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11. Januar 2018 -
S. 3
Nach
richten
Blau
licht
Betrugsmasche „CEO-Fraud“
Landkreis Altötting – In „letzter Sekunde“ gelang es Staatsanwaltschaft und Kri-
minalpolizei mehr als 900.000 Euro auf einem polnischen Bankkonto „einzu-
frieren“. Das Geld hatten Betrüger zuvor bei einem mittelständischen Betrieb
aus dem Landkreis Altötting mit dem sogenannten „CEO-Fraud“ ergaunert.
Die Kriminalpolizei warnt vor der Betrugsmasche und erklärt, wie die Täter
dabei vorgehen: Die Täter nutzen Informationen, die Unternehmen in Wirt-
schaftsberichten, im Handelsregister oder auf ihren Homepages veröffentli-
chen. Sie legen ihr Augenmerk insbesondere auf Angaben zu Geschäftspart-
nern und künftigen Investments und geben sich dann als leitende Angestellte,
Geschäftsführer oder Handelspartner aus. Dabei fordern sie etwa über ge-
fälschte Email-Adressen wegen einer angeblichen Unternehmensübernahme
oder einer geänderten Kontoverbindung den Transfer größerer Geldbeträge
auf Konten in aller Welt, häufig in osteuropäische Staaten. So konnten Krimi-
nelle in den vergangenen Jahren Millionenbeträge erbeuten.
red
Aktueller Fall im Landkreis Altötting
Grabstein erschlägt 40-Jährigen
Berchtesgadener Land – Zu einem tragischen Unfall, bei dem ein 40-Jähriger
sein Leben verlor, kam es in einer Gemeinde im Landkreis. Wie die bisherigen
Ermittlungen der Beamten des Traunsteiner Kriminaldauerdienstes (KDD) er-
gaben, war ein mehrere Hundert Kilogramm schwerer Grabstein umgekippt
und hatte den Mann unter sich begraben. Sämtliche Bemühungen, dem Ver-
unglückten zu helfen, kamen zu spät. Eine Zeugin hatte ihren Nachbarn ge-
funden, der unter einem schweren Grabstein lag und nicht mehr ansprechbar
war. Obwohl sofort der Rettungsdienst und ein Notarzt verständigt wurden
und sich die Retter vor Ort intensiv um den Mann bemühten, konnte ihm
nicht mehr geholfen werden.
Wie die bisherigen Untersuchungen der Beamten des KDD aus Traunstein
ergaben, war der Mann auf sein Grundstück gegangen, um Dinge zu erledi-
gen. Dort muss der etwa 500 Kilogramm schwere, aufrecht gelagerte Grab-
stein umgekippt sein und begrub den 40-Jährigen unter sich. Hinweise auf ein
Fremdverschulden gibt es keine.
Tragischer Unfall ohne Fremdverschulden
Flucht endet mit Festnahme
A93/Kiefersfelden/Oberaudorf – Die Bundespolizei hat in Oberaudorf zwei
mutmaßliche Autodiebe gefasst. Der Festnahme ist eine Verfolgungsfahrt auf
der Autobahn und eine gemeinsame Fahndungsaktion von Bundes- und Lan-
despolizei im Grenzraum vorausgegangen. Nach ersten Erkenntnissen war
das Fluchtfahrzeug gestohlen. Der Fahrer eines VW-Busses mit deutschem
Kennzeichen missachtete die Anhaltesignale der Bundespolizisten an der
Grenzkontrollstelle auf der A93. Anstelle sich der Kontrolle zu unterziehen,
beschleunigte der Fahrzeugführer. Mit einem Streifenwagen wurde sofort die
Verfolgung aufgenommen. Das flüchtende Fahrzeug fuhr an der Ausfahrt Kie-
fersfelden von der Autobahn ab und bewegte sich mit überhöhter Geschwin-
digkeit in Richtung Kiefersfelden. Auch innerorts war das Tempo deutlich
höher als zugelassen. Der 23-Jährige, der im Alb-Donau-Kreis gemeldet ist,
und seine 18-jährige Begleiterin, die aus dem Landkreis Göppingen stammt,
wurden festgenommen. Ein Einhandmesser, das der gebürtige Russe mitführ-
te, wurde sichergestellt. Erste polizeiliche Nachforschungen ergaben, dass das
Fluchtfahrzeug vor einigen Tagen im Landkreis Ravensburg gestohlen worden
war.
