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2. November 2017 -
Nach
richten
Blau
licht
Straßenkriminalität in Wasserburg
Wasserburg – In den letzten zwei Wochen wurden durch die Polizeiinspek-
tion Wasserburg mit Unterstützung des Einsatzzuges Rosenheim sogenannte
Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Ziel war die Bekämpfung der allgemei-
nen Straßenkriminalität im Dienstbereich der Polizeiinspektion Wasserburg.
Im Zuge dessen wurden insgesamt 181 Personen und 114 Fahrzeuge einer
Kontrolle unterzogen. Auf Grund dessen wurden insgesamt 7 Haftbefehle
vollstreckt. Weitere 8 Personen wurden vorläufig festgenommen und knapp
400 Gramm Rauschgift sichergestellt. Des Weiteren wurden insgesamt 10
Jugendschutzkontrollen durchgeführt, welche mit der Sicherstellung von Al-
kohol/ Zigaretten und einer Ordnungswidrigkeitenanzeige endeten. Zudem
wurde insgesamt 24-mal gegen die Stadtsatzung verstoßen und Alkohol im
Stadtgebiet auf öffentlichen Plätzen konsumiert. Dies zog jeweils Ordnungs-
widrigkeitenanzeigen nach sich. Als Fazit konnte festgestellt werden, dass die-
ser Konzepteinsatz erfolgreich war. Es folgten bereits positive Reaktionen der
Bevölkerung wegen der erkennbar höheren Polizeipräsenz.
red
Erfolgreicher 2-wöchiger Konzepteinsatz
Sicherheitswacht Waldkraiburg geschätzt
Als am 5. Juli 2017 die Streifen SiWa 1 und SiWa 2 zur ersten Schicht ausrück-
ten, war noch nicht klar, wie die neuen Ordnungshüter bei der Bevölkerung
ankommen würden. Jürgen Zabelt, selbst Mitglied der SiWa Waldkraiburg,
fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen: „Nach 100 Tagen wissen wir,
dass die große Mehrzahl der Waldkraiburger die SiWa schätzt. Die Verant-
wortlichen sind sich ebenfalls einig: Die Sicherheitswacht ist eine Bereicherung
für Waldkraiburg und macht die Stadt ein wenig sicherer. Sowohl der Dienst-
stellenleiter der Polizei, Herr Georg Deibl, als auch Herr Norbert Meindl vom
Ordnungsamt loben immer wieder die gute Zusammenarbeit und den Erfolg
der SiWa. Auf den Streifen werden unsere Ehrenamtlichen immer wieder
positiv angesprochen und ihr Einsatz von der Bevölkerung gelobt.“ Während
der Ausbildung besuchte Dr. Marcel Huber, MdL und Leiter der Bayerischen
Staatskanzlei, die künftigen Sicherheitskräfte und lud diese mit ihren Ausbildern
spontan zur Besichtigung in den Landtag und die bayerische Staatsregierung
ein. Im Bild von links: Yvonne Helzel, Andreas Bessa, Anja Großmann, Anja
Pietsch, Martin Sterz, Herbert Csapo, Marina Gutte und Dietmar Meißner
(Polizei) sowie Jürgen Zabelt.
Feier anlässlich 100 Tage Streifendienst
Achtung an „Selbsternte-Feldern“
Südöstliches Oberbayern – Auf landwirtschaftlichen Feldern werden zur
Selbsternte häufig Blumen oder Feldfrüchte angeboten. Jetzt stellte ein Be-
trieb fest, dass mittels betrügerisch manipulierter Kassenattrappen an mehr als
einem Dutzend Feldern von Unbekannten das für die Waren gezahlte Geld
ergaunert wurde. Die Polizei bittet alle Betreiber solcher Selbsterntebetriebe,
wie auch die Kunden, sich bei verdächtigen Wahrnehmungen diesbezüglich
bei der Polizei zu melden.
Seit Anfang Oktober wurden an sogenannten Selbsterntebetrieben vermehrt
manipulierte Kassen aufgefunden. Der oder die überörtlich agierenden, bis-
lang unbekannten Täter traten bisher mindestens in den Bereichen Prien
am Chiemsee, Bayrisch Gmain und Berchtesgaden sowie an verschiedenen
Selbstbedienungsbetrieben im benachbarten Österreich auf. Um an das Geld
der Kunden zu gelangen, wurden vor die eigentlichen Kassen Attrappen ge-
baut, in welche die Kunden dann ihr Geld einwarfen. So erbeuteten die Täter
laut Betreiber Bargeld im 5-stelligen Bereich.
