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wirtschaft
24. April 2015 -
Wirtschaft S. 7
bauwesen
McKinsey Studie Bayern:
Zu den Ergebnissen der Studie Bay-
ern 2025 der Unternehmens- und
Strategieberatung McKinsey erklärt
Alfred Gaffal (Bild), Präsident der
Vereinigung der Bayerischen Wirt-
schaft (vbw).: „Der Freistaat bietet
eine hervorragende Standortqualität.
Der vbw-Prognose-Report Wirt-
schaft 2040 sagt für unser Land ein
überdurchschnittliches Wachstum
von durchschnittlich 1,5 Prozent pro
Jahr voraus. Bayern weist im natio-
nalen und internationalen Vergleich
eine günstigere demografische Ent-
wicklung auf. Wachstums- und zu-
kunftsorientierte Branchen sind bei
uns besonders stark vertreten und
die Wirtschaft ist über Handel und
Investitionen überdurchschnittlich in-
ternationalisiert.“ Bayern stünde, wie
alle anderen Regionen vor großen
Herausforderungen, so Gaffal wei-
ter. Insbesondere Globalisierung und
Digitalisierung würden den Standort
Bayern tiefgreifend verändern. „Wir
müssendieneuenTrends etwa durch
Veränderungen unserer Forschungs-
struktur, unseres Bildungssystems,
durch neue Geschäftsmodelle und
eine neue Gründerkultur umset-
zen“, sagt Alfred Gaffal. Die notwen-
digen Vorschläge werden derzeit im
vbw Zukunftsrat erarbeitet, in dem
Wissenschaftler ebenso vertreten
sind, wie die bayerische Wirtschafts-
ministerin Ilse Aigner. Im Zukunfts-
rat werden auf wissenschaftlicher
Grundlage die notwendigen Trends
analysiert und die entsprechenden
Handlungsempfehlungen erarbeitet.
Fachkräftesicherung:
Die bayerischen Metall- und Elek-
troarbeitgeberverbände bayme vbm
starten zusammen mit der Bun-
desagentur für Arbeit (BA) das neue
Modellprojekt
power25+(me).
„Mit dem Projekt wollen wir jungen
Erwachsenen zwischen 25 und 35
Jahren eine assistierte Umschulung
in einem Unternehmen ermögli-
chen, die bisher dafür eher nicht in
Betracht gezogen wurden. Das sind
zum Beispiel Personen mit nicht
anerkanntem Berufsabschluss oder
von Arbeitslosigkeit bedrohte Men-
schen“, erklärt bayme vbm Haupt-
geschäftsführer Bertram Brossardt.
„Dabei müssen wir noch stärker in
abschlussorientierte Qualifizierungen
investieren“, fügt Dr. Markus Schmitz,
Vorsitzender der Geschäftsführung
der Regionaldirektion Bayern, hinzu.
Ziel von power25+(me) ist es, 48
bis 50 junge Erwachsene bis zum 1.
September in eine Umschulung in
einem bayme vbm Mitgliedsbetrieb
an den drei Modellstandorten Augs-
burg, München und Nürnberg zu
vermitteln. Um die Mitgliedsunter-
nehmen bei der Fachkräftesicherung
zu unterstützen, haben bayme vbm
und vbw 2011 die Initiative „Wir für
Bayern – Aktionsprogramm Fach-
kräftesicherung“ gestartet. Insgesamt
umfasst dieses Aktionsprogramm fünf
Handlungsfelder, um dem Fachkräf-
temangel gezielt entgegenzusteuern.
power25+(me) gehört zum Hand-
lungsfeld
„Beschäftigungschancen
verbessern“ und hat eine Laufzeit
von dreieinhalb Jahren. Von 240 ak-
tivierten Teilnehmern werden dann
etwa 50 in eine M+E Umschulung
vermittelt und während des Um-
schulungsverlaufs bis zum Berufs-
abschluss und der Stabilisierung in
einem Beschäftigungsverhältnis be-
gleitet. Die Regionaldirektion Bay-
ern unterstützt das Projekt mit 1,7
Millionen Euro. bayme vbm fördern
die Gesamtprojektkosten von rund
2,6 Millionen Euro mit rund 900000
Euro.
