.
red
Sparkassenstiftung Zukunft fördert das neue Projekt
Die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler haben eine ei-
gene Schulung erhalten. Nun helfen sie telefonisch Eltern,
die die Unterstützung gerne bei Gesprächen mit Kinder-
garten oder Schule annehmen.
Foto: Diakonie Rosenheim
Wendelsteinbahn spendet 1.000 Euro
Flintsbach/Brannenburg – Die pflegerische und soziale Arbeit des
Christlichen Sozialwerks Degerndorf-Brannenburg-Flintsbach eV.
(CSW) und die Unterstützung von bedürftigen Personen durch die
Tafel Brannenburg finden bei der Bevölkerung und bei Firmen hohe
Anerkennung.
Vor diesem Hintergrund spendete die Wendelsteinbahn GmbH den
Erlös aus dem Verzicht auf Jahreswechselgeschenke an Kunden und
Institutionen an das Sozialwerk (CSW) und die Tafel Brannenburg. Die
so eingesparte Summe von insgesamt 1.000 Euro übergab Betriebs-
leiter Florian Vogt.
red
Freude bei Christlichem Sozialwerk und Tafel Brannenburg
V.l.n.r.: Evi Faltner, Assistentin der Geschäftsleitung Christliches
Sozialwerk (CSW), Matthias Jokisch, Brannenburgs Erster Bür-
germeister und Zweiter Vorsitzender des CSW, Stefan Lederwa-
scher, Flintsbachs Erster Bürgermeister und Erster Vorsitzender
des CSW, Florian Vogt, Betriebsleiter der Wendelsteinbahn GmbH
Brannenburg, Benno Steinbrecher, Vorstand der Tafel Brannen-
burg, Monika Kaiser–Fehling, geschäftsführende Pflegedienstlei-
terin CSW.
Foto: Johann Weiß
Freilinger & Geisler ehrt Mitarbeiter
Rosenheim – „Ein Unternehmen besteht aus seinen Mitarbeitern
und diese machen auch den Erfolg des Unternehmens aus“, so Ge-
schäftsführer des Autohauses Freilinger & Geisler, Peter Grubauer.
Auf der diesjährigen Weihnachtsfeier wurden die langjährigen Mitar-
beiter Thomas Michalke und Anita Spöck für ihre Betriebszugehörig-
keit geehrt. Diese sind bereits seit 20 sowie 30 Jahren im Autohaus
tätig und eine große Stütze für Geschäftsführer Peter Grubauer. Und
auch dieser wurde für die langjährige Treue zum Unternehmen aus-
gezeichnet. Zurückblicken kann er auf 25 Jahre Unternehmenszuge-
hörigkeit. Alle drei Mitarbeiter haben schon ihre Lehre im Autohaus
Freilinger & Geisler absolviert.
red
Auszeichnung für Loyalität und Engagement
V.l.n.r.: Anita Spöck (Assistentin der Geschäftsleitung),
Peter Grubauer (Geschäftsführer), Thomas Michalke (Kfz-
Mechaniker).
Nürnberg – Die deutsche Kon-
junktur-Lokomotive bleibt nach
Experten-Prognosen auch 2018
kräftig unter Dampf. Sollte sich
an den jetzigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen nichts än-
dern, werde die Wirtschaft 2018
mehr als zwei Prozent wachsen
und zu einemweiteren Rückgang
der Arbeitslosigkeit führen. Das
prognostizierten Konjunkturfor-
scher und Volkswirte deutscher
Großbanken in einer Umfrage
der Deutschen Presse-Agentur.
Denn die deutsche Wirtschaft
sei derzeit so gut aufgestellt wie
seit vielen Jahren nicht mehr,
betonten die Experten nahezu
übereinstimmend.
Einige Volkswirte beurteilen die kon-
junkturelle Lage geradezu euphorisch.
So betonte der Chefvolkswirt der
KfW-Bankengruppe, Jörg Zeuner, er
sehe derzeit keine Anzeichen, dass das
„schwungvolle Wachstum“ der deut-
schen Wirtschaft so bald abbrechen
werde. Und der Allianz-Volkswirt Rolf
Schneider machte deutlich: „Die deut-
sche Konjunktur läuft imMoment mehr
als rund. Wir sind auf dem Weg in eine
Hochkonjunktur, wie wir sie lange nicht
hatten.“ Mit einer „sehr guten Konjunk-
turentwicklung“ für 2018 rechnet auch
der Konjunkturexperte des Münchner
Ifo-Instituts, Felix Schröter.
