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30. November 2017 -
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richten
Blau
licht
Über 200g Marihuana sichergestellt
Brannenburg, Lkr. Rosenheim/Hausham, Lkr. Miesbach – Beamte der Polizei-
inspektion Brannenburg und Miesbach stellten in einer Haushamer Wohnung
etwa 240 Gramm Marihuana sicher. Polizeibeamte der Inspektion Brannen-
burg kontrollierten im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle einen
Pkw bei Brannenburg. Da die Beamten dabei Cannabisgeruch wahrnahmen,
durchsuchten sie sowohl den Fahrer und sein Auto, als auch dessen Beifahrer.
Während sie beim Fahrer des Opel nicht fündig wurden, fanden sie jedoch bei
dessen Beifahrer eine geringe Menge Marihuana. Nachdem auch der durch-
geführte Drogentest beim Fahrer negativ verlief, wurde dieser wieder ent-
lassen. Bei dem Beifahrer ordnete die Staatsanwaltschaft Traunstein dagegen
eine Wohnungsdurchsuchung in Hausham an. Hierbei fanden die Beamten
sowohl eine professionell aufgebaute Aufzuchtanlage, als auch bereits geern-
tetes Marihuana. Insgesamt konnten die Polizeibeamten etwa 240 Gramm
der cannabishaltigen Pflanze sicherstellen. Die Kriminalpolizei Miesbach über-
nahm die Ermittlungen.
red
Cannabisgeruch führt zu Wohnungsdurchsuchung
Aggressiver Rumäne in U-Haft
Bad Endorf – Rosenheimer Bundespolizisten haben einen gewalttätigen
Schwarzfahrer in die Haftanstalt gebracht. Der rumänische Staatsangehörige
war ohne Fahrschein im Meridian von Rosenheim nach Salzburg unterwegs.
Bei der Fahrscheinkontrolle schlug er dem Zugbegleiter ins Gesicht. In der
Nacht informierte die Notfallleitstelle die Bundespolizei über eine Streitigkeit
im Zug am Bahnhof Bad Endorf. Am Einsatzort trafen die Beamten auf ei-
nen Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG. Dieser schilderte, dass er bei der
Fahrscheinkontrolle eines Rumänen von diesem geohrfeigt worden sei. Als
er den aggressiven Schwarzfahrer aufforderte, den Zug zu verlassen, habe
dieser erneut ausgeholt und dem 65-Jährigen die Brille von der Nase ge-
schlagen, wodurch diese zerbrach. Die Bundespolizisten nahmen den 34-
jährigen Schläger vorläufig fest. Wie sich herausstellte, war der Mann in der
Vergangenheit bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Erst vor
kurzem musste er eine Haftstrafe wegen Leistungserschleichung in der Justiz-
vollzugsanstalt Augsburg verbüßen. Gelernt hat der Rumäne, der auch wegen
Diebstahl und Bedrohung polizeibekannt ist, daraus offenbar nichts.
Gewälttätiger und unbelehrbarer Schwarzfahrer
Zivilcourage rettet Menschenleben
Neumarkt St. Veit/Lkr. Mühldorf – Durch das schnelle und beherzte Eingrei-
fen von zwei Nachbarn konnte das Leben zweier Frauen gerettet werden, die
unmittelbar zuvor Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sind. Im Rah-
men einer kleinen Feierstunde bedankte sich Polizeipräsident Robert Kopp
bei den beiden Lebensrettern: „Für mich sind Sie die wahren Helden des
Alltags. Menschen wie Sie sind Vorbilder für unsere Gesellschaft. Bleiben Sie
auch in Zukunft so engagiert und zeigen weiterhin Herz und Zivilcourage.“
Auf Einladung von Christian Schuster, Leiter der Kriminalpolizei Mühldorf, be-
suchten die beiden Lebensretter, FrauWerner und Herr Küppers, gemeinsam
mit der Opferfamilie die Kriminalpolizeistation in Mühldorf. Polizeipräsident
Robert Kopp und Erwin Baumgartner, Bürgermeister von Neumarkt St. Veit,
würdigten in diesem Rahmen das beherzte und geistesgegenwärtige Eingrei-
fen, durch das das Leben der beiden verletzten Frauen gerettet werden konn-
te. Für das couragierte Handeln überreichte Robert Kopp den engagierten
Helfern ein Anerkennungsschreiben und einen Geldbetrag.
