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R O S E N H E I M W A S S E R B U R G M A N G F A L L T A L I N N T A L C H I E M G A u K U F S T E I N
Nr. 376 / 12. Jahrgang
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Rosenheimer Sicherheitsexperten, Kriminalhauptkommissar Wolfgang Moritz, befragt. Lesen Sie weiter auf
Seite 2
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Aktion Moor!
Die Europäische Zentralbank (EZB)
kommt zunehmend in die Bredouille.
Ihre Problemkreise: Der Zeitfaktor, die
Sparer, die Banken & Versicherungen
und die Wahlen in der EU. Das zeigt:
Die Geldpolitik ist das geworden, was
sie nie sein wollte: hochpolitisch. Seit
der Finanzkrise hat sich
die oberste Währungs-
hüterin das Ziel gesetzt,
die Konjunktur in der EU
anzuheizen. Das will sie
entgegen vieler warnen-
der Stimmen immer noch
mit Gewalt durchsetzen.
Als Brennstoff sieht sie
weiterhin das billige Geld.
Das hatte in der Vergangenheit oft funk-
tioniert. Doch heute sieht es anders
aus. Eigentlich müsste die Wirtschaft
EU-weit durch den anhaltenden Fi-
nanztropf längst brummen, doch das ist
nicht der Fall. Mehr Geld in die Märkte
zu pumpen, schafft nicht automatisch
Aufschwung. In wettbewerbsstarken
Ländern wie Deutschland und den
Niederlanden beflügelte die expansive
Geldpolitik den Export. Die Krisenlän-
der dagegen haben eher mehr als we-
niger Probleme.
So sehr sich Mario Draghi auch müht,
die Quadratur des Kreises will nicht
gelingen. Dabei nimmt er ohnehin
wenig Rücksicht – vor allem nicht auf
die Befindlichkeiten der Banken, Versi-
cherungen, Stiftungen und die Sparer.
Besonders letztere stecken in der Fal-
le: Die Zinsen sind weiter am Boden,
während die Inflationsrate ansteigt. Das
Tückische dabei: Der Zinseszins – jener
Effekt, der vor allem kleinen Anlegern
früher half, auf lange Sicht ein Vermö-
gen aufzubauen – greift dadurch nicht
mehr. Viele EU-Finanzminister dage-
gen jubeln, denn die negativen Zinsen
belohnen sie für das Schuldenmachen,
weil sie bei der Ausgabe der Anleihen
mehr Geld einnehmen, als sie später
zurückzahlen müssen. Die
Crux: Wenn Regierungen
zu viel Schulden machen,
wirkt der Zins normaler-
weise als Sanktionsmecha-
nismus der Märkte. Nun
aber drücken die Noten-
banken die Zinsen mit
Anleihekäufen künstlich
nach unten und setzen so
diesen Mechanismus außer Kraft. Kein
Wunder also, dass gerade Krisenländer
wie Frankreich und Italien sich nur noch
höher verschulden, statt Reformen
und die Sanierung der Staatsfinanzen in
Angriff zu nehmen. Und so läuft in der
tief gespaltenen Euro-Zone die Zeit
davon.
Doch Draghi und die EZB halten an
ihrem Kurs fest und spielen auf Zeit,
gehen ihnen doch die Argumente für
die lockere Geldpolitik aus. So weiter-
zumachen wie bisher, kann aber kaum
noch lange gut gehen. Bleibt nur zu
hoffen, dass die Wahlen in Deutschland
und Frankreich sie nicht eines Besseren
belehren. Deutsche reagieren traditio-
nell besonders sensibel auf steigende
Inflationsraten. EU-kritische Parteien
werden das im Vorfeld der Wahlen zu
nutzen wissen.
Bleibt nur noch die Hoffnung auf die
Vernunft. Die stirbt ja gemeinhin im
mer
zuletzt.
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