Betrügerische Kassenattrappen bitte melden
„Drüber reden hilft“
Jugendliche beraten Jugendliche
Junge Leute zwischen 16 und 21 Jahren sitzen am Beratungste-
lefon und nehmen sich Zeit.
Foto: DKSB/Susanne Tessa Müller
Rosenheim – „Danke, dass Du mir zugehört hast!“ Das hört Julian (18), ehrenamt-
licher Berater am Kinder- und Jugendtelefon, der Nummer gegen Kummer, öfter.
„Wenn die Anrufer hören, dass am andern Ende einer sitzt, der auch so alt ist wie
sie, dann reden die ganz anders mit mir. Und ich finds klasse, dass ich ihnen weiter
helfen kann.“ Auf einer Wellenlänge mit den Anrufern zu sein, ist einer der Vorteile
des Projekts „Jugendliche beraten Jugendliche“ am Kinder- und Jugendtelefon. Im-
mer samstags von 14 bis 20 Uhr unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer
116 111 sowie 0800 - 111 0 333 sitzen dabei junge Leute zwischen 16 und 21
Jahren am Beratungstelefon des Kinderschutzbundes.
Die Beratung ist dabei anonym, auch vom Handy aus kostenlos und vertraulich.
Der Kinderschutzbund Rosenheim, bei dem ehrenamtliche BeraterInnen schon
seit 1993 Kinder und Jugendliche beraten, erweitert nun sein Angebot um „Jugend-
liche beraten Jugendliche“.
red
Bayerische Imker ernten mehr Honig
Trotz kaltem Frühling eine gute Honigernte
Fleißig unterwegs: Die Honigbiene.
Foto: Frank Rumpenhorst
Veitshöchheim – Die bayerischen Imker blicken auf eine gute Honigernte. Im Schnitt
haben sie 36,1 Kilogramm Honig pro Bienenvolk ernten können. Das geht aus Zah
len des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Rheinland-Pfalz hervor, das für ganz
Deutschland die Statistik über die Honigernte führt. Im vergangenen Jahr hatten sie
durchschnittlich nur 25,6 KilogrammHonig pro Bienenvolk aus denWaben geschleu
dert. Ein Grund für das Plus liegt imWald. „Es ist tendenziell ein eher gutes Jahr. Das
liegt vor allem daran, dass der Wald gehonigt hat. Das haben wir nicht jedes Jahr“,
sagte Stefan Berg, Leiter des Fachzentrums Bienen an der Bayerischen Landesanstal
für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Der Wald honigt - das be
deutet, dass Baumläuse genügend zuckerhaltige Ausscheidungen, den sogenannten
Honigtau, produziert haben. Dann stellen die Imker für denWaldhonig Bienenvölker
zwischen den Bäumen auf, die Bienen machen aus dem Honigtau einen kräftigen
Honig. Aber nicht jedes Jahr ist ausreichend Honigtau vorhanden.
„Dieses Jahr kön
nen wir von „Spitzenwerten“ sprechen“, so Berg.
red
Nachbar will Kühe „wegklagen“
Die Kuhglocken mussten schon runter
Sieben Jungrinder, fünf davon mit Glocke, hält die Föchinger
Bäuerin Regina Killer auf einer Weide bei Erlkam.
Foto: Thomas Plettenberg
Holzkirchen – Regina Killer hat’s geahnt. Der Vergleich vor dem Amtsgericht Mies-
bach, der im September 2015 wegen der Kuhglocken ausgehandelt worden war,
befriedete den verärgerten Nachbarn nicht. Reinhard U. hatte damals eine einst-
weilige Verfügung erwirkt, die es Killer verbot, glockentragende Kühe näher als
100 Meter an sein Haus im Holzkirchner Ortsteil Erlkam zu lassen. Die Bäuerin
aus Föching legte Widerspruch ein, es kam zu besagtem Vergleich: Die Weide
(1,2 Hektar) wurde geteilt. Glocken sind nur noch auf dem entfernteren, südli-
chen Teilstück erlaubt. „Ich habe mich daran gehalten“, versichert die 41-Jährige
auf Nachfrage. Mindestens 25 Meter liegen zwischen den Glocken und dem Haus
des Beschwerdeführers. Doch die Kühe nerven den Neu-Erlkamer noch immer.