Vorbildliche Bürger mit Belohnung ausgezeichnet
Polizeiarbeit mit Drohnen
Pilotversuch mit „Multicoptersystemen“
Bayerns Innenminister Herrmann mit einer Polizeidrohne.
Foto: red
München – Die Bayerische Polizei wird mit zusätzlichen „Multicoptersystemen“
ausgestattet, auch Drohnen genannt. Dazu hat Bayerns Innenminister Joachim
Herrmann in München einen entsprechenden Pilotversuch gestartet. Ab Januar
2018 sollen alle bayerischen Polizeidienststellen bei Bedarf die Drohnen anfordern
können. Der rund 75.000 Euro teure Drohnen-Test wird laut Herrmann etwa ein
Jahr dauern.
„Unsere neuen Drohnen werden die taktischen Möglichkeiten der Polizei weiter
verbessern“, ist sich Herrmann sicher. Einen Mehrwert sieht der Minister unter
anderem bei Gefahren- und Schadenslagen sowie bei der Tatortarbeit und der
Verkehrsunfallaufnahme, gerade auch wenn der Polizeihubschrauber beispielswei-
se witterungsbedingt nicht zur Verfügung steht.
Wie der Innenminister erklärte, sind
alle neuen Systeme mit hochauflösenden Kameras ausgestattet. Außerdem ist die Da-
tensicherheit der Aufnahmen gewährleistet.
red
Trinkwasser verunreinigt
Bürger aus Emmerting mit hohen PFOA-Werten
Der wahrscheinlich krebserregende Stoff gelangte über das
Wasser in das Blut der Menschen.
Foto: dpa
Altötting – Bis 2008 wurde im Chemiepark Werk Gendorf in der Nähe von Altöt
ting PFOA (Perfluoroctansäure) hergestellt und benutzt. Der höchstwahrscheinlic
krebserregende Stoff gelangte über Feinstaub und Abwasser in den Boden, in das
Wasser und schließlich in das Blut der Anwohner: Die Konzentration von PFOA im
Blut von Bürgern aus Emmerting ist bis zu 20 Mal so hoch wie bei Münchnern –
und das hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit dem Land
ratsamt Altötting schon vor einem Jahr mitgeteilt. Das Landratsamt Altötting hat die
Ergebnisse der Untersuchung auf seiner Homepage veröffentlicht und die Bürger
meister der betroffenen Gemeinden, wie Emmerting oder Burgkirchen, darüber
informiert. Kritik kommt von Holger Lundt vom Bund Naturschutz Kreisverband
Altötting. Weder der Kreistag, noch der Umweltausschuss, betroffene Bürger oder
die Presse seien über die Untersuchungsergebnisse und die viel zu hohen PFOA-
Werte im Blut in Kenntnis gesetzt worden.
br/quer//red
Eder GmbH ausgezeichnet
Firma bekommt Bayerischen Mittelstandspreis
Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet, Angela und Peter Eder
sowie Staatssekretär a.D. Hans Spitzner (von links).
Foto: red
Rosenheim/München/Berlin – Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin
Barbara Stamm und Staatsministerin Ilse Aigner wurden bereits zum 11. Mal mittel-
ständische Unternehmen in den vier Kategorien Handel, Handwerk, Dienstleistun-
gen und Produzierendes Gewerbe aus ganz Bayern geehrt. Geprüft wurden die
Kandidaten auf herausragende Leistungen in den Bereichen Kundenorientierung,
Personalpolitik, Ressourceneinsparung, Innovation und Zukunft sowie soziales und
gesellschaftliches Engagement.
Ziel des Wettbewerbes ist, besondere unternehmerische Leistungen im gesamten
unternehmerischen Spektrum von mittelständischen Unternehmen mit Sitz in Bay-
ern zu würdigen und der Öffentlichkeit als Vorbild vorzustellen.