Verfolgungsfahrt auf Inntalautobahn
Mehr Obstbäume in RO und TS
Nur gemeinsam realisierbar - Traunstein am Zug
Die Streuobstbestände in der Region sollen vermehrt werden.
Foto: fotolia
Rosenheim/Traunstein – In der letzten Sitzung des Kreisausschusses im Aiblinger
Rathaus überzeugte der Geschäftsführer der ORO Obstverwertung eG, Joachim
Wiesböck, dass es Zeit sei, die Streuobstbestände nicht nur zu erhalten, sondern
auch wieder zu vermehren. Der Kreisrat stimmte einer finanziellen Beteiligung
des Landkreises zu, sofern sich der Landkreis Traunstein ebenfalls in Höhe von
39.000 Euro beteiligt. Die Gesamtkosten in Höhe von 228.000 Euro werden zu
60 Prozent über das „Leader-Programm“ der EU mitfinanziert. Die vier Keltereien
ORO-Raubling, Greimel-Bad Endorf, Stöger-Traunstein und Pölz-Garching wollen
mit insgesamt 80.000 Euro gemeinsam das Projekt unterstützen. Die Traunsteiner
Kreisgremien bewilligten keinen Zuschuss und übertrugen die Entscheidung dem
Landschaftspflegeverband. An diesem liegt es nun, ob es den beiden Landkreisen
durch Zusammenarbeit gelingt, die Obstanbaukultur der Region zu stärken und
auszubauen.
red
Oberbayerns Schönheit bewahren
BUND Naturschutz zieht positive „Grüne Bilanz“
Ein Juwel in Oberbayern: Der Chiemsee.
Foto: Archiv
Oberbayern – Der BUND Naturschutz zieht trotz mancher Rückschläge insge
samt eine positive „Grüne Bilanz“ für das Jahr 2017. Immer mehr Menschen seie
aktiv für die Bewahrung von Bayerns Lebensgrundlagen Boden, Luft und Wasse
sowie bei der Rettung bedrohter Tiere und Pflanzen in ihrer Heimat. Bayerns
größter Natur- und Umweltschutzverband freut sich über Erfolge beim Schutz von
einzigartigen Naturlandschaften wie am „Grünen Band Deutschland“, über positive
Entwicklungen bei der Wiederkehr von Biber und Wildkatze sowie einen großen
Mitgliedergewinn im Jahr 2017. Mit zum Jahresende rund 228.000 Mitgliedern und
Förderern erreicht Bayerns größter Umweltverband den größten Mitgliederstand
in seiner 105- jährigen Geschichte.
Als Trauerspiel und Rückschlag für Bayerns Natur
sieht der BN die Entscheidungen zur weiteren Zulassung von Glyphosat, zur Ände
rung des Alpenplans amRiedberger Horn und des Landesentwicklungsprogramms als
„Freibrief für Flächenverbrauch“.
red
Hoher Besuch bei den Maltesern
Vorstandsmitglied zu Gast in Traunstein und Rosenheim
Christian Scheufen (re.), kommissarischer Dienststellenleiter,
begrüßte Cornelius Freiherr von Fürstenberg (Mitte), Mitglied
des Geschäftsführenden Vorstands des Malteser Hilfsdienstes,
und Bezirksgeschäftsführer Florian Pohl im Malteserhaus in Ro-
senheim.
Foto: Margit Schmitz/Malteser
Traunstein/Rosenheim – Cornelius Freiherr von Fürstenberg, Mitglied des Geschäfts-
führenden Vorstands des Malteser Hilfsdienstes in Deutschland, folgte der Einladung
von Bezirksgeschäftsführer Florian Pohl und informierte sich über die Situation vor
Ort. Christian Scheufen führte durch die Dienststelle und gab dem Besucher einen
Überblick über die vielfältigen Dienste. Das große Wachstum, vor allem im Fahr-
dienst, habe im vergangenen Jahr den Umbau mehrerer Räume erforderlich ge-
macht, um Arbeitsplätze für zusätzliche Mitarbeiter zu schaffen, erläuterte Scheufen.