Er könne nachts nicht schlafen
, das Geläut verursache Depressionen. Er klagt weiter
gegen Killer und die Marktgemeinde.
red
Streik bei BOB nicht ausgeschlossen
Tarifverhandlungen gestalten sich schwierig
Kommt bald ein neuer Streik bei der BOB? Dies ist laut Eisen-
bahn- und Verkehrsgesellschaft „nicht ausgeschlossen“.
Foto: © Hefft
Holzkirchen/Landkreis Miesbach – Für Zuggäste in der Region könnte es in de
nächsten Zeit ungemütlich werden: Im Januar 2016 befanden sich die Lokführer
Zugbegleiter und Werkstatt-Mitarbeiter von BOB und Meridian zum bis dato letz
ten Mal im Streik. Dies könnte sich bald ändern, wie Isidoro Peronace, Gewerk
schaftssekretär der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), via Pressemittei
lung verkündete. Die EVG wirft der Geschäftsführung der Bayerischen Oberland in
der gestern veröffentlichten Meldung vor, sie habe der Gewerkschaft in der zwei
ten Verhandlungsrunde „ein neues, aber immer noch unzureichendes Angebot
unterbreitet. „Die Verhandlungen wurden unterbrochen mit der deutlichen Ansa
ge der EVG an die Arbeitgeberseite, dass erst, wenn sie bereit ist, ein grundlegend
verbessertes Angebot vorzulegen, die Verhandlungen fortgesetzt werden können“,
sagt Peronace und macht deutlich: „Streiks sind jetzt nicht mehr ausgeschlossen.“
red
Nachwuchs-Retter in Aktion
24-Stunden-Übung für 48 Jugendliche
Ein nachgestellter Verkehrsunfall war eines der Szenarien bei
der 24-Stunden-Übung der Johanniter-Jugend.
Foto: Johanniter/Gerhard Bieber
Unterreit - 24 Stunden retten wie die Großen hieß es für die Johanniter-Jugend
und die Jugendfeuerwehr Wang. Gemeinsam mit einsatzerfahrenen Erwachsenen
verbrachten die Nachwuchshelfer der beiden Organisationen ein Wochenende in
Wang (Gemeinde Unterreit) und trainierten bei insgesamt fünf aufwendig nach-
gestellten Szenarien - vom Verkehrs- und Forstunfall bis hin zu einer nächtlichen
Personensuche - ihr Können. „Unser Ziel war es, die engagierten Jungen und Mäd-
chen an rettungsdienstliche Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit der Feu-
erwehr heranzuführen“, sagte Sebastian Obermaier, Leiter der Johanniter-Jugend
in Wasserburg. Und so haben die Nachwuchsretter neben den Übungseinsätzen
auch im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz wichtige Handgriffe trainiert und
Abläufe verfeinert. Die gemeinsame 24-Stunden-Übung fand in diesem Jahr zum
dritten Mal statt - mit insgesamt 48 Jugendlichen, Betreuern und Mimen.
red
Ist die Wachtlbahn zu retten?
Historische Bahnstrecke stillgelegt
Die Museums-Eisenbahn zwischen Kiefersfelden und Tirol galt als
Touristen-Attraktion.
Foto: Dokumentationszentrum für Europäische Eisenbahnforschung
Kiefersfelden – Die historischeWachtlbahn auf der 6,1 Kilometer langen Strecke zwi
schen Kiefersfelden und Wachtl in Tirol fährt nicht mehr. Seit der Stillegungsbeschei
des bayerischen Verkehrsministeriums eingetroffen ist, stehen die Personenzüge auf
dem Abstellgleis.
Die Wachtl-Bahn ist eine Museums-Eisenbahn, die vom Verein „Museum-Eisen
bahn-Gemeinschaft Wachtl e.V.“ betrieben wird. Unter den Schmalspurbahnen mit
900 mm Spurweite ist sie die älteste private Schmalspurbahn Europas, die zwischen
zwei Ländern verkehrt. Seit 1880 wurde auf der Strecke Zement transportiert, seit
1991 gilt der Personenverkehr als Attraktion in der Grenzregion. Der Betreiber der
Infrastruktur der Bahn hätte rund 200.000 Euro investieren müssen, um Mängel am
Gleis zu beheben. Nun hofft der Verein, die Bahn mit einer Unterschriftenaktion
sowie Schwellenpatenschaften zu retten.
red
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