Bei einer feierlichen Galavorstellung imMaximilianeumwurden vor 180 geladenen
Gästen die Siegerunternehmen geehrt. Stolzer Vertreter der Region war dabei die
Firma Eder GmbH aus Tuntenhausen.
red
Lob für Ehrenamtliche
Bürger auf Schloss Hartmannsberg geehrt
Landrat Wolfgang Berthaler zeichnete Bürger für ihr Engage-
ment im Ehrenamt aus.
Foto: red
Rosenheim – Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement hat Landrat
Wolfgang Berthaler neun Bürger geehrt. Auf Schloss Hartmannsberg verlieh der
Landrat das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von
im Ehrenamt tätigten Frauen und Männern sowie Ehrenurkunden für verdiente
langjährige Feldgeschworene.
Berthaler betonte, dass es Deutschland ohne Ehrenamt so nicht geben würde: „Wi
haben den Ehrenamtlichen viel zu verdanken.“ Zu der kleinen Feierstunde waren
auch die Bürgermeister Richard Richter aus Bruckmühl, Bernhard Hainz aus Gstadt,
Hubert Wildgruber aus Oberaudorf, Olaf Kalsperger aus Raubling sowie die zwei
ten Bürgermeister aus Rosenheim Anton Heindl und Dieter Kannengießer aus Kol
bermoor gekommen. Den Feldgeschworenen gratulierte zudemRichard Schreiner
im Namen der Bayerischen Vermessungsverwaltung und des Vermessungsamtes
Rosenheim zum 25-jährigen Jubiläum.
red
Quellen im Klimawandel
Projekt untersucht Nationalpark-Quellen
Die Projektbeteiligten wollen Quellen genauer untersuchen.
Foto: red
Berchtesgaden – Rund 300 Quellen befinden sich imNationalpark Berchtesgaden,
etwa die Hälfte davon wurde bereits wissenschaftlich auf Fauna und Flora sowie
physikalische Parameter wie Temperatur, pH-Wert oder Sauerstoffgehalt unter-
sucht. Das vom Bayerischen Umweltministerium finanzierte Projekt „Quellen in
den bayerischen Nationalparken als Zeiger des Klimawandels“ fasst das gesam-
melte Wissen zusammen und entwickelt eine Methode, wie Quellen künftig nach
einem einheitlichen Standard beobachtet werden können. Diese Methode wird
im Nationalpark Berchtesgaden entwickelt und auf den Nationalpark Bayerischer
Wald übertragen. Mit der neuen Methode soll erkennbar werden, ob der Klima-
wandel Auswirkungen auf diese Lebensräume hat. Zu einem Arbeitstreffen kamen
kürzlich die Projektbeteiligten im Berchtesgadener Nationalparkzentrum „Haus der
Berge“ zusammen.
red
Unterwegs im Bildungsexpress
IHK-Angebot kommt bei jungen Leuten gut an
Ein Jugendlicher bei der Beratung im Bildungsexpress.
Foto: red
Mühldorf/Salzburg – Mit einem neuen Teilnehmerrekord war kürzlich der
IHK-Bildungsexpress von Mühldorf nach Salzburg unterwegs. Über 200
Schüler haben gemeinsam mit einem Elternteil teilgenommen und sich
während der Fahrt über die Ausbildungschancen und Praktikumsplätze bei
mehr als 30 regionalen Unternehmen aus den Landkreisen Altötting und
Mühldorf informiert.
Ingrid Obermeier-Osl, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des Regionalausschus
ses Altötting-Mühldorf, fühlt sich bestätigt: „Ausbildungsbetriebe kennenlernen und
gleichzeitig einen Tagesausflug nach Salzburg machen – dieses Format kommt bei
den Jugendlichen sehr gut an. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich zu über 7
Lehrberufen informieren und haben somit ein Gespür für ihre beruflichen Chancen in
der Region erhalten, die ihnen die Vielfalt unserer Wirtschaft bietet“.
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