Ausg. 329 - page 5

24. April 2015 -
Wirtschaft S. 5
wirtschaft
NEWS
-Nachrichten:
Neutraubling/Rosenheim – Die Krones AG, Neutraubling, der füh-
rende Hersteller in der Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik,
gibt den Kauf von 100 Prozent der Anteile an der Gernep Gruppe,
Barbing/ Deutschland, bekannt. Als internationaler Anbieter von Eti-
kettiermaschinen im unteren und mittleren Leistungsbereich bietet
Gernep kundenspezifische Lösungen. Neben der Getränkeindustrie
sind insbesondere die Märkte Lebensmittel, Kosmetik und Pharma
Schwerpunkte des Unternehmens. Damit verstärkt Krones seine Ak-
tivitäten in diesen Marktsegmenten.
Gernep ist ein profitables Unternehmen mit mehr als 10 Mio. Euro
Umsatz und knapp 100 Mitarbeitern. Das Unternehmen wird auch in
Zukunft eigenständig mit der bestehenden Führungs- und Vertriebs-
struktur geführt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der
Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.
dkz
Krones erwirbt Gernep Etikettiertechnik
-Nachrichten:
Rosenheim – Aktuellen Schätzungen zufolge werden bis Ende dieses Jahres
weltweit über eine Milliarde mobile Endgeräte in Gebrauch sein. Die Geräte
mit den praktischen und einfach zu benutzenden Anwendungsprogrammen
werden jedoch schon lange nicht mehr nur als Spielzeug genutzt. Vermehrt
erkennen in den letzten Jahren auch Unternehmen die Vorteile der mobi-
len Applikationen für die effektive und effiziente Gestaltung ihrer Geschäfts-
prozesse und setzen diese gezielt ein, um interne und externe Abläufe zu
optimieren.
„Die Zukunft ist schon Realität!“, mit dieser Feststellung begrüßte Wolfgang
Janhsen die Teilnehmer des diesjährigen Rosenheimer IT-Forums. Zur Ver-
anstaltung hatte die Rosenheimer Initiative zur Förderung der Informations-
und Kommunikationstechnik (ROSIK) unter dem Dach des Projektes eBusi-
ness-Lotse Südostbayern eingeladen. Für den Leiter der IHK-Geschäftsstelle
Rosenheim ist der geschäftliche Einsatz von mobilen Geräten auch imMittel-
stand bereits eine Selbstverständlichkeit. Es gehe jetzt darum, die individuell
passende Applikation richtig einzusetzen, um Nutzen daraus zu ziehen. Dies
unterstrich auch der Dekan der Fachhochschule Rosenheim, Reiner Hüttl,
der das Forum moderierte. Er sieht die eine der größten Herausforderun-
gen darin, bestehende IT-Prozesse ummobile Prozesse zu erweitern. Damit
ein solches Arbeiten „unabhängig von Zeit und Raum“ möglich wird, sind
einfache Handhabung und die Möglichkeit, auch ohne Netzzugang Daten
erfassen zu können, essenziell. Dies wurde im Eröffnungsvortrag klar. Die
ROSIK-Veranstaltung stand wie in jedem Jahr für eine Vielzahl von anschauli-
chen Praxisbeispielen; Risiko- und Sicherungslösungen inklusive.
ad/red
IT-Forum diskutiert Nutzen mobiler Anwendungen
-Nachrichten:
München/Rosenheim – Die Commerzbank steuert alle ihre Geschäfte ab
sofort für Bayern und Baden-Württemberg von München aus. Zugleich gibt
es zwei neue Bereichsvorstände, die für den Süden Deutschlands zuständig
sind. Werner Braun verantwortet die Beratung von Privat- und Geschäftskun-
den im Süden Deutschlands. Damit ist er für 14 Niederlassungen und rund
250 Filialen zwischen Oberfranken und Bodensee verantwortlich, davon
rund 40 Filialen im Stadtgebiet München. Werner Braun: „Wir sind auf Kurs.
Die Kundenzufriedenheit ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.
Mit unseren Angeboten wie dem kostenlosen Girokonto gewinnen wir neue
Kunden. Diese Entwicklung wollen wir in München und im gesamten Süden
Deutschlands fortsetzen. Dabei setzen wir auf eine persönliche Beratung in
der Filiale, moderne digitale Angebote und die passenden Produkte.”
Bereichsvorstand Michael Kotzbauer ist in der Region für 11 Niederlassungen
der Mittelstandsbank zuständig, die Unternehmen mit einem Jahresumsatz
über 2,5 Mio. Euro betreut. Zusätzlich steuert er das Immobiliengeschäft mit
Firmenkunden in Deutschland. “Mit der Verlagerung unserer Büros von der
Frankfurter Zentrale nach München erzielen wir den Vorteil, näher am Kun-
den zu sein und Entscheidungen vor Ort deutlich schneller treffen zu kön-
nen”, begründet Michael Kotzbauer die Entscheidung. “Für unsere Kunden
bedeutet das mehr Planungssicherheit bei wichtigen Investitionen.”
hr/red
Neue Bereichsvorstände bei der Commerzbank
Werner Braun
Michael Kotzbauer
Potential vorhanden und ausbaufähig
Rosenheim – Die ortsansässigen
Unternehmen bilden das ökono-
mische Rückgrat Rosenheims.
Viele Mittelständler haben sich
im Aichergelände fest etabliert.