Von Fürstenberg berichtete, er sei in den vergangenen Monaten viel gereist, um die
Arbeit in den Gliederungen kennenzulernen: „Ich komme immer wieder begeistert
zurück, weil überall mit viel Herzblut gearbeitet wird.“
red
Chemikalie in Trinkwasser
Menschen in Altötting noch lange belastet
Eine Firma im Chemiepark Gendorf ist für die Verunreinigung verant-
wortlich.
Foto: fotolia
Altötting – Über Jahre war in der Region Altötting die Chemikalie Perfluoroctansäu
re (PFOA) im Trinkwasser. Laut Behörden lag die Belastung unter den Leitwerten
- aber der womöglich krebserregende Stoff findet sich auch im Blut von Anwoh
nern. Der Stoff, der nach Experteneinschätzung eine Reihe von Krankheiten wi
auch Krebs begünstigen könnte, war 2016 bei Kontrollen in Blutspenden aus der
Gegend festgestellt worden. Inzwischen wurden Trinkwasserbrunnen geschlossen
und zusätzliche Aktivkohleanlagen eingebaut, um das Wasser zu reinigen. Dennoch
werde die Belastung imBlut aufgrund der hohen Halbwertszeit von dreieinhalb Jah
ren nur langsam abnehmen. Die Chemikalie PFOA, die unter anderem Kleidungs
stücken wasser-, schmutz- und fettabweisende Eigenschaften verleiht, kann sich
einer Veröffentlichung des Umweltbundesamtes zufolge in Organen anreichern,
etwa in Lunge, Leber und Niere. Sie sei schädlich für die Fortpflanzung und gelte als
krebserregend, heißt es in der Veröffentlichung.
red
Schuldnerberatung für Jugendliche
Caritas Rosenheim bietet spezielle Sprechstunde
Schuldnerberaterin Sandra Schergen steht mit Rat und Tat zur
Seite.
Foto: Caritas Rosenheim
Rosenheim – Die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland ist 2016 er-
neut angestiegen auf eine Überschuldungsquote von 10,06 Prozent. Dies bedeu-
tet, dass 6,85 Millionen Privatpersonen als überschuldet gelten und nachhaltige
Zahlungsschwierigkeiten haben. Die Caritas hilft durch das Beratungsangebot der
Schuldnerberatung. Da auch immer mehr junge Menschen in die Schuldenfalle tap-
pen, werden die bestehenden Serviceleistungen nun durch ein spezielles Angebot
für die Altersgruppe 18 bis 25 Jahre ergänzt. Es ist wichtig, diese Altersgruppe noch in
der Verschuldungsphase zu erreichen. Ab dem 1. Januar 2018 steht Schuldnerbera-
terin Sandra Schergen jeden Donnerstag zwischen 14.30 und 15.30 Uhr telefonisch
und von 15.30 bis 17.00 Uhr persönlich im Caritaszentrum in der Reichenbachstra-
ße 5 in Rosenheim zur Verfügung. Telefon: 08031/203730,
Email:
red
Alpen begeistern Jugendliche
„YOUrALPS“-Projekt im Nationalpark Berchtesgaden
Workshop mit 20 Umweltbildungs-Experten für YOUrALPS.
Foto: Nationalpark Berchtesgaden
Berchtesgaden – Kürzlich trafen sich 20 Umweltbildungs-Experten aus Frankreich,
Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland im Rahmen des internationalen
Projektes „YOUrALPS“ zu einem dreitägigen Workshop im Nationalpark Berch
tesgaden.
Ziel des Projektes ist es, Jugendlichen eine bessere Identifikation mit dem Lebens
raum Alpen zu ermöglichen und ihrer Entfremdung von der Natur entgegenzu
wirken. Nach der Arbeit an einem gemeinsamen Alpenschulmodell gestalteten die
Nationalpark-Mitarbeiterinnen Eva Dinter und Johanna Wimmer unter der Leitung
von Andrea Heiß (5.v.l.) ein Programm zum Thema „Bildung für nachhaltige Ent
wicklung in den Alpen“. Die Fachleute aus verschiedenen alpinen Bildungseinrich
tungen zeigten sich begeistert von den neuen Methoden und der vielseitig einsetz
baren Einrichtung des Bildungszentrums im Haus der Berge.
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