Mindestlohn:
Seit etwas mehr als hundert Tagen
gilt in Deutschland der Mindestlohn.
Auf der einen Seite stehen die Ar-
beitnehmer, die mindestens 8,50
Euro pro Stunde erhalten. Auf der
anderen Seite die Unternehmen, die
sich mit aufwendigen Dokumentati-
onspflichten und vielen Unklarheiten
konfrontiert sehen. „Nicht der Min-
destlohn ist das Problem, vielmehr
sind die umfangreichen Dokumen-
tationspflichten von Landwirten und
Unternehmern in ganz Bayern kaum
zu bewältigen. Zum bürokratischen
Mehraufwand gesellen sich unklare
Vorgaben“, sagt Hans Müller, Ge-
neralsekretär des Bayerischen Bau-
ernverbandes (BBV, Bild). Bei vielen
Fragen würden Betriebe von den
Behörden bis heute keine rechts-
sicheren Auskünfte bekommen.
Gleichzeitig werden bereits Kon-
trollen durchgeführt und Sanktionen
drohen. „Wo bleiben die angekün-
digten Korrekturen? Wir hören bis-
lang nur Ankündigungen und etwas
Säbelrasseln in der Koalition. Die
robuste Konjunktur kann zwar noch
über manches Problem hinwegtäu-
schen. Anstatt unnötiger Aufzeich-
nungspflichten braucht eine schlag-
kräftige Wirtschaft die nötige Flexi-
bilität im Arbeitszeitrecht!“ Deshalb
fordert der BBV eine Korrektur des
Mindestlohngesetzes und dass kon-
krete Verbesserungen auf den Weg
gebracht werden. „Entscheidend ist,
dass Aufzeichnungspflichten, etwa
für kurzfristige Beschäftigte, auf das
unabdingbare Maß zurückgeführt
werden“, sagt BBV-Generalsekretär
Müller.
Goldene Staatsmedaille:
Mit der Staatsmedaille in Gold hat
Landwirtschaftsminister
Helmut
Brunner bei einem Festakt in Mün-
chen den Amtschef des Landwirt-
schaftsministeriums, Ministerialdirek-
torMartinNeumeyer,verabschiedet.
Brunner würdigte damit die heraus-
ragenden Verdienste des Spitzenbe-
amten um die Land- und Forstwirt-
schaft und den ländlichen Raum
in Bayern. „Mit innovativen Ideen,
außergewöhnlicher Schaffenskraft
und untrüglichem Gespür für not-
wendige Weichenstellungen haben
Sie die moderne bayerische Agrar-
politik entscheidend mitgeprägt“,
sagte der Minister in seiner Laudatio.
Neumeyer ist nun seit dem 1. April
Vorstandsvorsitzender Bayerischen
Staatsforsten. Sein Nachfolger wird
der bisherige Büroleiter des Bayeri-
schen Ministerpräsidenten, Ministeri-
aldirigent Hubert Bittlmayer. Im Bild
(v. l.): Martin Neumeyer, Helmut
Brunner (Landwirtschaftsminster),
Hubert Bittlmeyer.
red
Wirtschaft
in Bayern
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-Nachrichten:
Rohrdorf – Mitte April luden die Bauherren, Familie Albrecht-Stocker (Hotel
zur Post in Rohrdorf) sämtliche Handwerker ein, die am Bau des neuen Gä-
stehauses beteiligt waren. Um möglichst vielen Handwerkern die Gelegenheit
zu geben, mitzufeiern, verzichtete man auf das Richtfest im Zeitraum zwischen
Weihnachten und Heilige Drei Könige.