„Dieser Bereich ist das größte,
zusammenhängende Gewerbe-
gebiet in Rosenheim“, erklärt
Hans Schussmann, Sprecher In-
teressensgemeinschaft Aicher-
Park. Bis heute verfügt das Ge-
biet über ein hohes Potential für
Firmen. „Es gibt aber auch drin-
genden Handlungsbedarf“, hebt
Schussmann hervor. Im Rahmen
des Baus der Westtangente soll
daher ab 2016 auch das Gewer-
begebiet neu strukturiert wer-
den. Mehr dazu im Interview:
An welchen Stellen muss drin-
gend gehandelt werden?
Besonders in der Frage der Verkehrs-
gestaltung herrscht akuter Handlungs-
bedarf. Der Bau der Westtangente ist
ein Schritt in die richtige Richtung. Der
von Schwaig kommende Verkehr wird
dann kein Chaos mehr verursachen.
Mit den gemeinsamen Planungen
unserer Interessensgemeinschaft, der
Stadtverwaltung und allen anderen
Beteiligten sind wir sicher, die optimale
Lösung für die Betriebe zu finden.
Welche Lösung erscheint denn
am sinnvollsten?
Die Firmen brauchen dringend den
Anschluss an dieWesttangente und die
Autobahn München–Salzburg sowie
an die B15. Der Lieferverkehr nach
Norden beispielsweise kann so ohne
Schwierigkeiten fließen. Sehr erfreulich
ist der Verlauf der Gespräche mit den
Grundstückseignern Richtung Kolber-
moor. Viele haben bereits zugestimmt,
Flächen für die Straßenführung zur
Verfügung zu stellen. Wichtig ist auch
der für 2017 geplante Bahnhaltepunkt
an der Oberaustraße. Gerade für die
Nicht-Autofahrer ist das ein wirklicher
Fortschritt. Für Arbeitnehmer und
Konsumenten ist eine verlässliche An-
bindung an den öffentlichen Nahver-
kehr schlicht unerlässlich.
Wo
liegt das Potential des
Aichergeländes?
Das Aichergelände umfasst eine Fläche
von insgesamt knapp 580000 Qua-
dratmetern, der AicherPark nimmt
davon gut 300000 Quadratmeter in
Anspruch. Es sind also noch große
Flächen verfügbar. Wir finden hier ja
schon eine ganze Reihe der unter-
schiedlichsten Unternehmungen. Vom
Einzelhandel bis zur IT-Branche ist al-
les vertreten. Der Standort ist darüber
hinaus attraktiv, weil die rechtliche
Basis gesichert ist. Wer sich hier nie-
derlassen will, muss keine langwierigen
Verhandlungen durchlaufen. Es ist alles
geregelt.
Wie wird die geplante Groß-
brücke den AicherPark prägen?
Die Fahrbahn verläuft in knapp sieben
bis neun Meter Höhe. Direkte Aus-
wirkungen auf den Betrieb darunter
gibt es erstmal nicht. Vielmehr böte
sich an dieser Stelle eine Lösung mit
Bürohochhäusern an; ähnlich wie am
Mittleren Ring in München.
Sind imAicherParkMaßnahmen
nötig?
Wir müssen ganz klar sagen, dass auch
wir die Infrastruktur optimieren müs-
sen. Und im Zuge des Baus der West-
tangente werden wir entsprechende
Maßnahmen treffen. Wir planen die
Wege innerhalb des Geländes opti-
mal zu gestalten, auch die Laufwege.
Außerdem brauchen wir dringend die
beiden Anschlüsse an die Westtangen-
te über die Georg-Aicher-Straße und
die Grubholzer-Straße. Problematisch
sind die schlummernden Baurechte
auf dem Aichergelände. Nötig ist eine
neue Bauleitplanung, die alte Rechte
anerkennt und trotzdem den neuen
Gegebenheiten Rechnung trägt. Wir
haben auch noch ein Defizit an Grün-
und Aufenthaltsflächen.
Welche Chancen sehen Sie für
das Aichergelände?
Generell streben wir einen Masterplan
für eine langfristige Entwicklung an. Wir
arbeitendabei seit langemeng und sehr
erfolgreichmit der Stadtverwaltung zu-
sammen. Unser Ziel ist es, ein quanti-
tativ und qualitativ ansprechendes An-
gebot im Aichergelände einzurichten.
Dazu gehört auch die richtige Auswahl
der vor Ort vertretenden Fachgebiete.
Die Hochhäuser zum Beispiel bieten
hervorragende Möglichkeiten, ver-
schiedenste Geschäftzweige an einer
Stelle zu konzentrieren. Sie sind auch
eine gute Option, die vorhandenen
Flächen optimal zu nutzen.
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Aichergelände bietet zahlreiche freie Flächen – jedoch muss an einigen Stellen noch die Infra-
struktur optimiert werden. Dies wird ab 2016 durch den Bau der neuen Stadteingänge und die West-
tangente mit der neuen Brücke (Kreis) erfolgen.
Hans Schussmann ist vom Po-
tential des „neuen“ Aicherge-
ländes überzeugt.
Rosenheimer Brückenschlag stellt keine Beeinträchtigung für AicherPark dar; im Gegenteil
Der Verkehr soll ab 2020 auf der 650 Meter langen und bis zu
neun Meter hohen Brücke fließen. Gut 33 Millionen Euro sind an
Baukosten veranschlagt.
1,2,3,4 6,7,8,9,10,11,12,13,14
Powered by FlippingBook