Vor diesem Hintergrund haben in-
zwischen viele große deutsche Geld-
institute ihre Wachstumsprognose für
2018 angehoben. So geht die DZ-
Bank inzwischen von einem Wachs-
tum des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
von 2,2 Prozent aus, Deutsche Bank
Research von 2,3 Prozent. Der Finanz-
dienstleister Allianz traut der deutschen
Wirtschaft sogar 2,4 Prozent Plus zu.
Diese Prognose wird nur noch vom
Ifo-Institut getoppt, das sogar mit ei-
nem BIP-Wachstum von 2,6 Prozent
rechnet. Lediglich Bayern-LB Stefan
Kipar teilt die Euphorie seiner Kollegen
nicht ganz: Er rechnet für 2018 eher
mit einem Wert von 2,1 Prozent.
Kipar begründet seine Skepsis unter
anderem mit dem Arbeitsmarkt. Der
entwickele sich zunehmend zum Fla-
schenhals und damit womöglich auch
zu einer Wachstumsbremse. „Die
Stimmung in den Unternehmen ist
hervorragend. Und es entstehen wei-
ter viele neue Stellen. Aber es wird
immer schwieriger, eine freie Stelle
mit der richtigen Arbeitskraft zu beset-
zen. Die Anforderungen passen häufig
nicht 1:1 zur Qualifikation.“ Deswe-
gen teilt er auch die Auffassung seiner
Kollegen nicht, dass im Jahr 2018 die
Arbeitslosigkeit ähnlich stark wie 2017
sinken werde. Er geht eher von einer
Stagnation auf dem erwarteten 2017er
Niveau von 2,52 Millionen Erwerbslo-
sen aus.
Nicht allzu kritisch sehen die Experten
die derzeitige politische Hängepartie
in Berlin. Die sich hinziehende Un-
sicherheit über den künftigen bun-
despolitischen Kurs werde in den
meisten Chefetagen derzeit noch
verhältnismäßig gelassen beurteilt
– dazu sei das wirtschaftliche Umfeld
einfach zu gut, so die meisten Öko
nomen. Etwas skeptischer blickt da
gegen Deutsche-Bank-Experte Marc
Schattenberg auf die sich hinziehende
Regierungsbildung. Er schließt nicht
aus, dass manche von Staatsaufträgen
abhängige Unternehmen unter den
verzögerten „fiskalischen Impulsen“
leiden könnten. Unter normalen Be
dingungen gingen solche Aufträge im
Januar und Februar raus, jetzt müs
sten Unternehmen bis zum Frühjahr
oder gar Frühsommer warten.
Auf dem Arbeitsmarkt dürfte dagegen
nach überstimmender Expertenein
schätzung das Jahr 2017 versöhnlich
enden. Sie rechnen für Dezember
saisonbedingt mit einer leichten Zu
nahme der Arbeitslosenzahlen um
rund 45.000 auf 2,41 Millionen. Das
wären etwa 155.000 weniger Jobsu
cher als vor einem Jahr. Der monats
bezogene Anstieg würde damit ähn
lich stark ausfallen wie im Schnitt der
vergangenen drei Jahre. Ohne den
Saisoneffekt im Dezember würde
nach Berechnungen der Ökonome
die Arbeitslosigkeit am Jahresende um
10.000 bis 15.000 sinken. Vor allem
in Außenberufen wie im Bau oder in
der Landwirtschaft führe die winterli
che Witterung zum vorübergehenden
Jobabbau.
dpa/red
Volkswirte: Konjunktur bleibt 2018 unter
Volldampf „Schwungvolles Wachstum“
Nach Experten zufolge, ist die deutsche Wirtschaft derzeit in Höchstform
Die deutsche Wirtschaft ist derzeit so gut aufgestellt wie seit vielen Jahren nicht mehr.
Foto: Christian Charisius
„Wirtschaftswachstum
im Jahr 2018 steigt um
mehr als zwei Pro-
zent!“
„Eine freie Stelle mit
der richtigen Arbeits-
kraft zu besetzen wird
immer schwieriger!“
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