Im Oktober 2014 wurde mit dem Bau begonnen. Aufgrund der guten Witte-
rung konnte bereits Anfang Januar 2015 der Dachstuhl gehoben werden. Der
Richtspruch wurde vom Zimmerermeister Michael Brunner (Firma Brunner
aus Vogtareuth) gemacht. Die Firma Team Garaventa ist bei diesem Bauvor-
haben als Generalunternehmen tätig. Ohne Unterbrechung konnte bis jetzt
gearbeitet werden, so dass die Außenfassade bereits fertiggestellt wurde. Die
Innenausbauarbeiten sind in vollem Gange. Das neue Gästehaus wird im Juli
2015 bezugsfertig sein. „Unsere Gäste können sich dann an 36 Zimmern mit
4-Sterne-Komfort und einer Wohnfläche von über 30 m² mit Balkon oder
Terrasse erfreuen“, so Theresa Albrecht. Die Zimmer werden sehr hochwer-
tig mit edlen Hölzern und warmen Farben und viel Fensterfläche ausgestattet.
Viel Licht und schöne, durchdachte Details sorgen dann für bayerisches Wohl-
fühlambiente und zeitgemäßen Komfort. Insgesamt stehen damit im Hotel zur
Post 113 renovierte, komfortabel eingerichtete Zimmer zur Verfügung. Bereits
heute sind Buchungen möglich.
ta/red
Neues Gästehaus Hotel zur
Post feiert Baurichtfest
Generalunternehmer Karl Garaventa, Bauunternehmer Josef
Schweinsteiger, Theresa Albrecht, Chefin Hotel zur Post, Zim-
merer Michael Brunner und Uwe Stoeger, Architekt (v.l.).
Zum achten Mal in Folge war ein motiviertes Team an Mitarbeitern der Rieder Faserbeton-Elemente in Kolbermoor beim Vienna
City Marathon am Start. Gemeinsam mit den Kollegen der österreichischen Rieder Gruppe holten die Marathon-, Halbmarathon-
und Staffel-Läufer insgesamt 28 Medaillen nach Hause. Gratulation zu den tollen sportlichen Erfolgen!
Foto: Rieder
Pumperlgsund & miteinand
Rieder Mitarbeiter beim Marathon in Wien
– Anzeige –
-Nachrichten:
Oberaudorf – Ein völlig neues Gesicht hat die Sparkassen-Geschäftsstelle in
Oberaudorf bekommen: Nach Abschluss der Umbauarbeiten präsentieren
sich die Räume großzügig, modern und auf einer Ebene im Erdgeschoss.
In rund sieben Monaten Bauzeit realisierten Planer und Handwerker eine
neue Raumaufteilung und Ausstattung, die den Anforderungen von Kunden
und Mitarbeitern an eine moderne und kommunikative Sparkassen-Ge-
schäftsstelle entspricht. Die Fläche im Erdgeschoss wird nun optimal genutzt,
sodass alle fünf Beraterbüros auf einer Ebene Platz finden. „Dennoch wirkt
die Geschäftsstelle großzügiger und offener als zuvor“, so Alfons Maierthaler,
Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling. Dies ermög-
lichen die geschickte Raumaufteilung, modernste technische Ausstattung
und ein kommunikatives Konzept: Im Eingangsbereich bilden Service und
Empfang eine kundenfreundliche Einheit. Sämtliche Ein- und Auszahlungen
können nun mit der Sparkassen-Kundenkarte rund um die Uhr an den
Automaten im Foyer erledigt werden. „Unser neues Kassensystem bietet
größtmögliche Sicherheit und Komfort für unsere Kunden und spart zudem
Platz“, so Maierthaler. Bereits seit Anfang des Jahres können diese ihre Bar-
geldtransaktionen, bei Bedarf mit Unterstützung der Sparkassenmitarbeiter,
an dem neuen Servicegerät erledigen. Die frei gewordene Fläche im ersten
Obergeschoss bietet in Zukunft einem weiteren Gewerbetreibenden die
Möglichkeit, sich in bester Ortslage in Oberaudorf zu präsentieren.
la/red
Geschäftsstelle Oberaudorf nach Umbau wiedereröffnet
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