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wirtschaft
S. 8
14. Dezember
2017 -
30 Nov
Berlin – Bald trudeln sie wieder
ein, die Briefe und Mails mit
Bitten um Spenden. Die letz-
ten Wochen des Jahres sind für
gemeinnützige Organisationen
und Kirchen immens wichtig
– sie rechnen mit Milliarden-
summen von Privatleuten.
Auf 5,3 bis 5,5 Milliarden Euro wer-
de das Spendenvolumen bis Ende
2017 voraussichtlich anwachsen,
zeigte sich die Geschäftsführerin des
Deutschen Spendenrates, Daniela
Geue, optimistisch. Der Dachver-
band von 65 spendensammelnden
Organisationen hat auch eine erste
Bilanz für das laufende Jahr vorge-
legt: Von Januar bis September sei-
en nach Hochrechnungen rund 3,1
Milliarden Euro für gute Zwecke zu-
sammengekommen.
2015: Flucht und Erdbeben in
Nepal
Damit liegt das Spendenaufkommen
leicht über der Summe des Vorjah-
reszeitraumes, aber unter dem Zwi-
schenstand von 2015 (3,4 Milliarden
Euro). Damals nahmen die Themen
Flucht und das Erdbeben in Nepal
viel Raum in der Berichterstattung
der Medien ein. In besagtem Jahr
war nach den Daten des Spenden-
rates insgesamt ein Spendenrekord
erreicht worden: 5,5 Milliarden
Euro. Der Langzeitvergleich zeigt,
dass die Deutschen aber auch heute
immer noch relativ großzügig sind:
Vor zehn Jahren waren in einem
ganzen Jahr Spenden von nur 3,9
Milliarden Euro verbucht worden.
Seitdem stieg der Wert an, mit Spit-
zen in Jahren mit großen Katastro-
phen. Und das, obwohl die Zahl der
Spender laut Bilanz weiter rückläufig
ist. Aktuell liegt sie für den Zeitraum
von Januar bis September bei 17 Mil-
lionen Menschen. Für diese Gruppe
ist das Spenden kein einmaliger Akt,
sie spendeten durchschnittlich 5,8
mal, im Schnitt 32 Euro. Unter de
Über-70-Jährigen gibt es besonders
viele Spender, sie sind auch beson-
ders großzügig.
BeimSpendenzweck beobachtet der
Spendenrat Verschiebungen: Die
Zuwendungen für Projekte in de
Flüchtlingshilfe im In- und Ausland
sinken wieder – im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 16 Prozent
auf 285 Millionen Euro. Die Zahlen
zeigten, dass Flüchtlinge inzwischen
weniger im Fokus der Öffentlichkeit
stünden, erklärte Daniela Geue.
Bekämpfung von Hunger in
Afrika
An Bedeutung gewonnen hat laut
Spendenrat etwa die Not- und Ka-
tastrophenhilfe, zum Beispiel zur
Bekämpfung von Hunger in Afrika.
Neben diesem Thema habe es we
nig große, in den Medien präsen-
te Katastrophen gegeben. Für die
evangelische Kirche habe mögli-
cherweise das 500. Reformationsju-
biläum Bedeutung, sagte Geue. Es
fiel nicht in den nun ausgewerteten
Zeitraum.
Die Angaben beruhen auf monat-
lichen Selbstauskünften von 10
000 Deutschen ab zehn Jahren
die hochgerechnet wurden. Laut
Angaben sind sie repräsentativ für
diese Gruppe der deutschen Be-
völkerung. Bei Minderjährigen läuft
das Spenden in der Regel über die
Eltern.
dpa/red
Deutsche beim Spenden großzügig
Spendenrat blickt optimistisch aufs Jahresende: 5,3 Milliarden Euro erwartet
Spendenbox: Besonders in der Vorweihnachtszeit werden die Bürger gebeten zu spenden. Foto: Patrick Pleul/Illustration
Flötzinger Bräu ehrte Betriebsjubilare
Rosenheim – Anlässlich der Betriebsversammlung 2017 ehrte Franz Steegmüller mit seiner Familie und der Geschäftsleitung langjährige und verdiente Mitarbeiter der Brauerei. Er lobte bei seiner Rede die Einsatzbereit-
schaft und Treue eines jeden einzelnen Mitarbeiters der „Flötzinger-Familie“. „Nur gemeinsam ist es möglich, solche großen Erfolge zu feiern, wie es Flötzinger Bräu gelingt“, sagte er. Im vergangenen Geschäftsjahr erhielt
Flötzinger zum fünften Mal den Bundes-Ehrenpreis, 13-mal die DLG-Goldmedaille, zweimal den European Beer Star in Silber und der Weißbierbock „Gambrinus“ wurde zum besten Bock Europas beim World Beer Award
ausgezeichnet. Auf dem Bild zu sehen: Hintere Reihe: Johann Gradl (25 Jahre), Rudolf Purainer (30 Jahre), Martha und Franz Steegmüller, Marisa und Andreas Steegmüller, Wolfgang Dichtl. Vordere Reihe: Michael Böhm
(25 Jahre), Georg Huber (40 Jahre), Franz Stachelhuber (40 Jahre) und Karl-Heinz Kraupar (30 Jahre).
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